Der Hypnotist
Der Hypnotist

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Der Hypnotist

             

 

Spiegelsex

 

 

Der ehemalige Hypnotherapeut Otto Renansen ordnete nach seiner Scheidung sein Leben neu und gründete eine Firma für hypno-tisches Erfolgs- und Selbstmanagement. 

 

Verwirrende Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten nach Liebe und Sex, Ängsten und Schuldgefühlen seiner Kunden.

 

Gerade hat er seine eigene Bindungscheu überwunden und geheiratet, da wird er mit den sexuellen Problemen seiner Kunden und deren Perversionen konfrontiert.

 

 

**************

 

Der Rat der Zauberin

 

Sie geht auf einem sonnigen Waldweg. Die Bäume werfen kühlen Schatten, so daß es trotz des warmen Sommertages angenehm ist. 

Es ist einer ihrer Lieblingswege. Sie geht ihn oft, wenn sie etwas für sich klären will. 

Angst hat sie nicht alleine im Wald, denn sie trägt ihr Pfefferspray in der Handtasche. Sie würde sich schon zu wehren wissen, wenn es gefährlich würde. Zudem hat sie als Mädchen und junge Frau Judo gemacht und ist sportlich. Aber, ob sie jetzt in ihrer Schwangerschaft noch so schnell laufen könnte, ist nicht sicher.

Sie schiebt die schwarzen Gedanken beiseite und konzentriert sich lieber auf die Blumen und Pflanzen am Wegrand.

Sie ist jetzt am Ende des zweiten Monats ihrer Schwangerschaft. Und sie lebt wie in einem Tunnel. So empfindet sie das. 

Sie hat mit keinem der beiden Männer gesprochen. Und auch für sich selbst hat sie keine Entscheidung getroffen. Außer der, das Kind auszutragen, wenn es gesund ist. Wenn nicht, würde sie es abtreiben lassen. Denn sie hat Verantwortung für das Kind. Niemals würde sie ihm ein verkrüppeltes Leben zumuten. Schließlich hat sie es ja gezeugt. Da muss sie auch die Verantwortung für das Kind tragen.

Obwohl, bewusst hat sie es ja nicht gezeugt. Es ist entweder durch eine Unachtsamkeit von Rolf entstanden oder weil Walter der Pariser geplatzt ist. Aber auf jeden Fall ist es ein Kind der Liebe.

Sie lächelt, während sie Brennnesseln ausweicht, die über die Fahrspur hängen.

Sie ist träger geworden. Ob das die Hormone sind? Irgendwie ist es, als ob sie mehr nach innen fühlt und mehr Distanz zu der Welt um sie herum entwickelt hat. Sie ist gelassener geworden.

Der Herr Renansen hat ihr diese Zauberwiesenstrategie beige-bracht und gemeint, sie solle mit ihren Figuren an der Lösung ihrer Probleme arbeiten. Aber irgendwie hatte sie bisher dazu keine Lust.

Vielleicht hat sie alles auch nur von sich weggeschoben, weil sie eigentlich gar keine Entscheidung will. Denn wie sie sich auch entscheidet, sie wird einen Verlust erleben.

Entweder wird sie Rolf verlieren oder ihren Ehemann Wilhelm. Wenn sie Pech hat, auch beide. Dann wird sie mit ihrem Kind alleine dastehen. Und mit den Schulden.

Sie würde zur Mutter ziehen müssen, um finanziell über die Runden zu kommen. Vater war ja schon lange tot. An einem Raucherkrebs gestorben.

Mit der Mutter zusammen leben müssen, würde keine Freude sein. Sie war immer schon unselbstständig und würde ihr keine wirkliche Stütze sein. Aber sie würde wenigsten jemanden haben, der auf das Kind aufpassen könnte, wenn es einmal krank war. Denn sie würde ganztägig arbeiten müssen.

Aber vielleicht sollte sie jetzt doch in Hypnose einmal auf diese Zauberwiese gehen.

Nach dem Mittagessen mit Wilhelm und nach dem Kaffeetrinken, hatte sie zu ihm gesagt, sie wolle einmal wieder für sich alleine sein und deshalb spazieren gehen. 

Wilhelm war es recht gewesen, denn er wollte noch Büroarbeiten machen, die in der Woche liegen geblieben waren.

So hatte sie Zeit bis zur Dämmerung. Niemand würde sie stören. Sie bräuchte nur eine ruhige und schattige Stelle finden, dann könnte sie hier im Wald auf ihre Zauberwiese gehen.

Sie weiß, da vorne kommt gleich ein lichter Buchenwald mit Moos und weichem Gras zwischen den Bäumen. Wenn sie dort den Weg verlässt und sich am Fuß einer Buche ein Stück Wald einwärts ins Gras legt, sieht sie niemand, der auf diesem Weg spazieren geht. Sie wäre völlig ungestört. Und Schatten hätte sie auch.

 

Die Zauberin mit dem blauen Hut und den übergroßen Pantoffeln, hält wie beim letzten Mal ihren Haselnussstecken in der rechten Faust.

„Das hat aber lange gebracht, bis Du mich wieder besuchst!“ sagt sie. Lächelt aber freundlich dazu.

Auch der Fuchs aus ihrem Goethe Buch über Reineke Fuchs ist da, sagt aber nichts und steht nur auf seinen Hinterbeinen da und schaut sie an.

„Ja, das stimmt“, sagt sie. „Ich möchte gerne von Dir wissen, wie es mit mir und meinem Kind weitergehen soll.“

„Das hängt davon ab, was Du willst und was Du tust. Aber nicht von dem, was ich Dir sage.“

„Ganz klar ist, ich möchte für mein Kind eine gute Mutter sein. Das weiß ich ganz genau. 

Aber ich weiß nicht, wer sein Vater ist. Und ich weiß nicht, wie ich mich zwischen den beiden Männern entscheiden soll. Zwischen Rolf, meinem Geliebten und Wilhelm, meinem Ehemann.

Ich liebe sie beide. Aber wenn ich mit Rolf zusammen bin, und ihn in mir spüre, bin ich verrückt vor Glück.

Was soll ich nur machen?“

„Freue Dich auf Dein Kind! Das habe ich Dir schon einmal gesagt. 

Und heute sage ich Dir, bleib bei Dir und finde heraus, was für Dich das Richtige ist. Lass’ sich die Dinge entwickeln und entwickle Dich selbst auch.“

„Was meinst Du damit, daß ich mich selbst entwickeln soll?“

„Du bist zu stark nach außen orientiert. Auf die Schulden, die Arbeit, die beiden Männer. Frag’ Dich lieber, wer Du bist und was Du im Leben willst!“

„Eine Familie, Kinder und einen guten Mann. Und daß wir alle gesund bleiben und unsere Firma gedeiht und einmal Gewinn abwirft. Das will ich.“

„Wenn Du das willst, geht das nur, wenn Wilhelm der beste Mann ist. Wenn aber Rolf für Dich der beste Mann ist, wird das mit der Gärtnerei nicht klappen. Dann wird Dein Leben völlig anders verlaufen.“

„Das weiß ich! Hast Du keinen anderen Hinweis für mich?“

„Das Wichtigste ist immer, daß man die Realität erkennt. Dann kann man sich entscheiden und handeln. 

Gehe noch einmal zu dem Hypnotisten und versuche herauszubekommen, weshalb Du zwischen zwei Männern stehst und Dich nicht entscheiden kannst.

Da hast Du ein Problem. Finde heraus, was es ist!“

 

 

 

 

Auf der Spur des Problems

 

„Wenn Ihre Weise Frau Ihnen sagt, wir sollen nachschauen, warum Sie zwischen zwei Männer stehen, dann sollten wir das auch tun, Frau Winter.

Das passiert Frauen ja alleweil, aber ihre Weise Frau hat gesagt, das sei bei ihnen ein Problem.

Wissen Sie, was sie damit sagen will?“

„Nein, nicht genau. Ich könnte mir eigentlich nur denken, das es damit zusammen hängt, daß ich mich ständig in andere Männer verliebe, obwohl ich einen guten Mann habe.

Wie ich Ihnen bereits erzählt habe, bin ich noch nie fremd-gegangen, auch nicht, als ich mich in Rolf verliebt habe. Ich habe, wie für die meisten anderen Männer, nur für ihn geschwärmt. Irgendwann habe ich mich dann in ihn verliebt. 

Aber es hat noch lange gedauert, ehe ich seiner Werbung nachgegeben habe. Mit den anderen Männern, für die ich geschwärmt habe, habe ich nie etwas Sexuelles angefangen. Ich habe immer nur aus der Distanz für sie geschwärmt. Auch, wenn ich mich in sie verliebt hatte.“

„Statistisch gesehen, verliebt sich in einer fünfzehnjährigen Ehe jeder Partner eineinhalb Mal. Wenn Sie aber sagen, Sie seien ständig während der Ehe mit Ihrem Mann, obwohl sie ihn lieben, verliebt gewesen, so ist das mehr als ungewöhnlich.

Wir sollten nachschauen, was es damit auf sich hat.

Wenn Sie einverstanden sind, gehen Sie bitte in Hypnose und auf Ihre Zauberwiese.“

Rosa Winter nickt, setzt sich bequem, schließt die Augen und durchläuft ihre hypnotischen Induktionsrituale.

„Frau Winter, nehme Sie bitte Ihre beiden Hände vor der Brust in Vorhalte und fragen Sie Ihr Unbewusstes, welche Funktion Ihre Schwärmereien für fremde Männer in der Ehe haben!

Fragen Sie als erstes, ob sie eine aggressive Funktion haben! Wenn „Ja!“, kann Ihre Ja-Hand von ganz alleine nach unten gehen. Wenn „Nein!“, die Nein-Hand.“

Die Nein-Hand geht runter.

„Dann fragen Sie bitte, ob die Schwärmerei eine Schutzfunktion hat!“

Die Ja-Hand geht nach unten.

„Fragen Sie bitte, ob Sie selbst geschützt werden sollen!“

Ja!

„Frau Winter, können Sie sich das erklären? Wovor schützen Sie sich, wenn Sie in der Beziehung zu Männern durch Schwärmerei schützen?“

„Vielleicht davor, daß es mich vor Langweile schützt und ich mir somit Appetit für die eheliche Zweisamkeit hole?“

„Ist denn der Sex mit Ihrem Mann zu langweilig?“

„Nein, eigentlich nicht. Mein Mann ist ein zärtlicher Liebhaber, der auch schon mal richtig wild sein kann. Wenn auch nicht so erregend wie Rolf!“

„Dann dürfte die Hypothese mit der Langweile im Bett nicht zutreffen.

Man kann doch sagen, daß Sie durch die Schwärmerei für attrak-tive Männer immer innerlich ein Stück außerhalb der Beziehung sind. Geht es vielleicht um eine schützende Distanz zum jeweiligen Partner? Könnten Sie das am Unbewussten abfragen?“

Die Antwort der hypnotischen Hände ist ein klares „Ja!“

Er überlegt kurz.

„Wenn das so ist, Frau Winter, dann sehen Sie bewusst oder unbewusst in der Beziehung zu Ihrem Mann eine Gefahr.

Was könnte das sein?“

Sie schweigt lange und denkt nach.

„Ich sehe in der Beziehung zu meinem Mann keine Gefahr. Außer jetzt in der aktuellen Krise, daß er mich verlässt und sich scheiden lässt.“

„Und wenn es speziell nicht um Ihrem Mann geht, sondern um Beziehungen zu Männern generell?

Fällt Ihnen dazu etwas ein?“

„Nein!“

„Ich schlage vor, daß Sie zu Ihrer Weisen Frau gehen und um einen Hinweis bitten!“

Rosa Winter nickt. Er wartet gespannt.

„Sie sagt, ich sähe in allen Männern den Vater. Den hätte ich geliebt und gefürchtet.“

„Und stimmt das?“

„Ja, ich habe sehr an meinem Vater gehangen. Ihn als kleines Mädchen sehr geliebt. Aber er war auch ein schrecklicher Tyrann, dem ich und die ganze Familie gehorchen mussten. Auch meine Mutter. Und ich habe gesehen, wie sehr sie darunter gelitten hat.“

„Wenn sie unbewusst einen geliebten Mann gegen den anderen geliebten Mann ausspielt, gewinnt sie Spielraum und kann ihre Autonomie sichern“, denkt er.

„Und das Spiel ging solange gut, als sie nur schwärmte. Als sie sich verliebte, ist das Spiel entgleist. So könnte es sein!“

Er konfrontiert sie mit dieser Sicht der Dinge.

Sie ist betroffen. Das sieht er. 

Lange sagt sie nichts. Dann kommt ihre Reaktion: „Da könnte etwas dran sein, Herr Renansen!“ 

„Und was genau?“

Wieder langes Schweigen.

„Ich weiß es nicht genau. Aber ich fühle, da ist was dran. Aber irgendetwas stimmt noch nicht.

Ich muss darüber nachdenken. Können wir für heute aufhören?“

Er stimmt zu und bittet sie, sich bei der Weisen Frau und ihrem Unbewussten zu bedanken und die Hypnose aufzulösen. 

 

 

 

Ein Fluch und seine Folgen

 

„Ich habe lange nachgedacht, Herr Renansen. Und ich sehe das so: Ich hatte eine sehr enge und gute Beziehung zu meinem Vater als Kind. Aber als ich älter wurde, habe ich gesehen, wie er meine Mutter behandelt hat.

Wenn sie - ich sage mal, lieb und brav war - war er auch zu ihr sehr herzlich. Wenn sie aber nicht tat, was er von ihr verlangte oder gar wagte, eine eigene Meinung zu vertreten, dann wurde er zum Berserker und Tyrann. Er hat meine Mutter dann auch oft geschlagen.

Meine Mutter lebte deshalb immer in Angst davor, etwas falsch zu machen und seinen Erwartungen nicht zu entsprechen. Sie wurde mehr und mehr ein Schatten ihrer selbst. So habe ich das empfunden.

Als ich in der Pubertät war, begann ich gegen meinen Vater aufzubegehren. Das ist mir nicht gut bekommen. Er hat mich auch geschlagen.

Ich weiß nicht, wie das weitergegangen wäre, wenn er nicht krank geworden und an seinem Raucherkrebs gestorben wäre.

Heimlich hatte ich, während er schon krank war, gehofft, nach dem Tod meines Vaters werde meine Mutter aufleben. 

Aber das ist nicht geschehen. Meine Mutter war irgendwie zerbrochen oder eingebrochen. Ich weiß gar nicht, wie ich das bezeichnen soll. Es war, als ob mein Vater weiterleben würde und sie seinen Geist sähe. 

Und so ist meine Mutter auch heute noch. Ängstlich, einge-schüchtert und unselbständig.

Ich habe damals die Angst bekommen, es könne mir wie meiner Mutter ergehen. Da habe ich mir geschworen, niemals von einem Mann abhängig zu werden.

Und jetzt denke ich, daß meine Schwärmerei etwas damit zu tun hat. Mit der Schwärmerei hatte ich sozusagen, obwohl ich verheiratet bin, immer einen Fuß in der Freiheit, bei einem anderen Mann. Und wenn es nur in der Phantasie war.

Ich habe nachgedacht und mich erinnert. Ich war kaum vier Monate verheiratet, da habe ich schon für einen anderen Mann geschwärmt. 

Das war nicht Rolf. Das war ein Anderer. Rolf hat nur später seine Stelle eingenommen.

Was bei ihm anders war, war, daß ich mich ganz schrecklich in ihn verliebt habe und auch mit ihm geschlafen habe. Das habe ich früher nie getan. Nur geflirtet oder heimlich geschwärmt.

Und wenn ich ehrlich bin, ist das immer so gewesen. Immer, wenn ich eine Beziehung eingegangen bin, habe ich mich trotzdem ent-weder in einen anderen Mann verliebt oder von ihm geschwärmt. Immer in kurzer Zeit nach dem Beginn einer Beziehung.

Ich schäme mich das zu sagen, aber ich mache das regelmäßig auch beim Geschlechtsverkehr mit meinem Mann. Da stelle ich mir vor, daß mich gerade der andere Mann beschläft. Das erregt mich dann ungemein.“

„Wenn das stimmt, Frau Winter, dann hieße das, Sie nutzen die fremden Männer, um eine Ambivalenz in die Beziehung einzu-bauen. Eine Ambivalenz, die eine Distanz sicherstellt, mit der sie sich vor einer engen Beziehung schützen. Sie halten sich sozusagen immer ein Hintertürchen auf, die Seiten wechseln zu können.

Und was Sie mir über ihre sexuellen Phantasien während des Geschlechtsaktes mit ihrem Mann erzählen, spricht dafür, daß Sie sich auch in einer solchen, auf engsten emotionalen Kontakt angelegten Situation eine Distanz verschaffen. 

Eine Distanz, die Sie daran hindern kann, sich Ihrem Mann ganz hinzugeben. Sie schieben, obwohl Sie körperlich intim sind, die Phantasie über einen sexuellen Kontakt mit einem anderen Mann zwischen sich und Ihren Mann.

Und obwohl das für Sie die Lust steigernd wirkt, wohl weil es die Angst vor Fremdbestimmung und Selbstverlust mindert, ist es doch eine Distanzierung Ihres Manns. Glaube ich!

Und wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist es Ihr Schwur, der die heutigen Probleme auslöst.

Könnten Sie auf Ihre Zauberwiese gehen und Ihre Weise Frau, die Zauberin, fragen, ob ich das richtig sehe?!“

Ein kurzes Nicken, dann schließen sich die Augen der Frau vor ihm und sie beginnt mit dem Aufbau ihrer Zauberwiese.

„Sie sagt, Sie, Herr Renansen, hätten Recht! Der Schwur sei das Problem. Es gäbe jedoch noch ein anderes Problem.“

„Fragen Sie bitte, welches das ist!“

„Meine Angst, so zu enden, wie die Mama!“

„Einen Schwur kann man einfach aufheben, dann ist seine Wirkung gebrochen. Eine Angst ist nicht so einfach aufzulösen.

Die deutsche Sprache unterscheidet völlig richtig zwischen Furcht und Angst. Furcht empfinde ich in der unmittelbaren Gefahr, wenn zum Beispiel ein Löwe oder Tiger vor mir steht. 

Angst aber schützt vor einer Gefahr, die in der Zukunft liegt oder liegen könnte. 

Sie ist in der realen gegenwärtigen Situation immer imaginär und wird durch eine in der Zukunft gewähnte Gefahr erzeugt.

Leider wird dieser Unterschied in der deutschen Sprache immer weniger berücksichtigt und alle Welt kennt kaum noch den Unterschied, sondern spricht immer nur noch von ‚Angst’.

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil es wichtig ist, zu verstehen, daß Furcht unbewusst und automatisch in einer gefährlichen Situation entsteht. Eine Reaktion.

Man kann aber ohne eine Angstphantasie keine Ängste ent-wickeln. Angst ist etwas, was wir uns selbst bereiten.

Insofern ist es für Sie wichtig herauszubekommen, wie genau Sie diese Angst vor sexueller Hingabe und emotionaler Festlegung auf einen Mann erzeugen. Was die dabei verwandte Angstphantasie ist.

Sie sagten nun vorhin, daß Sie als Mädchen in der Pubertät Angst hatten, so zu werden wie Ihre Mutter.

Nehmen wir einmal an, dies sei die Angst erzeugende Phantasie. Dann muss darunter jedoch eine Begründung für die bedrohliche Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer solchen Wehrlosigkeit und Abhängigkeit geben.

Haben Sie eine Vorstellung, was das für eine Idee sein könnte?“

„Nein!“

„Dann fragen Sie doch einmal Ihre Weise Frau danach!“

„Sie hat gesagt, ich wolle immer lieb und freundlich sein, damit Harmonie herrsche. Denn ich hätte Angst, so aggressiv wie mein Vater zu werden.“

„Aber, Frau Winter, wenn Sie nur einen Teil der Aggressivität Ihres Vaters hätten, wären Sie doch so durchsetzungsfähig, daß kein Mann Sie jemals fremdbestimmen könnte. Dann hätten Sie genügend Sicherheit und bräuchte die bisherigen Psychospielchen nicht.

Könnte es sein, daß Sie nicht die Tochter Ihres Vaters sein wollen? 

Denn als dessen Tochter hätten Sie doch alle notwendigen Fähigkeiten geerbt. Auch die Fähigkeit, kraftvoll Ihre angeborene Aggressivität zu nutzen, um sich zu schützen!

Bitte, fragen Sie Ihre Zauberin danach!“

„Sie sagt, das wäre so. Aber das könnte ich nicht, da ich dann meinem Vater verzeihen müsste.“

„Und stimmt das?“

„Ja, das fällt mir schwer. Er hat so gegen meine Mutter gewütet und auch mich immer geschlagen. Bei aller Liebe, die er auch für uns hatte, war er doch ein verfluchter Tyrann!“

„Apropo Tyrann! Haben Sie ihn vielleicht verflucht?“

„Ja! Hunderte Male!“

„Mit einem Verfluchten will man nichts zu tun haben. Mit dem Fluch stößt man ihn aus.

Und wenn Sie den Vater verflucht haben, haben Sie damit auch die guten Seiten des Vaters abgelehnt. Ich fürchte, das ist der Grund, warum Sie Ihre eigene Aggressivität nicht nutzen können. Aber Sie brauchen für jeden Koitusstoß Aggressivität, für jede aktive Handlung. Aggression gibt die Kraft zum Handeln. Auch die Kraft destruktiv zu handeln. 

Aber es gibt keinen Zwang, destruktiv und zerstörerisch zu handeln. Insofern bestimmen wir selbst, was wir mit unserer Aggressionsfähigkeit machen. Ob wir sie positiv und lösungs-orientiert einsetzen und zum Beispiel Kinder zeugen oder destruktiv und zerstörerisch und voller Hass und töten.

Sie müssen, wenn ich Recht habe, den Fluch gegen Ihren Vater zurücknehmen, wenn Sie Ihr Dilemma lösen wollen!“ 

„Und wie mache ich das?“

„Fragen Sie bitte zunächst Ihre Weise Frau, ob ich Recht habe und es richtig ist den Fluch zurückzunehmen!“

„Sie sagt ja!“

„Und wollen Sie den Fluch zurücknehmen?“

„Ja, das will ich!“

„Gut, dann gehen Sie bitte innerlich zu Ihrem Vater. Können Sie ihn sich vorstellen? In einer Situation, wo Sie ihn verflucht haben?“

„Ja, ich sehe ihn, wie er gerade wieder meine Mutter verprügelt.“

„Warten Sie ab, bis er sie nicht mehr prügelt. Dann treten Sie ihm als erwachsene Frau entgegen, wie Sie es heute sind! Mit allen Ihren jetzigen Fähigkeit, ganz ruhig und bestimmt.

Sagen Sie ihm zuerst in Ihren Worten, wie schlecht Sie sein Verhalten finden und wie es das Verhältnis zwischen Ihnen belastet! 

Dann sagen Sie ihm, daß Sie nicht wollen, daß er die Mutter schlägt! Sagen Sie ihm ruhig, aber absolut bestimmt, er solle damit aufhören!

Aber machen Sie sich klar, Sie können ihn nicht hindern, die Mutter zu verprügeln. Das kann nur die Mutter, indem sie ihn verlässt – was sie nie getan hat. Aber Sie können Ihren Willen ihm gegenüber klar und eindeutig ausdrücken.

Und dann sagen Sie ihm, daß Sie ihn verflucht haben! Und daß Sie diesen Fluch jetzt zurücknehmen und er frei ist!“

„Ich habe gemacht, was Sie mir gesagt haben. Er weint jetzt. Er sagt, sein Vater habe ihn auch immer geschlagen. Er habe seinen Vater geliebt.“

„Frau Winter, es gibt ein russische Sprichwort, das lautet „Wenn man seine Frau liebt, dann schlägt man sie!“

Bitte fragen Sie Ihren Vater, ob das Sprichwort auch für ihn gilt!“

„Er hat genickt.“

„Sagen Sie ihm klar - und schauen Sie ihm dabei in die Augen: „Papa, dieses Sprichwort gilt für mich nicht!“

„Er hat gesagt: „Es ist gut!“

„Fragen Sie bitte Ihre Weise Frau, ob Sie noch etwas sagen oder tun sollen!“ 

„Sie sagt, ich solle ihm sagen, daß ich ihn liebe und nur hasse, weil er mich und meine Mutter geschlagen habe. Und, daß er mein Vater bleibt.“

„Und, werden Sie das zu ihm sagen?“

„Ja, weil es stimmt!“

 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

 

der Roman  "Das Zweite Abitur" ist zu seinem guten Ende gekommen.  

 

Ab dieser Woche können Sie ab jedem Wochenende in der Reihe der Romane über die Abenteuer des "Hypnotisten"kostenlos in wöchentlichen Fortsetzungen den Roman "Spiegelsex" lesen.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Ihr Götz Renartz

 

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Der Hypnotist –

 

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Roman von Götz Renartz

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