Der Hypnotist
Der Hypnotist

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Der Hypnotist                   Spiegelsex

   

                            Ein Roman von Götz Renartz

                                                     

Der ehemalige Hypnotherapeut Otto Renansen hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement gründet.

Verwirrende Aufträge konfrontierten ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Sogar mit dem Wahnsinn einzelner Kunden musste er sich auseinandersetzen.

Gerade hat er seine eigene Bindungsscheu überwunden und geheiratet, da wird er mit sexuellen Problemen seiner Kunden und mit deren Perversionen konfrontiert. 

 

 

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Noch eine Wahrheit

 

Sie weiß nicht, wie sie nach Hause gekommen ist. Und ist froh, daß Walter nicht da ist.

Sie hat das Gefühl, ihre Welt sei zusammengebrochen.

Sie hat sich schon gedacht, daß es für Rolf nicht so einfach sein würde. Aber sie hat doch gehofft, daß er sich freuen würde. Sich freuen würde, sie zu bekommen. Mit seinem Kind oder mit einem fremden Kind.

Es ging doch um sie! Um sie – mit Kind oder ohne Kind!

Und da will er, daß sie abtreibt! Wo es doch auch sein Kind sein kann!

Kein Wort hat er davon gesagt, daß er sie will. Daß er mit ihr leben will.

Sie denkt kurz nach. Was wäre gewesen, wenn er gefordert hätte, daß sie das Kind abtreibt? Sozusagen als Preis, daß er sie heiratet? Oder wenn das wegen der Schulden nicht ginge, so mit ihr leben würde? Würde sie das Kind wegmachen lassen?

Nein! Niemals! Das war ihr Kind. Das Kind soll leben!

Sie wundert sich, weil sie nicht weinen kann.

Was hatte die Weise Frau gesagt? Sie solle nach sich gucken! Nicht immer nach den Männern.

Das wird sie jetzt tun! Nach sich gucken! Sie wird sich entscheiden, wie sie es für richtig findet. Nicht wie es die Männer richtig finden.

Das gilt auch für Walter!

 

Sie ist nicht auf ihre Zauberwiese gegangen. Und sie hat auch nicht den Herrn Renansen angerufen, den Hypnotisten.

Was sie gemacht hat, ist zu duschen. Sie wollte den Geruch von Rolf und die Reste seines Samens und überhaupt alles abspülen. „Nur noch ich selbst sein!“ Das war ihr Gedanke.

Dann hat sie einen Schnaps getrunken. Einen Cognac. Und dann noch einen.

Und jetzt wartet sie auf Walter. Sie wird ihm auch die Wahrheit sagen.

Sie ist eingenickt und aufgewacht, als sie erst das Auto hört und dann, wie ihr Mann die Haustür öffnet.

Als er ins Wohnzimmer kommt, schaut er überrascht und bleibt stehen.

Ehe er regieren kann, sagt sie: „Wilhelm, ich muss Dir etwas sagen! Etwas Wichtiges!“

Sie sieht, wie beunruhigt er ist, aber nichts sagt und ihr gegenüber Platz nimmt.

„Und was ist das, was Du mir sagen willst?“

„Walter, ich bin schwanger. Ich bin im dritten Monat schwanger.“

„Und warum hast Du nichts gesagt?“

„Weil ich nicht weiß, von wem das Kind ist!“

„Du weißt das nicht?!“

„Nein, ich weiß das nicht!“

Er schweigt. Sie denkt, das muss er jetzt verarbeiten. Jetzt ist die Wahrheit auf dem Tisch.

„Ich hab’ schon gewusst, daß da ein anderer Mann im Spiel ist. Ist das Kind von ihm?“

„Du hast das gewusst?“

„Ja!“

„Und Du hast nichts gesagt?“

„Hätte das etwas geändert?“

„Nein, nicht wirklich.“

„Und, ist das Kind von ihm?“

„Ich weiß es nicht.“

„Und, willst Du das Kind kriegen?“

„Ja!“

„Gut! Dann ist das so.“

„Und frägst Du nicht, wie es weiter geht?“

„Und wie geht es weiter?“

„Ich weiß es nicht.“

„Und wann wirst Du wissen, wie es weitergeht?“

„Das weiß ich auch nicht!

Ich gehe da zu so einem Berater, einem Hypnotisten, um mir darüber klar zu werden.“

„Was ist ein Hypnotist?“

„Der heißt Otto Renansen. Der hat in Frankfurt eine Firma für Erfolgs- und Selbstmanagement. Und der arbeitet mit Hypnose. Mir hat er auch schon Selbsthypnose beigebracht. Erich Seidel hat ihn mir empfohlen.

Ich soll in Hypnose mit meinem Unbewussten mich klären, damit ich weiß, was ich machen soll.“

„Weiß Herr Seidel von Deiner Schwangerschaft?“

„Nein. Auch nichts von uns. Aber das kann er sich wohl denken. Ich habe ihm einfach nur gesagt, ich bräuchte jemanden mit dem ich für mich ein Paar Dinge klären könnte. Da hat er mir Herrn Renansen empfohlen.“

Langes Schweigen. Dann sieht Walter das Cognac Glas und meint: „Ich brauche auch einen Schluck!“

Er geht an den Schrank und holt die Flasche und ein Glas für sich. Er schenkt sich einen Doppelten ein. Dann ihr einen Kleinen.

„Darfst Du überhaupt Alkohol trinken?“ frägt er.

„Gut ist es nicht. Aber ich brauche irgendetwas zu trinken. Das Ganze geht mir an die Nieren.“

„Und mir erst!“

Er hebt das Glas: „Prost!“

„Prost!“ erwidert sie.

„Weiß er es?“

„Wer ist er?“

„Der Andere.“

„Ich habe es ihm heute gesagt.“

„Und, was sagt er?“

„Er meint, ich solle abtreiben.“

„Und, willst Du?“

„Nein. Ich werde dies Kind bekommen.“

„Und wenn es von mir ist?“

„Dann werde ich es auch bekommen.“

„Und wenn ich nicht der Vater bin?“

„Dann bist Du eben nicht der Vater.“

„Das kann man ja feststellen.“

„Ja, das kann man feststellen. Später, wenn das Kind da ist.“

„Und wie geht es jetzt weiter? Was hast Du vor?“

„Weißt Du, es ist nicht so, daß ich Dich nicht mehr mag. Ich bin mir ziemlich sicher, daß ich Dich liebe. Aber ich weiß nicht, wie es mit uns weiter gehen soll.

Ich werde weiter mit Dir zusammenarbeiten. Aber ich will mir eine eigene Wohnung, ein Appartement, mieten.

Das soll keine Trennung von Dir bedeuten. Aber ich muss erst einmal alleine leben und rausfinden, was ich will.“

„Und ich soll das akzeptieren?“

„Ja, ich bitte Dich darum!“

Sie schweigen. Er trinkt einen großen Schluck Cognac.

„Gut, ich werde das akzeptieren. Aber akzeptiere bitte auch Du, daß ich mir auch klar werden will, was ich will!“

„Das ist nur gerecht.“

„Und wann willst Du ausziehen?“

„Wenn ich eine Wohnung gefunden habe.“

„Und Du wirst weiter mit mir zusammenarbeiten?“

„Ja, wie bisher. Und ich werde auch im Mutterschutz arbeiten, aber nur im Büro.“

„Und was sollen wir den Anderen sagen?“

„Nichts. Es geht sie nichts an!“

„Sie werden reden.“

„Lass’ sie reden!“

„Du willst nicht zu Deiner Mutter ziehen?“

„Nein, das möchte ich nicht.“

„Und wer wird den Haushalt machen und kochen, wenn Du weg bist?“

„Das wirst Du machen müssen. Kochen kannst Du ja besser als ich. Für den Haushalt solltest Du eine Putzfrau anschaffen. Den Rest wirst Du selbst machen müssen.“

Schweigen.

„Geht das mit dem Anderen weiter?“

Sie nickt.

„Erst einmal ja. Ich werde sehen.“

„Willst Du ihn heiraten?“

„Ich will im Moment mich weder von Dir trennen, noch ihn heiraten. Ich will rausbekommen, was das Beste für mich ist. Weiter mit Dir zu leben oder mit ihm. Oder eben auch alleine.“

„Du stellst also alles offen!?“

„Ja, ich stelle alles offen.“

Er sagt: „Scheiße!“ Er steht auf und geht aus dem Raum. Sie hört die Haustür gehen, dann den Wagen starten.

„Ja, wirklich alles Scheiße!“ denkt sie. Dann aber fallen ihr wieder die Worte der Zauberin ein: „Freue Dich auf das Kind!“

Sie versucht es. Aber sie ist traurig.

Es gelingt ihr nicht.

 

 

Wie offen ist offen

 

Otto Renansen hat sich angehört, was seine Kundin ihm erzählt. Ihm ist klar, daß die Situation nicht so offen ist, wie Frau Winter meint.

Seiner Meinung nach hat der Geliebte kalte Füße bekommen. Und wie der Ehemann reagieren wird, ist auch noch völlig offen. Aber ihre Entscheidung, eine eigene Wohnung zu beziehen, erscheint ihm konstruktiv.

Und sie selbst scheint auch nicht wirklich offen zu sein. Er spürt, daß seine Kundin den Geliebten emotional bevorzugen würde. Trotz der Dinge, die sie mittels der Hypnose bereits herausgefunden haben. Aber ihr würde es gewiss auch schwer fallen, ihren Ehemann aufzugeben.

Nach wie vor scheint Frau Winter alles unverändert lassen zu wollen. Sie nennt das jetzt alles offen zu lassen. Aber wenn er das richtig sieht, bleiben nur zwei realistische Entwicklungen übrig. Die eine ist die, daß sie zu ihrem Mann zurückkehrt, vor allem wenn das Kind von ihm sein sollte. Oder, daß der Ehemann sich von ihr trennt. Denn daß dieser Rolf sie heiraten wird, glaubt er nicht.

Er denkt, der wird sich in der nächsten Zeit absetzen, vor allem, wenn das Baby da sein wird.

Aber er beschließt, seine Gedanken nicht zu äußern, um ihren Klärungsprozess nicht zu beeinflussen. Der Rückzug in eine eigene Wohnung ist auf jeden Fall konstruktiv. Das schafft Distanz nach allen Seiten.

Was er stattdessen anstreben wird, ist die weitere Auseinandersetzung von Frau Winter auf der Zauberwiese mit ihren Weisen Frau und dem Unbewussten.

 

 

Drückebergerei

 

Otto Renansen hat kein gutes Gefühl bei seinem Kunden Mirka.

In der letzten Hypnosesitzung hatten sie zwar die Verdrängung durchbrochen, die dieser über die beschämende und verletzende Szene mit seiner Verlobten gelegt hatte. Aber erstens war dieses demütigende und traumatisierende Erlebnis noch nicht verarbeitet. Und zweitens sagte ihm sein Gefühl, daß da noch etwas war.

Etwas was noch unter der gefundenen Szene lag und vermutlich auch früher im Leben von Siegfried Mirka. Denn er stellte sich die Frage, warum er damals zusammengebrochen war.

Wenn er wenigstens den Versuch einer Verteidigung gemacht oder die Frau verprügelt hätte, wären seine Reaktionen verständlicher.

Aber zusammenzubrechen und sich zitternd auf dem Boden zu wälzen, das waren nicht die normalen Verhaltensweisen eines Sechsundzwanzigjährigen. Das sprach für eine in jener Situation schon vorliegende psychische Problematik.

Wie auch die kürzliche Reaktion mit suizidalen Tendenzen wegen eines noch gar nicht entdeckten Rückfalles in die alte Fremdgeherei. Auch sie sprach für eine tiefergehende psychische Störung.

Er fragte sich ernsthaft, ob der Fall Mirka nicht den Rahmen eines Coaching sprengte und nicht eher ein Fall für einen Hypnotherapeuten wäre.

Aber seine Sorge war, daß sein Kunde, wenn er sein Coaching einstellen würde, den Halt verlieren würde und die Ehefrau die Geduld mit ihm.

So hatte er sich entschlossen, weiterzumachen und dafür gesorgt, daß die beiden Studenten wieder engagiert wurden. Auch hatte er Siegfried Mirka regelrecht verboten, die Studenten noch einmal zu entlassen. Er dürfe das nur mit seiner Erlaubnis tun, sonst werde er die Zusammenarbeit sofort mit ihm beenden, hatte er ihm gedroht. Und er hatte hoch und heilig versprochen, sich an diesen Auftrag zu halten.

Selbst hatte er sich vorgenommen, die Spur aufzunehmen und mit Hilfe des Unbewussten nachzusehen, was die psychischen Ursachen jener Unfähigkeit sein könnten. Warum er sich nicht effektiv im damaligen Streit mit der Verlobten schützen konnte.

Aber zunächst würden er ihm helfen müssen, die traumatische Reaktion auf die damalige Trennungsszene emotional und psychisch zu verarbeiten.

Wenn Siegfried Mirka heute kommen würde, müsste dies das Ziel ihrer Zusammenarbeit sein. Es sei denn, er würde ein anderes Thema anschneiden.

Aber es kam das Thema der letzten Hypnose zur Sprache.

„Das war schlimm beim letzten Mal, Herr Renansen!“ begann er.

„Obwohl ich in meinem sicheren Ort, meiner Kindheitsbude dort im Fichtenwald, war, hat mich das doch arg mitgenommen. Besonders später noch. Und ich habe die Nacht darauf auch kaum schlafen können.

Das war damals alles wirklich sehr schlimm für mich!“

„Ich habe eine Frage an Sie, Herr Mirka. Ihre Verlobte hat Sie damals einen elenden Schnellspritzer genannt.

Wenn Sie aber heute ein - wenn ich das so sagen darf - erfolgreicher Frauenbeglücker sind, dann können Sie das unmöglich heute noch sein. Wie haben Sie denn das Problem Ihrer Ejakulation präcox, also Ihres vorzeitigen Samenergusses gelöst?“

„Zunächst gar nicht. Mein Selbstvertrauen nach diesem Erlebnis mit meiner Verlobten war völlig weg. Ich habe mich nicht mehr getraut, etwas mit einer Frau anzufangen. Ich bin allen Frauen aus dem Weg gegangen.

Nach über zwei Jahren habe ich eine andere Frau kennengelernt. Die wohnte in meinem Stockwerk.

Wir kannten uns vom Sehen und von kurzen Gesprächen im Flur oder im Lift. Sie war jünger als ich und sehr attraktiv. Und ich hätte mich von mir auch deshalb niemals getraut, mit ihr irgendetwas anzufangen.

Aber ich habe ihr wohl gefallen und so hat sie mich zum Adventskaffee eingeladen. Zu Plätzchen und so. Und diese Einladung habe ich angenommen.

Aber nach dem Kaffee gab es zu den Plätzchen Glühwein, denn sie zubereitet hatte. Und da hat sie mich einfach verführt.

Ich hatte eine schreckliche Angst, mich erneut zu blamieren und wollte eigentlich nicht mit ihr sexuell verkehren.

Aber dann habe ich allen meinen Mut zusammengenommen und ihr mein Problem gestanden und ihr gesagt, ich hätte Angst, sie zu enttäuschen.

Sie hatte sich vorher schon vor meinen Augen nackt ausgezogen und lag ganz verführerisch auf dem Bett.

Als ich ihr meine Not und meine Angst gestand, hat sie zu meiner größten Verwunderung ganz schrecklich angefangen zu lachen und sich regelrecht vor Lachen gekrümmt.

Aber das war kein Auslachen wegen meines zu schnellen Samenergusses, sondern sie lachte über meine Angst, mich zu blamieren!“

„Wie kann man denn so blöd sein, so ein Geschiss darum zu machen, ob man früher oder später zum Orgasmus kommt!“ lachte sie und hatte wirklich Lachtränen in den Augen!

„Das ist doch ganz egal. Hauptsache, wir haben beide einen! Und wir mögen uns! Und haben unsere Lust!

Wenn Du zu schnell kommst, dann streichelst Du mich eben oder leckst mich. Oder Du machst es mir beim zweiten Mal.“

„Und so weiter. Ich war wirklich geschockt!

Und als wir es dann miteinander machten - und das war verrückt! - war mein Problem weg. Und es ist auch niemals mehr wiedergekommen.

Leider war unser Verhältnis nur von kurzer Dauer, weil sie nach Hamburg gezogen ist.“

Otto Renansen staunte. Eine so schöne und einfache Lösung des Problems so vieler Männer hatte er noch nie gehört. Doch er beschloss sofort, das zu nutzen und einen Erfolgstransfer einzuleiten.

„Ja, das war eine schöne und überzeugende Lösung Ihres Problems. Und das war eine wirklich nette und reife Person, Ihre damalige Freundin. Das genaue Gegenteil Ihrer Verlobten.

Aber, was Sie daraus lernen können, ist, daß Sie schon immer ganz normal sexuell reagieren konnten. Sie haben es nur nicht gewusst!

Stattdessen haben Sie sich Sorgen gemacht, wollten vermutlich alles besonders gut machen und hatten Angst, etwas falsch zu machen und sich zu blamieren.

Und Ihre blöde Verlobte hat noch genau in diese Kerbe gehauen!

Was halten Sie von der Idee, daß Sie von Natur aus ganz normal und positiv sind, daß Sie es aber noch nicht gemerkt haben?

Nun werde ich mich nicht nackt ausziehen und mich vor Ihnen hier auf dem Teppich krümmen. Aber ich könnte Ihnen doch sagen, es ist keine Schande, ein Problem zu haben. Und daß es nur eine Schande wäre, es nicht zu lösen?!

Und wenn Sie – ich provoziere Sie jetzt ein bißchen – rein zufällig entdecken würden, daß Sie eigentlich scheiß normal sind? Würden Sie dann nicht erkennen können, daß es verrückt ist, Frauen zu beglücken? Nur um sich zu bestätigen, daß Sie ein toller Hecht oder weiß ich was für ein toller Kerl sind?“

Siegfried Mirka musste lachen.

„Daß mit dem Teppich, das wäre doch einmal was! Wenn Sie ich Sie da sich herumwälzen sähe!

Aber ich glaube nicht, daß das so einfach wäre!

Schließlich mache ich das mit den Frauen nicht, weil ich mir etwas beweisen will oder Angst vor Frauen habe. Es ist ein Zwang, Herr Renansen, ein richtiger Zwang!“

„Das, was Sie einen Zwang nennen, ist nichts anderes als eine Verhaltensweise, die einem unbewussten Motiv folgt. Die einem, uns noch nicht bekannten Motiv folgt.

Etwas, was irgendetwas Negatives ausgleichen soll. Und dieses geheimnisvoll Negative hat Sie so wütend gemacht, daß Sie voller Wut Frauen beglücken. Auf Teufel komm’ raus! Und wenn Ihre Ehe und Familie dabei kaputt geht!“

Schulterzucken.

Er merkt, wie er ärgerlich wird.

„Er versteckt sich hinter seinem ‚Zwang’!“ denkt er. „Wenn es ein Zwang ist, der größer ist als er, hat er keine Verantwortung und ist ein armes Opfer von Dingen, die stärker sind als er.

Aber meine Aufgabe ist es, im deutlich zumachen, daß er kein Opfer, sondern der Täter ist. Wenn auch unbewusst.

Deshalb arbeiten wir doch mit dem Unbewussten! Damit er das erkennt und sich damit für ihn eine Chance eröffnet, sein Problem zu lösen.

Dazu muss er aber Verantwortung übernehmen und auf sein Unbewusstes hören. Dann zeigt sich, daß er eigentlich kompetent und normal ist!

Und das ist der einzige wahre Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie: Patienten glauben nicht daran, daß sie verantwortlich, kompetent und die unbewussten Täter bei der Entwicklung ihrer Symptome und Erkrankungen sind.

Sie suchen jemand anderes, der angeblich kompetenter als sie ist und der die Verantwortung übernehmen soll. Damit sie weiterhin passiv und verantwortungslos bleiben können.

Kunden eines Coachings halten sich selbst für kompetent. Sie suchen Wissen und Methoden für eine Problemlösung oder persönliche Weiterentwicklung und manchmal auch einen Lehrer und Ermunterer.“

Er merkt, daß er räsoniert. Und weiß, daß das nichts bringt. Weder Patienten, noch Coaching Kunden.

Er ruft sich zur Ordnung und nimmt einen neuen Anlauf.

„Ich sage es noch einmal deutlicher, Herr Mirka: Üblicherweise haben Sechsundzwanzigjährige keine Schnellschussproblematik. So etwas hat man natürlicherweise nur bei den ersten sexuellen Begegnungen und verlernt das mit zunehmender Erfahrung schnell.

Ein Sechsundzwanzigjähriger bricht auch nicht zusammen, wenn ihn eine Frau schlecht behandelt.

Der erkennt auch früher, wenn die Frau nichts taugt und zieht sich von selbst schon bald zurück.

All das spricht dafür, daß Sie in die Beziehung zu dieser Frau schon mit psychischen Problemen hineingegangen sind.

Das ist unabweisbar!

Also ist Ihr damaliger psychischer Zusammenbruch gut verständlich.

Sie waren der Situation einfach nicht gewachsen. Sie waren überfordert!

Sie hatten kein Coping, keinen Bewältigungsmechanismus zur Verfügung, wie das die Psychologen nennen.

Und zwar, weil Sie sich selbst nicht zur Verfügung hatten! Weil Sie schon Probleme mit Ihrem Selbstwert hatten. Oder mit anderen Dingen.“

Er überlegt kurz, dann setzt er nach.

„Wann hatten Sie denn die ersten Probleme im sexuellen Bereich?“

Siegfried Mirka wird unruhig und rutscht auf seinem Sessel herum.

Am liebsten, das sieht er deutlich, das sieht er völlig klar, möchte der Mann vor ihm ausweichen. Dann aber gibt er sich einen Ruck.

„Mit siebzehn.“

„Und was war das Problem? Worum ging es?“

„Da habe ich auch versagt.“

„Und wobei haben Sie versagt?“

„Darüber möchte ich eigentlich nicht sprechen.“

„Das ist Ihr gutes Recht, Herr Mika. Aber mein gutes Recht ist es auch, Ihnen klar zu sagen, daß ich nur mit Ihnen weiter zusammenarbeiten werde, wenn Sie mir berichten, was damals passiert ist.

Bitte überlegen Sie sich das! Für heute schließen wir.“

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

jetzt können Sie in wöchentlichen Fortsetzungen an dieser Stelle den Roman "Der Hypnotist -  Spiegelsex" lesen. Er führt in das Reich der Gefühle und des sexuellen Unbewussten, wo nichts so ist, wie es scheint. 

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Ihr Götz Renartz

 

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Kaum haben sie selbst ihre Bindungsscheu überwunden und geheiratet, werden Otto Renansen, der Hypnotist, und seine Frau Susanne Herr mit den sexuellen Problemen ihrer Kunden konfrontiert.

Einem Bereich, wo nichts so ist, wie es scheint. Und wo dunkle Geheimnisse und Kräfte Ehen und Karrieren bedrohen.

Als der Hypnotist sich auf die Suche nach den verborgenen Quellen der psychosexuellen Störungen eines Geschäftsmannes macht, wird er in ein Verbrechen hineingezogen.

 

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ISBN 978-3-8442-7925-2

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Der Hypnotist –

 

Das Spiel des

 

Lebens

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Es sieht nicht gut aus für Edmund Brasse, den Film- und Fernsehunternehmer. Er ist spielsüchtig, hoch verschuldet und hat Geld unterschlagen. Seine Frau hat sich scheiden lassen und die Kinder mitgenommen. Und er selbst steht unter der strengen Aufsicht seines Vaters.

Sein Leben droht zu scheitern. Verzweifelt sucht er Hilfe bei Otto Renansen, dem Hypnotisten. Der aber muss sich noch um einen Mannn mit grell-lila Irokesenfrisur kümmern, der sich von unheimlichen Kräften verfolgt fühlt.

Das Spiel des Lebens hat Gewinner und Verlierer. Und es wird anders gespielt als die Spieler denken.

 

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ISBN 978-3-8442-8039-5

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Der Hypnotist –

 

Lauf' um dein

 

Leben!

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Furchtbare Fratzen und drohende Stimmen haben Annelisa Hartmann in den Wahnsinn getrieben. Dreimal war sie schon in der Psychiatrischen Klink. Beim vierten Mal ist sie extrem abgemagert, weil sie alles erbricht. Nur Milch trinkt sie in großen Mengen. Die Schwiegermutter will sie loswerden, ihr Mann ist verzweifelt. Und niemand will mit ihr psychotherapeutisch arbeiten. Da nehmen Otto Renansen und seine Frau sie als Kundin für das hypnotische Selbstmanagement an.

Zum Erstaunen seiner Frau lässt sie der Hypnotist Eier kochen. Und das Unbewusste will, daß sie schwarze Pferde striegelt. Wird sie sich mit Hypnose und ihrem Unbewussten retten können?

 

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ISBN 978-3-8442-8491-1

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Der Hypnotist -

 

Ob es Liebe ist?

 

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Hypnothera-peut Otto Renansen hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement grün-det.

Verwirrende Aufträge kon-frontierten ihn mit den Sehn-süchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache.

Er ist erfolgreich geworden. Und der Erfolg konfrontiert ihn mit einer Vielzahl schwieriger Fälle, die ihn herausfordern. Was er dabei erlebt, erzählt dieses Buch.

Das Buch gibt Einblick, in das, was unter den Krank-heiten der Menschen liegt.

Und es führt tief in die Bereiche, die Menschen wirk-lich bewegen und ihr Leben bestimmen.

Im Guten, wie im Bösen.

Die Liebe.

 

 

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ISBN 978-3-7375-3721-6

 

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Der Hypnotist

 

und der tote

 

Afrikaner

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Psychiater und Hypnotherapeut Otto Renansen  hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement gegründet.

Verwirrende Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Doch was diesmal passiert, hat er noch nie erlebt.

 

"Ich bin tot, ich bewege mich nur!" Das sagt der Afrikaner. Und damit beginnt das Abenteuer für den Hypnotisten. Und bringt ihn an die Grenzen seines Verständnisses.

Zumal er auch mit schweren Fällen von Magersucht zu kämpfen hat - und seine Frau ein Kind bekommt.

 

Aber die Geister Afrikas sind wach geworden und fordern ihr Recht.

Mitten in Frankfurt.

 

 

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ISBN 978-3-7375-3721-6

Wichtige Hinweise

 

Alle Personen und ihre Handlungen in meinen Romanen sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind rein zufällig.

 

Die in diesem Romanen geschilderten Hypnose-methoden sind so wirksam, wie sie dargestellt werden. Der Autor warnt ausdrück-lich davor, sie ohne Rat und Anleitung eines erfahrenen und gut ausgebildeten Hypnotherapeuten anzuwenden.

 

Psychisch labile oder kranke Menschen sollten ihren Arzt oder Psychiater oder Psychotherapeuten um Rat fragen, ob sie diese Romane lesen sollen.

 

Selbstorganisatorisch orientierte Hypnothera-peuten/ innen finden sich auf der Hypnotherapeuten-liste des Zentrum für Angewandte Hypnose.

 

www.hypnotherapeutenliste.de

 

Ärzte, Zahnärzte, Kindertherapeuten, Psychotherapeuten und die medizinischen Assistenz-berufe erhalten eine strukturierte und durch die Deutsche Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. zertifizierte Aus- und Fortbildung in Selbstorga-nisatorischer Hypnose und Hypnotherapie im Zentrum für Angewandte Hypnose in den Bereichen Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland.

 

www.renartz.de; info@renartz.de  

 

Die selbstorganisatorisch-hypnotische Erfolgs- und Selbstmanagementmethode der Legas-Strategie ® kann am Zentrum für Angewandte Hypnose, Bonifaziusstr. 2 in 55118 Mainz; Tel. 06131-363662;

info@renartz.de;

 

von jeder psychisch gesunden, volljährigen Person erlernt werden.

 

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Der Hypnotist ® ist als Gemeinschaftsmarke in der Europäischen Union geschützt. Alle Rechte, einschließlich des Copyrights ©, liegen bei Götz Renartz.