Der Hypnotist
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Der Hypnotist -

Der Hase im Café

                            Ein Roman von Götz Renartz

 

Der erfahrene Hypnotherapeut Otto Renansen ordnet nach seiner Scheidung sein Leben neu und gründet eine Firma für Erfolgs- und Selbstmanagement. Dazu nutzt er hocheffektive, selbstorganisatorische Hypnosestrategien.

Die verwirrenden ersten Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Sogar mit dem Wahnsinn einer Kundin muss er sich auseinandersetzen.

 Um den Herausforderungen seiner Tätigkeit gewachsen zu sein, reflektiert er sein Leben und seine berufliche Entwicklung und sucht Hilfe bei seinem eigenen Unbewussten. Ein neuer Freund und eine selbstbewusste Frau öffnen ihm den Weg in ein neues Leben.

 

 

**************

 

 

Der Schizophrene als Lehrmeister

 

Der Tee schmeckte ihm. Wohlig lehnte sich Otto Renansen in seinem Sessel zurück und entspannte sich. 

Eigentlich hatte er nicht damit gerechnet, daß er als Erfolgscoach es wieder mit den Themen der Psychosen zu tun haben werde. Aber unglücklich war er darüber nicht. Denn er hatte schon immer gerne mit Schizophrenen zusammengearbeitet. Von ihnen hatte er viel über das Menschsein und die Probleme in der Psychiatrie gelernt.

Während seines Medizinstudiums hatte er nur zwei Schizophrene als Patienten gesehen. Sie waren in der Psychiatrievorlesung vorgestellt worden. An der Universität aber hatte er nur gelernt, wie man die Kranken mit Medikamenten und Elektroschocks behandelte. 

Aber das hatte sich sofort geändert, als er in der Psychiatrischen Landesklinik arbeitete. Denn dort reichte es nicht, sich auf Medikamente zu beschränken und Elektroschocks hatten sie aus grundsätzlichen Erwägungen nicht durchgeführt.

Er hatte deshalb alles gelesen, was er an Büchern und Fachartikel über die Psychotherapie der schizophrenen Psychosen bekommen konnte.

Besonders fasziniert hatten ihn die Psychotherapieberichte französischer und vor allem amerikanischer Psychoanalytiker. 

Diese hatten offensichtlich mit ihren Psychoanalysen Erfolg. Aber diese dauerten viele Jahre, oft bis zu zehn Jahre und länger. Wer sollte das bezahlen? Und wer hatte so viel Zeit? In der psychiatrischen Behandlung einer Klinik waren die Patientin gewöhnlich nur wenige Wochen. Länger bezahlten die Krankenkassen nicht für stationäre Behandlung. 

Eine völlig andere Sicht der Behandlungsmöglichkeiten hatten sich für ihn ergeben, als er das Buch von Jan Foudraine ‚Wer ist aus Holz?’ gelesen hatte. 

Der junge holländische Arzt hatte berichtet, wie er in der berühmten psychiatrischen Klinik Chestnut Lodge in Neuengland mit den bisherigen Behandlungstraditionen brach und die schizophrenen Patienten auf der Grundlage der Alltagsrealität wie normale Menschen behandelte, die Psychotherapie machen und für ihre Psychotherapie auch die Verantwortung tragen. 

Das war sehr erfolgreich gewesen und hatte die Behandlungszeit extrem verkürzt.

Als er seine erste Psychotherapiestation leiten sollte, hatte er den Ansatz von Foudraine nicht nur für die Behandlung der Schizophrenen übernommen, sondern auch für alle anderen Patienten. Er hatte damit dann gute Erfahrungen gemacht.

Seinen Durchbruch im Verständnis der Funktion und Psychodynamik der schizophrenen Psychosen hatte er aber durch den Kontakt mit jenem Schizophrenen erlebt, der die Welt regierte.

Dieser war ein Mann, der immer wieder nach einer Verschlechterung seiner Erkrankung in der Klink aufgenommen worden war. 

Fast sechzig Jahre alt, war er vor über zehn Jahren mit einer schizophrenen Psychose erkrankt, die allen Behandlungsversuchen widerstanden hatte. 

Von seinem Wesen her freundlich und umgänglich, war er in der  Klinik vielen bekannt und man ließ ihm freien Ausgang, damit er seinem Wahn folgen konnte. Denn das entspannte ihn und ließ ihn nach einiger Zeit sich mehr und mehr beruhigen, so daß er wieder entlassen werden konnte.

Da er sich berufen fühlte, die Welt zu regieren, benötigte er Informationen über das, was in der Welt schief lief. Die holte er sich abends nach dem Essen in der Tagesschau. Danach ging er zu Bett, um am nächsten Tag für das Regieren fit zu sein. 

Am Morgen, gleich nach dem Frühstück, legte er mit dem Regieren los. Nur unterbrochen durch das Mittagessen, nebst anschließendem Mittagschlaf und einer kurzen Kaffeepause am Nachmittag.

Ob es regnete oder die Sonne schien, er war unterwegs und hielt Reden und gab Anweisungen zur Verbesserung der Welt. 

Da er das auch in der Kleinstadt tat, in der er lebte, erregte er immer wieder Aufsehen, zumal er auch dazu neigte, den Verkehr zu regeln. 

So wurde er meist von der Polizei von einer Kreuzung geholt und in die Klinik gebracht.

Gewöhnlich gab er sich seiner Routine hin und machte seinen Ärzten und Pflegern keine Probleme. Doch gelegentlich lief er unerlaubt aus der Klinik weg und musste dann wieder gefunden und zurückgebracht werden.

So war es gewesen, als er ihn zufällig im Lift traf und ihn auf sein Wegrennen ansprach.

 „Ach, das war eine Pleite!“ beschwerte er sich. „Da hau’ ich ab und keine Sau merkt das! 

Ich hab’ an einer Straßenecke extra gewartet, aber keiner kam! Dann bin ich langsam weiter gegangen, in der Hoffnung die Pfleger kommen bald mit dem Auto, denn ich hatte keine Lust zurückzulaufen. 

Aber wieder nichts! Da habe ich mich an ein Büdchen gestellt und eine Flasche Bier getrunken. Stellen Sie sich vor, erst nach zwei Stunden sind die endlich gekommen und haben mich mitgenommen!“

Er hatte gefragt: „Und warum haben Sie das Ganze denn veranstaltet?“

„Weil’s mit schlecht ging. Immer wenn’s mir schlecht geht, hau’ ich ab!“

„Und dann laufen Sie weg und lassen sich suchen und wieder einfangen, machen künstlich Action?“

„Ja!“

„Und warum ging es Ihnen denn schlecht, wenn ich fragen darf?“

„Na, wegen meiner Frau!“

„Haben Sie sich gestritten?“

„Nein! Die ist tot.“

„Sie trauern um Sie?“

„Ja! Sehr!“

„Wann ist denn Ihre Frau gestorben?“

„Vor elf Jahren.“

„Heißt das“, hatte Renansen nachgehakt, „daß Sie die ganze Zeit getrauert haben?“

„Ja!“

„War der Schmerz so groß?“

„Ja, sehr groß!“

Vorsichtig hatte er eingewandt: „Aber aller Schmerz geht einmal zu Ende. Die Trauer löst ihn mit der Zeit auf.“

„Das stimmt!“ hatte der Patient geantwortet.

Plötzlich hatte er einen Verdacht gehabt. Er entschloß sich nachzufragen. 

„Es geht mich ja nichts an, aber haben Sie nach dem Tod Ihrer Frau mit dem Weltenregieren angefangen?“

„Ja.“

„Hat Ihnen das geholfen, mit dem Schmerz fertig zu werden?“

„Ja, genau! Und wenn das nicht geholfen hat, dann bin ich auf die Kreuzungen gegangen und habe den Verkehr gelenkt, bis die Polizei gekommen ist.

Und gestern als es mir so schlecht ging, bin ich abgehauen. Die Action hat mich dann gut abgelenkt. Aber diese Idioten von Pflegern haben gestern nicht richtig funktioniert.“

„Heißt das, Sie bleiben so lange verrückt, wie Sie der Tod Ihrer Frau schmerzt?“

„Ja, gewiss!“

„Aber jeder Schmerz lässt doch einmal nach, dann können Sie Ihre Verrücktheit doch wieder aufgeben!“

„Ja, das wird bald sein.“

„Sie werden bald den Verlustschmerz über den Tod Ihrer Frau überwunden haben? Und Sie werden dann mit Ihrer Verrücktheit aufhören?“

„Ja. In drei Wochen werde ich damit aufhören.“

„In drei Wochen werden Sie aufhören? Und was machen Sie dann?“

„Dann werde ich mich für ein paar Wochen erholen und von meiner Rente leben, wie bisher. Danach gehe ich wieder arbeiten.“

Er war wirklich geschockt gewesen! So etwas stand nicht in seinen Lehrbüchern. Ein Schizophrener, der die volle Kontrolle über seine Erkrankung hatte und die Funktion seiner Erkrankung bewusst kannte?

Er beschloss, mit dem behandelnden Arzt zu sprechen und verabschiedete sich.

Der behandelnde Arzt hatte abgewinkt, als er ihm von seinem Gespräch berichtete. Er hatte gemeint, das sei nur das Gefasel eines Verrückten. Der Patient werde genauso verrückt entlassen werden, wie er gekommen sei. Nur etwas ruhiger, wie immer.

Aber zwei Wochen später hatte der Patient mit seinem Weltregieren aufgehört und seine Entlassung gefordert. 

Als der Stationsarzt ihn nicht hatte entlassen wollen, war er persönlich zum Klinikdirektor gegangen, um seine Entlassung zu fordern. 

Dieser hatte mit ihm den Kompromiss geschlossen, ihn zu entlassen, wenn er noch eine Woche bleibe und in der Zeit unauffällig sei. So geschah es und der Patient ward in der Klinik nicht mehr gesehen.

Er hatte sich gewundert, daß keiner der Ärzte und Klinikpsychologen aus diesem Fall Konsequenzen gezogen hatte. 

Sie hatten die Vorgänge und die Schlussfolgerungen, die sich seiner Meinung daraus ergaben, ignoriert. Sie hatten einfach weitergemacht wie bisher und ihre Lehrbuchstandards durchgezogen.

Für ihn aber hatte sich etwas Grundlegendes verändert. Nicht nur im Hinblick darauf, wie er seine schizophrenen Patienten behandelte, sondern in seinem grundsätzlichen Verständnis psychischer Störungen und Erkrankungen überhaupt. 

Er begann psychische Erkrankungen als Verstörungen des körper-lichen, seelischen oder emotionalen Gleichgewichts zu verstehen, die der Betroffene mittels seiner unbewussten Reaktionsbildung, eines Symptoms, wieder ins Gleichgewicht zu bringen versuchte. Zu kompensieren versuchte, wie der Schweizer Psychiater und Psychologe Carl Gustav Jung das genannt hatte. 

Und dann, wenn ihm das nicht gelingen wollte, auch zu allerlei zusätzlichen Ablenkungsmanövern zu greifen. 

Diese Aktivitäten halfen ihm dann, nicht mehr an seine Probleme denken zu müssen. 

So konnte ein körperlicher Schmerz wunderbar von einem seelischen Schmerz ablenken oder eine Depression von einer Wut oder Angst bei einer nicht akzeptierte Veränderung der persönlichen Welt. 

Seine damaligen Versuche, mit der Klassischen Hypnose einen heilsamen Einfluss auf das Unbewusste seiner Patienten zu nehmen, hatte nur teilweise Erfolg. Denn die Patienten leugneten ihre Probleme häufig bewusst oder hatten sie sehr tief verdrängt. 

Wenn er versucht hatte, die Patienten mit heilsamen Suggestionen zu bedrängen, hatten sie in den meisten Fällen mit unbewussten psychischen Heilungswiderständen reagiert, ganz wie Sigmund Freud das geschildert hatte.

Erst mit der Ericksonschen Hypnotherapie hatte er einen entscheidenden Fortschritt erreicht. Denn durch die indirekten und versteckten Hypnosemethoden, die Milton Erickson entwickelt hatte, konnte er zumindest die bewussten Widerstände gegen eine Heilung unterlaufen, mit denen sich die Patienten an ihre Krankheitsgewinne aus Symptomen und Erkrankungen klammerten. 

Bei der Symptombildung war der wichtigste Krankheitsgewinn, wie er bald entdeckt hatte, die erfolgreiche Kompensation der Verstörung. 

Durch die Kompensationen mittels der Symptome hatten sich die seelisch und emotional verstörten Patienten mittels ihrer Symptome wieder in ein, wenn auch künstliches, seelisches und emotionales Gleichgewicht gebracht. 

Gleichzeitig verhinderte die Kompensation mittels der Symptome jedoch eine endgültige Problemlösung ihrer emotionalen Verstörungen und damit die Heilung.

Und so kam es in den Psychotherapien regelmäßig zu der absurden Situation, das er, der Arzt, für die Lösung der Probleme und damit für eine Heilung kämpfte, während die meisten Patienten gerade diese mit allen bewussten und unbewussten Tricks zu vermeiden suchten. Sei es, daß sie ihre Medikamente nicht einnahmen oder genau das Gegenteil von dem taten, was für sie gut gewesen wäre.

Denn auf dem Weg zur Heilung und Problemlösung mussten sich seine Patienten ihren Problemen und den emotional negativen Erlebnissen stellen. Das ging aber nur, wenn sie ihre Kompensationen gefährdeten und ihre Verdrängungen lockerten.

Für ihn als Hypnotherapeuten war es deshalb von großem Wert, daß er durch die verdeckten und indirekten Hypnosemethoden von Erickson an dem konflikt- und lösungsscheuen Ich der Patienten vorbei, direkt mit dem Unbewussten zugunsten einer Problemlösung und Heilung zusammenarbeiten konnte. 

Das Ich wurde einfach mit interessanten Erlebnissen wie Urlaubserinnerungen oder schönen Kindheitserlebnissen in der Hypnose beschäftigt und damit vom eigentlichen Geschehen, der Zusammenarbeit der Arztes mit dem Unbewussten, abgelenkt.

Oder das Ich wurde während der Hypnose in Tiefschlaf versetzt, während er mit dem Unbewussten der Patienten weiter zusammen-arbeitete, um eine Besserung der Symptome oder eine Heilung zu erreichen.

Das hatte hervorragend geklappt, jedoch eine wichtige Grenze aufgezeigt.

Denn wenn er mit dem Unbewussten zusammen eine Problemlösung oder Heilungswege erarbeitet hatte, die die Symptome überflüssig werden ließ, sodass sie sich auflösen konnten, wurde es jeweils spannend. 

Die Frage war immer, wie der Patient auf seiner bewussten Ebene reagieren würde, wenn er wieder aus der Hypnose aufwachte. 

Dann musste das Ich jeweils entscheiden, ob es die anstehende oder erreichte Problemlösung und die Heilung akzeptierte oder nicht. 

Denn eine Problemlösung oder Besserung hatte immer auch sekundäre psychosoziale Folgen, deren Auswirkungen der Patient für sich akzeptieren musste.

Zum Beispiel ein Scheidung oder die Ablösung von den Eltern, die endgültige Selbstannahme oder die Übernahme von Verantwortung für sich selbst und so weiter. Und dazu waren viele Patienten durchaus nicht selten nicht bereit. Deshalb verteidigten sie oft hinhaltend ihre persönlichen Krankheitsgewinne oder den Gewinn, den ihre Familie aus ihrer Erkrankung zog.

Mit anderen Worten, der Patient sabotierte sofort den erreichten Lösungs- oder Heilungsansatz oder erzeugte unbewusst einen sogenannten Rückfall oder antwortete mit einer Symptomverschiebung. 

Bei letzterem gab er zwar sein bisheriges Symptom auf, entwickelte aber so schnell wie möglich ein neues Symptom, das das alte in seiner Funktion ersetzen konnte.

Diese Probleme hatten ihn lange begleitet und unzufrieden gemacht.

Erst als er die selbstorganisatorischen Hypnotherapiemethoden des Zentrum für Angewandte Hypnose kennengelernt hatte, waren diese und andere Probleme für ihn grundsätzlich lösbar geworden.

Denn diese Methoden und Hypnotherapiestrategien der Mainzer erlaubten nicht nur eine Kooperation zwischen Therapeut und Unbewussten des Patienten, wie in der Ericksonschen Hypnotherapie, sondern veranlassten auch eine Kooperation zwischen dem Ich des Patienten und dessen eigenem Unbewussten.

Und letzteres brachte das Ich dann schrittweise dazu, die Verantwortung für die Gesamtperson, das Selbst, zu übernehmen. Damit verloren die Probleme von Rückfall und Symptomverschiebung ganz wesentlich an Bedeutung.

Er goss sich noch eine Tasse Tee ein und überlegte, wie er den Abend verbringen sollte. 

Er fühlte, daß er Lust hatte, sich mit Heinrich Schwarz zu treffen. Er erinnerte sich daran, daß der Schwarze Heinrich vorgeschlagen hatte, Frau Herr mitzubringen. 

Nach kurzer Überlegung stand er auf und ging ins Nebenzimmer, um Frau Herr zu fragen, ob sie nach Dienstschluss mitgehen mochte. 

Susanne Herr saß am Computer, als er eintrat. 

Man sah ihr die Freude über die Einladung an, als er sie fragte. 

Sie verabredeten, früher Feierabend zu machen und gemeinsam durch die Stadt nach Sachsenhausen zu laufen. Zurück würden sie wieder mit dem Taxi fahren.

 

 

Der rote Mond

 

Auf der Friedberger Landstraße war hektischer Feierabendverkehr. Als sie anschließend über die Kleine Friedberger gingen, wurde es ruhig. In der Fußgängerzone der Zeil wimmelte es nur so von Menschen. 

Es war Büroschluss und die Angestellten strömten nach Hause, während die Geschäfte noch voll waren und die Touristen sich um die Straßenmusikanten drängten.

Der Trubel lag hinter ihnen, als sie an der Hauptwache links abbogen und Richtung Römer gingen.

Otto Renansen erinnerte sich an ihr Gespräch vom letzten Mal über die Bethmännchen und überlegte, ob er Frau Herr wieder welche kaufen sollte. Aber die Konditorei hatte geschlossen. 

So warteten sie geduldig an der viel befahrenen Straße vor dem Eisernen Steeg und querten, als die Ampel grün zeigte, den Zebrastreifen.

Auf der Fußgängerbrücke versäumten sie es nicht, erneut in den Main zu spucken und hatten ihre Freude daran. 

„Wie die Kinder!“ sagte Susanne Herr erneut und lachte.

Als sie das Ende der Brücke erreicht hatten und die breite Treppe hinabstiegen, wies Otto Renansen auf die gegenüberliegende Straßeneck. 

„Da stand jahrelang mein Lieblingsspruch an die Gartenmauer gesprüht. Jetzt ist er leider verschwunden, da sie die Mauer neu gestrichen haben. 

Da stand ‚Spuck’ mir nicht in meine Universum!’ Ich bin manchmal extra eine kleine Umweg gegangen, um den Spruch zu lesen.“

„Lustig!“ sagte Frau Herr und schlug vor, sich für eine Weile auf eine Bank am Mainufer zu setzen und das Panorama der Skyline von Frankfurt zu betrachten.

Neben einem Forsythienbusch fanden sie eine freie Bank und setzten sich. 

„Hier gehe ich im Frühling gerne hin, wenn die Forsythien im Nizza als erste blühen. Meist sind das die ersten Blüten weit und breit“, erzählte Otto Renansen.

„Und da hinten, wo früher die Schwimmanstalt im Main war, da habe ich schwimmen gelernt.“

„Ich auch. Schon wieder eine Gemeinsamkeit!“

Junge Mütter schoben ihre Kinderwagen an ihnen vorbei und ein Hund kam sie beschnüffeln. Die Sonne war milder geworden und hing groß und ein wenig orangen über den Hochhäusern am Main.

„Hier habe ich einmal einen riesigen roten Mond gesehen. Unglaublich groß hing er über Sachsenhausen. Am nächsten Tag stand in der Zeitung, daß es einen Sandsturm in der Sahara gegeben hatte.“

„Wie romantisch! Waren Sie alleine?“

„Leider ja.“ 

Sie standen auf und gingen weiter. 

Im Gemalten Haus war der Tisch, an dem gewöhnlich der Schwarze Heinrich abends saß, leer. 

Sie nahmen Platz und bestellten sich zwei Gläser Äppelwein. 

Das Lokal war diesmal halbleer. Nur wenige Touristen waren um diese Zeit da. Aber der abendliche Zustrom der Besucher begann schon. Noch waren die Einheimischen, wie sie, in der Überzahl. 

Sie prosteten sich zu und tranken den erfrischenden Obstwein, der leicht auf der Zunge pizzelte.

Da bog auch schon Heinrich Schwarz um die Ecke, sah sie und winkte erfreut. 

„Ei gude wie!?“ grüßte er. 

Sie gaben sich die Hände und er setzte sich Susanne Herr gegenüber. Sofort kam der Kellner und nahm die Bestellung auf.

„Wie schön, daß wir hier unseren Äppelwein trinken und Dummschwatz halten können“, meinte Susanne Herr. 

Die beiden Männer nickten und lächelten zufrieden. 

„Wir sollten vielleicht herausbekommen, wer heute Abend von uns das Dümmste schwatzt“, warf Heinrich Schwarz ein. 

„Schon wieder so ein dummer Ehrgeiz!“ 

Otto Renansen grinste.

„An der Ehre zu geizen, ist immer dumm!“ konterte der Schwarze Heinrich. 

„Frau Herr, darf ich mir die Ehre erlauben, Sie und Herrn Renansen heute frei zu halten?“

„Ja, gerne! Gibt es dazu einen Anlass?“

„Ja! Ich bin zum dritten Mal Opa geworden.“

Die beiden freuten sich und gratulierten Heinrich Schwarz.

„Und wie fühlt man sich so als Dreifach-Opa?“ 

Otto Renansen wirkte interessiert.

„Total gealtert!“ scherzte Schwarz. „Aber Ernst bei Seite! Es ist ein herrliches Gefühl! Einmal, weil es meiner Tochter gut geht und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, mein Leben hat sich gelohnt. Ich habe mich vermehrt und breite mich jetzt europaweit aus!

Andererseits bin ich auch ein wenig traurig, weil meine Frau das nicht mehr mitbekommt. Und auch, weil ich meiner Tochter nicht nahe sein kann. Sie lebt in der Schweiz. 

Ich werde sie sobald wie möglich besuchen. Aber ich werde meine neue Enkelin nicht richtig aufwachsen sehen. Denn ich bin hier und die Kleine wird eine Schweizerin. Ihr Vater ist Schweizer. 

Aber natürlich überwiegt die Freude und zwar gewaltig! Prost!“

Sie prosteten sich zu. 

„Ich kann Sie gut verstehen!“ Susanne Herr lächelte verträumt. „Ich wünsche mir auch Kinder und Enkel. Und Sie, Herr Renansen?“ 

Sie hatte ihm den Kopf zugewandt und schaute ihn an.

„Ich auch!“ 

Renansen dachte: „Schon wieder eine Gemeinsamkeit!“ Aber er sagte nichts.

„Meine beiden anderen Enkel sind von meinem Sohn. 

Er lebt in Aschaffenburg, also nicht so weit weg. Die sehe ich öfter“, fuhr Heinrich Schwarz fort. „Sie kommen mich häufiger besuchen oder ich fahre nach Aschaffenburg.“

„Das ist doch mal etwas!“ rief Renansen demonstrativ aus und hob erneut sein Glas. 

„Endlich mal keine Leute, die ständig sterben wollen oder sich mit dem Sensenmann rumplagen, sondern neues Leben! 

Lassen Sie uns darauf trinken und auf die Kleine, die vielleicht auch einmal hier sitzen und Äppelwein trinken wird, wir ihr Dreifach-Opa und früher ihre Oma und deren Eltern und Eltern, seit die ersten Äpfel von den Bäumen gefallen sind!“

Sie prosteten sich zu und bestellten, da die Gläser fast leer waren, ein neue Runde.

 

 

Rache ist Blutwurst

 

Dietrich Christiansen machte einen zufriedenen Eindruck. Er hatte sich ein Tasse von dem ihn angebotenen Ceylon-Tee eingegossen und rührt eifrig seinen Kandiszucker unter.

„Das mit meinem Unbewussten funktioniert prima!“ berichtete er erfreut. „Mein Tinnitus ist fast schon weg!

 Wie mein Unbewusstes mir aufgetragen hat, frage ich mich immer, wenn ich Ohrgeräusche bekomme, womit ich mir gerade Versagensangst mache. Meistens kriege ich es dann heraus, womit ich mir gerade Angst mache.

Und das mit Ihrer Hypothese scheint auch zu stimmen! Immer wenn ich mir Angst mache, stehe ich eigentlich vor einem schönen Fortschritt in meiner Arbeit.

Meine Versagensphantasien, mit denen ich mir Angst mache, behindern eindeutig mein Erfolgsstreben. Ich mache mir künstlich das Leben schwer!“

„Ja, aber das ist nur der eine Aspekt, die Selbsthemmung im Erfolgsstreben mittels Angstphantasien, weil der Vater sie eingeschüchtert hat“, hielt Otto Renansen dagegen. 

„Der andere Aspekt ist der, daß das Erfolgsstreben andererseits auch den unbewussten Wunsch auslöst, zu versagen, um es dem Vater Recht zu machen und seine Versagensphantasien über seinen Sohn zu bestätigen. 

Und drittens, da ist noch etwas offen. Während alles andere von Ihrem Unbewussten bestätigt worden ist, hatte ich meinen Verdacht geäußert, daß da auch eine tiefe Wut mit im Spiel ist. 

Eine Wut, die nach Rache am Vater dürstet und ihn für sein Verhalten bestrafen möchte. 

Also Liebe, Angst und Hass sind im Spiel, wenn ich Recht habe.

Bitte, fragen Sie Ihr Unbewusstes ideomotorisch, ob auch Wut oder Hass mit im Spiel sind!“

Die Antwort des Unbewussten war eindeutig: Der Wunsch, sich am Vater durch ein berufliches Versagen zu rächen, spielte mit.

„Da alles einen Anfang hat, fragen Sie bitte Ihr Unbewusstes, wann dieser Hass entstanden ist. Fragen, Sie bitte, ob es in den ersten fünf Jahren war!“

Die Antwort des Unbewussten war „Nein!“  

Weitere Fragen ergaben, die Hassgefühle gegen den Vater waren mit sechs Jahren nach der Einschulung entstanden. 

Damals hatte das ambivalente Verhalten des Vaters seinem Sohn gegenüber begonnen. Er hatte Leistung gefordert und gleichzeitig die Fähigkeit des Jungen diese zu erbringen, bezweifelt. Immer beides.

Otto Renansen schlug vor, das Unbewusste zu fragen, ob es an der Zeit sei, sich mit diesem Erleben auseinander zu setzten. 

Und als das Unbewusste anzeigte, das dies der Fall sei, schlug er vor: „Herr Christiansen, während Sie jetzt weiter in Hypnose bleiben, können Sie, wenn Sie dazu bereit sind, innerlich vor Ihren Vater treten. Sind Sie dazu bereit?“

„Ja!“

„Gut! Können Sie sich vorstellen, daß er vor Ihnen steht?“

„Ja! Ich sehe ihn deutlich. Er schaut mich skeptisch an. Ich bin wütend!“

„Was würden Sie am liebsten machen?“

„Ihm die Meinung sagen!“

„Ich schlage vor, daß Sie das jetzt tun! In Hypnose sind Sie sicher. Er kann Ihnen nichts tun. Sie sind der Chef im Ring! Sagen Sie ihm, was Ihnen auf dem Herzen liegt! Sagen Sie ihm innerlich, was Sie ihm immer schon sagen wollten, jetzt!“

Dietrich Christiansen wirkte angespannt. In seinem Gesicht und um die Mundpartie herum arbeitete es. Die Fäuste ballten sich zusammen, öffneten sich wieder und schienen ein Eigenleben zu entwickeln.

„Ich hab’ ihm erst mal in die Fresse gehauen!“ stieß er aus. „Und dann mit einem Knüppel verdroschen. Da hat das Arschloch angefangen zu heulen. Es täte ihm leid, hat er gesagt. Ich solle ihm verzeihen, er habe es nicht anders gewusst. Er habe es gemacht, wie sein Vater es gemacht habe. Er sehe ein, daß es nicht richtig gewesen sei.“

„Und, können Sie ihm verzeihen?“

„Ich glaube ja!“

„Fragen Sie bitte Ihr Unbewusstes, ob es richtig ist, dem Vater jetzt zu verzeihen oder ob noch etwas geschehen muss, ehe sie dem Vater verzeihen.

Eine Ihrer Hände kann jetzt von alleine zum Kopf gehen und, wenn sie das Gesicht berührt, Sie wissen lassen, was noch zu tun ist.“

Es herrschte Stille im Raum, während die linke Hand sich langsam in Richtung Gesicht bewegte. 

Schließlich berührte sie die linke Schläfe. Längere Zeit geschah nichts, dann sprach Dietrich Christiansen wieder. 

Er schien sich unwohl zu fühlen, denn er bewegte sich unruhig mit dem Oberkörper vor und zurück.

 „Ich soll ihm verzeihen. Aber ich solle zuvor meine Mutter in eine Jauchegrube werfen, weil sie mich nicht geschützt hat.“

„Das fällt Ihnen schwer, nicht wahr?“

„Ja!“

„Wenn ich das richtig verstehe, hat sich auch gegenüber Ihrer Mutter in der Kindheit eine ordentliche Wut entwickelt.“

„Es scheint so.“

„Scheint es nur so oder ist es so? Bitte, fragen Sie über die Hände bei Ihrem Unbewussten nach, ob es eine solche Wut gibt!“

Die Antwort der hypnotischen Hände war eindeutig. Es gab diese Wut!

„Wollen Sie tun, was Ihnen Ihr Unbewusstes rät?“

„Es fällt mir sehr schwer!“

„Ich glaube Ihnen, daß das Ihnen schwerfällt. So schwer, daß Sie diese Wut, diesen Hass auf Ihre Mutter bis heute verdrängt haben. 

Sie stehen jetzt vor der Entscheidung, ob Sie zu dieser Wut jetzt stehen wollen und die Mutter in die Jauchegrube werfen oder nicht.“

Der innere Kampf spiegelte sich im Gesicht von Dietrich Christiansen wider. Er hielt den ganzen Körper angespannt. Schließlich ließ die Spannung schlagartig nach. 

„Ich hab’ die Alte in die Jauchegrube ihres Vaters gestoßen, der hatte einen Bauernhof.“ 

„Und was passiert jetzt?“

„Sie heult. Sie ist wieder rausgeklettert.“

„Sicher gibt es auch Ihr etwas zu sagen, das aus Ihrem Herzen kommt?“

Christiansen sagt nichts, nickte aber. 

Der Coach bemerkte, daß sich Tränen in den Augen seines Gegenübers bildeten. Dieser saß jetzt ganz ruhig vom ihm, nur die Augen unter den geschlossenen Lidern bewegten sich. 

„Ich habe ihr gesagt, wie sehr mich das enttäuscht hat, daß sie mir nicht gegen meinen Vater geholfen hat. Daß ich mich von ihr verraten gefühlt habe. Wo ich sie doch so liebe!“

„Und was wollen Sie jetzt machen?“

„Ich spritze sie gerade mit einem Wasserschlauch ab, damit sie die Jauche wieder los wird. Sie muss andere Sachen anziehen.“

„Wenn Ihr Unbewusstes einverstanden ist, kann jetzt wieder die linke Hand zum Gesicht gehen und Sie wissen lassen, was jetzt noch zu tun ist!“

Wieder bewegte sich die Hand langsam zur linken Schläfe.

„Ich soll ihr verzeihen!“

„Und, sind Sie dazu bereit?“

„Es fällt mir schwer!“

„Unsern Eltern zu verzeihen, fällt uns am schwersten. Weil wir sie als Kinder innig lieben. Und weil die Enttäuschung über sie - und alle Eltern enttäuschen ihre Kinder irgendwie und irgendwann - so groß ist.

 Und manchmal ist das ein großer Schmerz, den wir da abtrauern müssen. 

Und außerdem heißt den Eltern verzeihen, sich von ihnen ablösen. 

Hass bindet, Liebe löst. Denn Liebe sagt „Ja!“ zum anderen Menschen. 

Wenn ich andere Menschen akzeptiere, trennt mich das von ihnen. Denn ich erkenne und anerkenne sie als ein anderes und eigenständiges Wesen. Ein Wesen aus eigenem Recht, in seiner eigenen Existenz. Es bedeutet, statt ‚haben wollen, sein lassen’!

Otto Renansen schwieg eine Weile, dann fragte er: „Und wie ist es mit Ihrem Vater? Können Sie dem verzeihen?“

„Ich glaube schon. Irgendwie hat er es ja auch gut mit mir gemeint. Aber da ist auch noch eine Wut!“

„Lassen Sie sich von Ihrem Unbewussten sagen, was Sie mit dem Vater tun sollen. Dazu kann wieder die linke Hand von alleine zur Schläfe gehen und sie es wissen lassen!“

„Er soll Filzpantoffel fressen!“

„Filzpantoffel?“

„Er konnte von Kind auf es nicht ertragen, wenn jemand auf Filz biss. Dann hat er Zustände bekommen.“

„Und wollen Sie ihn jetzt Filzpantoffel fressen lassen?“

 „Ja, und die werde ich jetzt dick mit Mayonnaise bestreichen. Die soll er jetzt fressen, alle beide!“ 

Ein triumphierendes Grinsen zog über das Gesicht des Sohnes. 

„Naja, die Gummisohlen nicht. Nur den Filz!“

Das Grinsen blieb auf seinem Gesicht, während er körperlich unbeweglich vor Renansen saß und ganz mit dem inneren Geschehen beschäftigt war. Minute um Minute verstrich.

„So, ich glaube, das reicht jetzt!“ sagte Christansen. Sein Gesicht hatte sich wieder entspannt. Das Grinsen war geschwunden.

„Fragen Sie bitte ihr Unbewusstes, ob es wirklich reicht oder ob noch etwas anderes geschehen soll!

 Wenn es reicht, kann eine Hand von alleine nach untern gehen; wenn noch etwas geschehen muss, kann eine Hand nach oben gehen und es das Bewusstsein wissen lassen.“

Prompt schwebte die linke Hand in hypnotischer Levitation langsam in Richtung Gesicht. 

Als sie die Wange erreichte, meldete sich sein Gegenüber erneut: „Ich soll ihm einen Schnaps geben, damit er besser verdauen kann.“

„Und wollen Sie das tun?“

„Klar, ich will ja nicht so sein! Es ist jetzt genug!“

„Dann fragen Sie Ihr Unbewusstes über die Hände, ob es jetzt möglich ist, sich mit dem Vater zu versöhnen und ihm zu verzeihen oder ob er noch eine weitere Strafe erhalten soll.“

Das Unbewusste signalisierte, daß jetzt eine Versöhnung mit dem Vater möglich sei.

„Sind Sie bereit, sich mit Ihrem Vater zu versöhnen?“ fragte Renansen.

„Ja, er war ja sonst kein schlechter Vater. Es hat mir wirklich gut getan, ihn für sein Fehlverhalten zu strafen. 

Es war wunderbar mitzuerleben, wie er den Filz fressen musste! So wie ich immer seine Zweifel an mir und seine ewigen Ermahnungen runterschlucken musste. 

Aber jetzt soll es genug sein! Ich will das hinter mich lassen!“

„Dann gehen Sie innerlich zu Ihrem Vater und treten Sie vor ihn! 

Sagen Sie ihm noch einmal in Ihren eigenen Worten, was Sie ihm vorzuwerfen hatten und schauen Sie ihm dann in die Augen! 

Und dann drücken Sie es mit Ihren eigenen Worten und von Herzen aus, daß Sie ihm verzeihen! Jetzt!“

Augenblicklich vertiefte sich die Hypnose spontan und Otto Renansen konnte an den Körperregungen beobachten, wie bewegend die innere Szene ablief. 

Tränen begannen aus den geschlossenen Augenlidern des Mannes zu laufen. 

Schließlich schnüffelte Dietrich Christiansen und holte ein buntes Taschentuch aus der rechten Hosentasche. Er putzte sich die Nase etwas umständlich, als ob er sich seiner Tränen schämen würde.

Da offensichtlich war, daß sich die Hypnose abgeschwächt hatte, bat Renansen ihn, beim Unbewussten über die Hände nachzufragen, ob noch etwas getan werden müsse. 

Die ideomotorische Antwort des Unbewussten verneinte dies.

„Fragen Sie bitte über die Hände Ihr Unbewusstes, ob damit der Tinnitus ein für alle Mal erledigt ist!“

Die Antwort war ein klares „Ja!“.

Daraufhin forderte der Hypnotist Christiansen auf, sich bei seinem Unbewussten zu bedanken und die Hypnose durch Rückwärtszählen aufzulösen.

„Jetzt brauchen Sie nur noch einen weiteren Schritt zu machen, nämlich sich mit Hilfe Ihres Unbewussten auf Erfolg bei Ihrem Auftrag zu programmieren“, fuhr er fort. 

„Dazu werden wir beim nächsten Treffen die SILERLEK-Methode verwenden.

Bitte, machen Sie dazu kurzfristig mit Frau Herr einen Termin aus!“

 

 

Von Liebe und Verzeihung

 

„Das ist ja schrecklich!“ brach es aus Susanne Herr heraus, als Otto Renansen ihr von den Bestrafungen der beiden Eltern Christiansen erzählte.

„Wie kann man so etwas seinen Eltern nur antun!“

„Das ist ja noch harmlos und zivilisiert gewesen! Da bin ich ganz andere Dinge gewohnt! Der Hass in den Menschen ist oft ganz furchtbar. 

Machen sie sich klar, Hass entwickelt sich aus enttäuschter Liebe. Je grösser die Liebe und die Enttäuschung, desto furchtbarer ist der Hass. 

Dann genügt es nicht, jemanden mit Filzpantoffeln zu quälen oder in die Jauchegrube zu werfen. Dann muss getötet und blutig gefoltert werden! Dann geht es rund, sage ich Ihnen!“

„Aber doch nicht bei allen Leuten!?“

„Ganz selten gibt es auch Menschen, die Ihren Eltern, auch ohne sich rächen zu müssen, verzeihen können. Aber nach meiner Erfahrung müssen die meisten Menschen sich rächen, ehe sie verzeihen können. 

Und es gibt auch nicht wenige, die niemals verzeihen und lebenslang auf Rache sinnen. Selbst wenn sich ihnen in Hypnose die Chance ergibt, sich auszutoben und das Gift des Hasses, das sie belastet oder sogar zerstört, herauszulassen. 

Es ist nicht nur die emotionale Entlastung, die dabei hilft. In Hypnose können die Menschen in einem geschützten Raum - weil alles hypnotisch symbolisiert wird - ihre emotionale Wahrheit erleben und annehmen. Das verändert sie, weil nur die Wahrheit heilt. 

Und wenn sie ihren Schmerz, ihre Enttäuschung und ihren Hass zugelassen haben, bekommen sie auch wieder einen Blick auf die andere Seite, die Liebe. Das führt dann zur Verzeihung.

Hass auf die Eltern ist tabuisiert, darf nicht sein. Deshalb wird er unterdrückt und häufig auch vor sich selbst verleugnet. Ja, sogar oft tief verdrängt.

Vordergründig werden dann zu Ablenkungs- und Leugnungszwecken die Bekundungen von Zuneigung meist sogar verstärkt. So daß alle Welt, und oft auch die Person selbst, an eine wunderbare Liebe glauben, der Hass aber sitzt in ihnen und wühlt und macht sie krank. 

Andere wieder entlasten sich, indem sie den Hass nach außen wenden. Die werden dann bösartig und quälen andere Menschen, Kinder oder Tiere.

Bei der hypnotherapeutischen Technik, die ich bei ihm eingesetzt habe, wirkt die Hypnose wie eine Entgiftungsanstalt, wenn der Hass endlich einmal herausgelassen werden kann. 

Das, was heilt und die Neurose auflöst, ist die Wiederherstellung der Realität. 

Diese lautet, wie bei jedem gesunden Menschen: ‚Ich hasse und ich liebe’ – immer beides! 

Es gibt keinen Menschen, den wir nur lieben. Und es gibt auch keinen Menschen, den wir nur hassen! 

Die Probleme entwickeln sich in dem Moment, wo wir die Spannung zwischen Liebe und Hass nicht mehr aushalten wollen oder können und uns auf nur eine Seite der Gefühle schlagen. 

Oder versuchen, den gesamten Konflikt zu leugnen oder gar zu verdrängen.

Das Unbewusste, das ja immer dabei war, was wir auch immer getan, gefühlt oder gedacht haben, weiß um diese Zusammenhänge. 

Wenn man ihm im Rahmen der Hypnose die Möglichkeit gibt, das krankhafte Leugnungs- und Verdrängungsgeschehen zu korrigieren, nutzt es das sofort.

Das Unbewusste führt dann das Ich durch den Heilungsprozess des symbolischen Strafens, Folterns und Tötens. Gruselig zwar, aber heilsam.

Es geht dabei nicht primär um das Foltern und Töten, sondern letztlich um das Verzeihen. 

Denn verzeihen heißt abschließen. 

Und das Abschließen führt zur Ablösung von den Eltern und zur Selbstannahme einschließlich der Realitätsannahme. 

Das ist der Prozess der Heilung, der dabei abläuft. Denn nur die Wahrheit heilt! 

Vor über hundert Jahren hat Sigmund Freud das schon erkannt. 

Er hat das im Konflikt zwischen dem Wunschprinzip und dem Realitätsprinzip beschrieben. 

Der Wunsch als schwacher Bruder der Forderung ist eine Aggression gegen die Realität des Status quo. 

Und Verdrängung und Realitätsleugnung dieses Konflikts ist das Wesen der Neurose und der Psychose. Es ist das was psychisch krank macht oder uns an einem erfolgreichen Leben hindert.“

„Aber trotzdem, muss das denn immer so blutig sein? Geht das nicht auch ein wenig weniger dramatisch?“ warf die Sekretärin ein.

„Nein! Man kann Gefühlsprobleme nicht mit dem Verstand lösen. 

Der Verstand kann die Gefühle nur kontrollieren. Damit verschwinden die Gefühle und die Konflikte jedoch nicht! 

Das ist der Grund, warum so viele Leute Probleme haben und ich einen guten Job! Und Sie auch!“ Otto Renansen lachte jetzt seine Sekretärin an.

Die Sekretärin lachte nicht mit, sondern fragte ernst: „Meinen Sie, daß wir von den Gefühlsproblemen der Menschen leben?“

„Nein! Als Psychotherapeut und Hypnotherapeut habe ich von den ungelösten Gefühlsproblemen der Menschen gelebt, respektive meiner Fähigkeit, ihnen bei der Lösung dieser Probleme zu helfen. 

Es war meine Aufgabe, sie in Kontakt mit ihrem Unbewussten zu bringen, damit dieses dann die Heilung vollzog. 

Die Heilung setzte ein, wenn das Ich der Person bereit war, sich der Führung des Unbewussten anzuvertrauen. 

Heilung besteht immer in der Realitätsannahme, der Ablösung vom Elternhaus und der daraus resultierenden Selbstannahme. Neben seelischen oder emotionalen Traumatisierungen sind das die Probleme, die allen psychischen und psychosomatischen Symptomen und Erkrankungen zugrunde liegen. 

Solange die Menschen sich nicht annehmen, sprich, die eigene Realität akzeptieren, bleiben sie an der Außenwelt und deren Vorstellungen und Forderungen anderer Menschen orientiert. 

Sind diese wiederum geistig und psychisch krank, bleibt auch die Person, solange sie auf diese Umwelt, also Familie, Religion und Gesellschaft, bezogen ist, selbst problematisch oder krank. 

Als Erfolgs- und Selbstentwicklungscoach lebe ich von dem Willen meine Kunden, die in Leben oder Beruf empfundene Ratlosigkeit oder Erfolgshemmung mittels der Kompetenz der Person und ihres eigenen Unbewussten zum eigenen Wohl zu überwinden. 

Wenn sie das nicht können oder wollen, sind sie psychisch krank. Dann arbeite ich nicht mit ihnen, sondern schicke sie zu einem Hypnotherapeuten.

Das ist ein kleiner und feiner, aber wesentlicher Unterschied. 

Meine Kunden wollen Unwissenheit, Ratlosigkeit, Ambivalenzen und Hemmungen auf ihrem Erfolgsweg überwinden. 

Sie sind auf ihrem Weg, treffen dabei aber auf Schwierigkeiten, die sie lösen wollen. 

Sie vertrauen ihrer persönlichen Kompetenz und suchen Rat und Hilfe auf ihrem Weg. 

Patienten aber halten sich für Opfer der Gene, der Umwelt, der Gefühle, der Eltern, der Priester oder ihrer eigenen Fehler. 

Sie haben abgedankt und halten sich für krank, schwach oder minderwertig und wenn sie religiös sind, von Gott verworfen oder vom Teufel verfolgt. Deshalb wollen sie, daß jemand anderes für sie die Verantwortung übernimmt.

Meine Kunden wollen kämpfen! Das unterscheidet sie von Patienten.

 

 

Der Durchbruch 

 

„Sie hatten Recht!“ empfing ihn die Sekretärin. 

„Frau Kammerer hat sich einen neuen Termin geben lassen. Sie kommt heute Morgen um elf.“

Otto Renansen nickte erfreut. 

„Prima! Hat sie irgendetwas gesagt?“ 

„Nein! Sie hat nur um einen Termin gebeten.“

„Was macht Ihre Zauberwiese, Frau Herr?“

„Das ganze Gras ist schon niedergetreten, so oft war ich auf ihr“, scherzte sie. 

„Es klappt ganz prima! 

Am meisten bringen mir die Gespräche mit der weisen Instanz. 

Es ist wirklich erstaunlich, wie tiefgreifend unsere Gespräche sind. Und wie liebevoll! Wir können sogar miteinander lachen. Es ist eine wirkliche Bereicherung in meinem Leben!“

„Das freut mich!“

Otto Renansen verließ den Raum und setzte sich in seinen Sessel. 

Er hatte noch eine Stunde Zeit, bis Frau Kammerer kommen würde. Er beschloss, Musik zu hören und stellte den hr2 im Radio ein.

„Ich möchte weiter mit Ihnen zusammenarbeiten, wenn Sie mich nicht zwingen, mit der Spinne zu reden“, eröffnete Gerda Kammerer das Gespräch. 

Sie hatte etwas umständlich Platz genommen und sich von dem angebotenen Ceylon Tee eingegossen.

 Sie hielt den Kopf leicht gesenkt, während sie Kandiszucker in den Tee gab und langsam umrührte.

Otto Renansen rührt auch noch in seinem Tee, schaut sie aber direkt an. 

„Ich zwinge Sie ganz gewiss nicht! Ich mache höchstens Vorschläge. Denen können Sie zustimmen oder sie ablehnen. Ich bin für Sie da! Nicht umgekehrt!

Und wenn Sie mir sagen, daß Sie nicht mit der Spinne sprechen wollen, dann ist das eben so. 

Ich werde das respektieren!“

Sein Gegenüber hob den Kopf und sah ihn prüfend an. 

„Gut!“ sagte sie. „ich habe über den Fall mit der anderen Spinne nachgedacht. 

Die andere Frau hat Glück gehabt, daß ihre Spinne nicht so groß war. Wäre sie so groß wie meine gewesen, wäre sie auch durchgedreht!“

„Das wäre durchaus möglich gewesen“, stimmte Renansen zu. 

„Aber lassen Sie uns doch Ihr Unbewusstes fragen, welche psychische Funktion das Erscheinen Ihrer Spinne hatte.“

„Das war nicht meine Spinne! Das war eine Riesenspinne! Die war einfach plötzlich da. Aber gut! Wir können ja fragen, welche Funktion die Spinne hatte“, ärgerte sich sein Gegenüber.

Der Coach erklärte ausführlich, was hypnotische Ideomotorik war, wie sie in der Hypnose genutzt wurde und ließ dann Frau Kammerer in Ideomotorische Hypnose gehen. 

Er variierte sein Vorgehen jedoch, indem er ihre linke Hand nahm, diese locker schüttelte und dann in Vorhalte vor der Brust in eine schwebende Haltung brachte. 

Dann bat er das Unbewusste, die Kontrolle über diese Hand zu übernehmen und sie als Schutzhand dort schweben zu lassen. Sie solle durch eine Bewegung nach oben anzuzeigen, wenn irgendetwas nicht gut für Frau Kammerer sei oder ein Stopp der Hypnose oder des ablaufenden Prozesses, aus welchen Gründen auch immer, sinnvoll sei.

Dann bat er das Unbewusste, sich über die rechte Hand auszudrücken, nachdem er diese ebenfalls vor ihre Brust gehoben hatte. 

Wenn diese von alleine nach unten gehe, solle das „Ja!“ bedeuten, wenn sie jedoch nach oben gehe, „Nein!“.

„Unbewusstes, hatte das Erscheinen der Spinne damals eine Schutzfunktion?“ war seine erste Frage. 

Die Antwort war ein klares „Ja!“

„Unbewusstes wurde hauptsächlich Gerda geschützt?“

Die Antwort war ein ebenso klares „Nein!“.

Nach einer Reihe von immer präziseren Fragen schälte sich am Ende heraus, daß das Erscheinen der Spinne hauptsächlich die Mutter beschützen sollte. 

„Unbewusstes, die Mutter zu schützen, war das eine Aufgabe, die sich Gerda selbst gestellt hatte?“

Die rechte Hand ging jetzt zügig nach oben. 

„Unbewusstes, wenn Du einverstanden bist, schwebt jetzt diese rechte Hand weiter nach oben, bis sie das Gesicht erreicht und das Bewusstsein wissen lässt, von wem der Auftrag kam, die Mutter zu schützen!

„Da ist die Idee, daß das der Vater war“, meldete sich Gerda Kammerer, als die Hand ihre rechte Augenbraue berührte.

„Wenn das korrekt ist, Unbewusstes, dann lasse die Hand wieder in die alte Stellung sinken! Wenn nicht, kann sie noch verweilen, bis die richtige Antwort da ist. Und dann kann sie nach unten gehen!“

Die Hand schwebte sofort nach unten.

„Der Auftrag, die Mutter zu schützen, kam also vom Vater. Was meinen Sie, weshalb ist ihm das so wichtig gewesen? 

Und wovor sollte die Mutter geschützt werden? 

Worin bestand denn eine Gefahr für die Mutter, wenn Sie, die Tochter, beruflich erfolgreich sind?“ fragte Renansen und wartete gespannt auf die Antworten.

„Ich weiß nicht! Als ich erfolgreich war, und das war ich ja, habe ich meinem geschiedenen Mann bewiesen, daß ich auch ohne ihn leben kann. Das war doch gut für mich und meinen Jungen!“

„Ganz sicher war das für sie und Ihren Jungen gut, daß Sie erfolgreich waren! 

Aber, Frau Kammerer, was bedeutete denn eine erfolgreiche Tochter für Ihre Herkunftsfamilie?“

„Daß ich erfolgreich bin, wäre ihnen schon recht gewesen. 

Nur daß ich nicht zu Hause in Kassel war, war ihnen nicht recht. 

Und das ich mich habe scheiden lassen, das war ihnen nicht recht. 

Und vor allem, daß ich bewiesen hatte, daß ich selbstständig sein konnte und mein Leben alleine führen konnte, ohne die Familie, das war ihnen nicht recht!“

„Also das Thema der Ablösung! 

Wenn sie erfolgreich und aus sich heraus alleine und erfolgreich leben können, bedeutet das ja, daß Sie erwachsen sind und die Familie nicht mehr brauchen, um ein eigenes Leben zu führen, hier in Frankfurt.“

„Ja, das stimmt schon!“

„Und wo ist die Gefahr für Ihre Mutter?“

„Eigentlich gibt es ja keine Gefahr. Eigentlich könnte sie ja auf mich stolz sein. Ich bin doch ihre Tochter! Aber wenn ich mir das so ansehe; es gab zwar keine Gefahr für meine Mutter, aber für ihre religiösen Ansichten. 

In denen kam es nicht vor, daß Frauen alleine und erfolgreich ohne die Männer leben. Und auch noch geschieden! Die religiösen Ansichten meiner Mutter waren gefährdet.“

„Und wie kommt da Ihr Vater ins Spiel?“

„Sie bestimmte sowieso alles in der Familie. 

Er hat gearbeitet und die Familie ernährt, aber zu sagen hatte er nichts. Vielleicht hatte er Angst, daß ihm meine Mutter abhanden kommt, wenn sie diese religiösen Ansichten über das Frau- und Mannsein nicht mehr gehabt hätte. 

Vielleich hatte er die Angst, verlassen zu werden?“

„Das könnte schon sein“, meinte Renansen, „Frauen verachten Männer, die ihnen gehorchen. 

Vielleicht waren Sie das böse, gute Beispiel, das aufgezeigt hat, was möglich wäre. 

So gesehen, hat ihr Erfolg nicht nur die religiösen Ansichten Ihrer Mutter bedroht, sondern auch den Zusammenhalt der Familie. 

Das könnte auch erklären, warum sich ihre Geschwister gegen sie gestellt haben, abgesehen von deren Neid auf Ihren Erfolg. 

Und sie haben mit Ihrem erfolgreichen Handeln auch die Machtstellung der Mutter bedroht. 

Alle in der Familie, außer Ihnen, haben diese Machtstellung der Mutter respektiert. 

Man kann das aber auch noch anders sehen! 

Es könnte ja auch sein, daß alle die Machtposition der Mutter ausgebeutet haben und interessiert daran waren, daß diese beibehalten wurde. 

Weil sie sonst die Sicherheit der mütterlichen Führung im Leben verloren hätten und dann selbst erwachsen hätten werden müssen.

Man kann das ja auch so sehen, daß die Mutter auf ein eigenes Leben weitgehend verzichtet hat, um genau die Rolle auszufüllen, die sie gelebt hat. 

Ohne die religiösen Ansichten wäre sie vielleicht auch einen anderen Lebensweg gegangen. 

Wenn es so gewesen wäre, hätten die religiösen Vorstellungen eine zentrale Bedeutung gehabt. Sie wären das Schlüsselelement des gesamten Familiensystems gewesen.

Und da gilt ja auch der Umkehrschluss! 

Wenn Sie erfolgreich und selbständig leben, dann hätte das Ihre Mutter auch gekonnt. Sie sind schließlich Ihre Tochter. Was die kann, kann die Mutter auch! 

So gesehen, konnte die Mutter in Ihnen sehen, was Sie sich aufgrund ihrer religiösen Vorstellungen verkniffen hat. Daß sie existenziell gescheitert war. 

Falls sie unter dieser Erkenntnis zusammengebrochen wäre, hätte mit Ihrer Ausnahme die gesamt Familie keinen Halt und keine Führung mehr gehabt. Überall hätte für alle Selbständigkeit, Selbstverantwortung und die nötige Selbstannahme gedroht!“

„So habe ich das noch nie gesehen!“ sagte Frau Kammerer nachdenklich.

„Nehmen wir einmal an, diese Überlegungen würden zutreffen, dann waren Sie in dem Moment, als die Spinne kam, in einer großen Ambivalenz gefangen.

 Auf der einen Seite wollten Sie erfolgreich und damit erwiesenermaßen selbständig sein, auf der anderen vielleicht ganz genauso stark Ihrer Familie gegenüber loyal sein. Eine paradoxe Situation: Ganz egal, was Sie tun, es hat negative Folgen! 

Vielleicht hat die Situation für Sie so ausgesehen, daß Sie Ihre Selbstindividuation mit schweren Schuldgefühlen hätten erkaufen müssen, weil Sie die ganze Familie aus dem Gleichgewicht gebracht und eventuell zerstört hätten.

Da war die Psychose der Ausweg. 

Die Familie blieb wie sie war und sie blieben erfolgreich, ohne die Familie zu gefährden. Denn dem Erfolgsweg einer Verrückten wäre niemand aus der Familie gefolgt.

Mein Verdacht: Die Spinne symbolisiert sowohl die gefährliche, bindende Mutter, als auch gleichzeitig das Mandala, vor dem Sie Angst hatten. 

Das Mandala steht symbolisch für die Eingliederung in das große Ganze der Welt - in dem Moment, wo Sie sich bewiesen hatten, daß Sie kompetent, selbstständig und erwachsen waren. Also die Ablösung in das Erwachsensein!

Demnach wären in Ihrer Ambivalenz beide typischen, unbewussten Symbolisierungen wirksam gewesen - die giftige aussaugende Spinnenmutter und das Mandala Symbol der gelungenen Integration des Ich in die Welt. 

Denn das Unbewusstes sieht im Spinnennetz mit der Spinne in der Mitte häufig ein archetypisches Mandala.“

Gerda Kammerer saß mit bleichem Gesicht in ihrem Sessel, rührte sich nicht und sagt auch nichts. Die Schutzhand stand unbeweglich in der Luft.

Der Hypnotist wartet eine Weile, ehe er vorsichtig vorschlug: „Wir könnten, wenn Sie einverstanden sind, Ihr Unbewusstes fragen, ob meine Hypothese im Wesentlichen richtig ist!?“

Nach einer Weile nickte der Kopf der Frau. Sie schwieg immer noch.

„Unbewusstes, wenn die Hypothese, die ich zuletzt geäußert habe, im Wesentlichen richtig ist, dann kann die recht Hand von alleine nach unten gehen; wenn nicht, nach oben!“

Ein kurzes Zögern, dann begann die rechte Hand langsam nach untern zu schweben, um dann plötzlich auf den Oberschenkel zu fallen. 

Gerda Kammerer begann am ganzen Körper zu zittern.

Otto Renansen schaute besorgt auf die Schutzhand. Sie blieb jedoch unbeweglich schweben. Er war erleichtert. 

Die Frau vor ihm begann jetzt stumm zu weinen. 

Er ließ sie weinen. 

Er holte ein Tempotaschentuch aus seiner Schreibtischschublade und reichte es ihr.

Nach einigen Minuten beruhigt sich Frau Kammerer und er intervenierte.

„Unbewusstes, wenn Du schon eine gute und gesunde Lösung für das Problem von Gerda hast, lasse die rechte Hand wieder nach oben schweben! 

Wenn nicht, kann die Schutzhand nach unten gehen! Dann wissen wir, daß eine gute und gesunde Lösung erst noch entwickelt werden muss!“

Vielleicht zwei Minuten passierte gar nichts, außer das die letzten Tränen versiegten und aufhörten, über die Wangen der Frau vor ihm zu laufen. Dann begann erst ganz langsam, dann immer schneller die rechte Hand nach oben zu schweben.

„Sehr gut, Frau Kammerer! Ihr Unbewusstes kennt schon eine gute und gesunde Lösung Ihres Problems. Das bedeutet auch, daß Sie auch Ihr Ziel, wegen dem Sie zu mir gekommen sind, erreichen werden. 

Ich freue mich!

Bitte lösen Sie die Hypnose jetzt auf, indem Sie von zwanzig auf eins langsam zurückzählen! 

Bedanken Sie sich bitte vorher aber bei Ihrem Unbewussten!“

Als Gerda Kammerer ihre Augen öffnete, waren diese verweint. Sie selbst war jedoch ruhig.

„Für heute reicht es!“ sagte Otto Renansen. 

Und es reichte wirklich!

Sie verabschiedeten sich mit Handschlag.

Seine Sekretärin war noch da. 

Er fragte: „Haben wir noch eine Flasche Sekt?“

„Ja.“

„Dann lade ich Sie zu einem Gläschen als Aperitif ein! 

Bei Frau Kammerer ist der Durchbruch gelungen. Sie wird nicht nur wieder ganz gesund, sondern auch erfolgreich sein!“

„Das ist aber schön!“ meine Susanne Herr. 

Sie stießen an und prosteten sich zu. 

„Übrigens, wir haben drei neue Anmeldungen, zwei über Herrn Seidel, eine über Herrn Christansen. 

Er lässt ausrichten, daß sein Tinnitus weg ist und er in drei Wochen noch einmal kommen wird.“

So konnte es weitergehen, dachte er und lachte seine Sekretärin an. 

„Darf ich Ihnen zur Feier des Tages einen Kuss auf die Wange geben?“ fragte er schelmisch.

Sie nickte.

Er küsste sie.

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

 

Der Roman "Der Hypnotist - Der Hase im Café" kommt mit dieser letzten Fortsetzung zum Wochenende zu seinem guten Ende. Ihm folgt nächste Woche der Roman "Der Hypnotist - Blumen für den Säufer" . Auch diesen Roman können Sie kostenlos in wöchentlichen Fortsetzungen lesen.


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Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Ihr Götz Renartz

 

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Der Hypnotist –

 

Spiegelsex

 

 

Roman von Götz Renartz

Kaum haben sie selbst ihre Bindungsscheu überwunden und geheiratet, werden Otto Renansen, der Hypnotist, und seine Frau Susanne Herr mit den sexuellen Problemen ihrer Kunden konfrontiert.

Einem Bereich, wo nichts so ist, wie es scheint. Und wo dunkle Geheimnisse und Kräfte Ehen und Karrieren bedrohen.

Als der Hypnotist sich auf die Suche nach den verborgenen Quellen der psychosexuellen Störungen eines Geschäftsmannes macht, wird er in ein Verbrechen hineingezogen.

 

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Der Hypnotist –

 

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Es sieht nicht gut aus für Edmund Brasse, den Film- und Fernsehunternehmer. Er ist spielsüchtig, hoch verschuldet und hat Geld unterschlagen. Seine Frau hat sich scheiden lassen und die Kinder mitgenommen. Und er selbst steht unter der strengen Aufsicht seines Vaters.

Sein Leben droht zu scheitern. Verzweifelt sucht er Hilfe bei Otto Renansen, dem Hypnotisten. Der aber muss sich noch um einen Mannn mit grell-lila Irokesenfrisur kümmern, der sich von unheimlichen Kräften verfolgt fühlt.

Das Spiel des Lebens hat Gewinner und Verlierer. Und es wird anders gespielt als die Spieler denken.

 

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ISBN 978-3-8442-8039-5

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Der Hypnotist –

 

Lauf' um dein

 

Leben!

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Furchtbare Fratzen und drohende Stimmen haben Annelisa Hartmann in den Wahnsinn getrieben. Dreimal war sie schon in der Psychiatrischen Klink. Beim vierten Mal ist sie extrem abgemagert, weil sie alles erbricht. Nur Milch trinkt sie in großen Mengen. Die Schwiegermutter will sie loswerden, ihr Mann ist verzweifelt. Und niemand will mit ihr psychotherapeutisch arbeiten. Da nehmen Otto Renansen und seine Frau sie als Kundin für das hypnotische Selbstmanagement an.

Zum Erstaunen seiner Frau lässt sie der Hypnotist Eier kochen. Und das Unbewusste will, daß sie schwarze Pferde striegelt. Wird sie sich mit Hypnose und ihrem Unbewussten retten können?

 

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ISBN 978-3-8442-8491-1

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Der Hypnotist -

 

Ob es Liebe ist?

 

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Hypnothera-peut Otto Renansen hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement grün-det.

Verwirrende Aufträge kon-frontierten ihn mit den Sehn-süchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache.

Er ist erfolgreich geworden. Und der Erfolg konfrontiert ihn mit einer Vielzahl schwieriger Fälle, die ihn herausfordern. Was er dabei erlebt, erzählt dieses Buch.

Das Buch gibt Einblick, in das, was unter den Krank-heiten der Menschen liegt.

Und es führt tief in die Bereiche, die Menschen wirk-lich bewegen und ihr Leben bestimmen.

Im Guten, wie im Bösen.

Die Liebe.

 

 

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ISBN 978-3-7375-3721-6

 

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Der Hypnotist

 

und der tote

 

Afrikaner

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Psychiater und Hypnotherapeut Otto Renansen  hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement gegründet.

Verwirrende Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Doch was diesmal passiert, hat er noch nie erlebt.

 

"Ich bin tot, ich bewege mich nur!" Das sagt der Afrikaner. Und damit beginnt das Abenteuer für den Hypnotisten. Und bringt ihn an die Grenzen seines Verständnisses.

Zumal er auch mit schweren Fällen von Magersucht zu kämpfen hat - und seine Frau ein Kind bekommt.

 

Aber die Geister Afrikas sind wach geworden und fordern ihr Recht.

Mitten in Frankfurt.

 

 

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Wichtige Hinweise

 

Alle Personen und ihre Handlungen in meinen Romanen sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind rein zufällig.

 

Die in diesem Romanen geschilderten Hypnose-methoden sind so wirksam, wie sie dargestellt werden. Der Autor warnt ausdrück-lich davor, sie ohne Rat und Anleitung eines erfahrenen und gut ausgebildeten Hypnotherapeuten anzuwenden.

 

Psychisch labile oder kranke Menschen sollten ihren Arzt oder Psychiater oder Psychotherapeuten um Rat fragen, ob sie diese Romane lesen sollen.

 

Selbstorganisatorisch orientierte Hypnothera-peuten/ innen finden sich auf der Hypnotherapeuten-liste des Zentrum für Angewandte Hypnose.

 

www.hypnotherapeutenliste.de

 

Ärzte, Zahnärzte, Kindertherapeuten, Psychotherapeuten und die medizinischen Assistenz-berufe erhalten eine strukturierte und durch die Deutsche Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. zertifizierte Aus- und Fortbildung in Selbstorga-nisatorischer Hypnose und Hypnotherapie im Zentrum für Angewandte Hypnose in den Bereichen Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland.

 

www.renartz.de; info@renartz.de  

 

Die selbstorganisatorisch-hypnotische Erfolgs- und Selbstmanagementmethode der Legas-Strategie ® kann am Zentrum für Angewandte Hypnose, Bonifaziusstr. 2 in 55118 Mainz; Tel. 06131-363662;

info@renartz.de;

 

von jeder psychisch gesunden, volljährigen Person erlernt werden.

 

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Der Hypnotist ® ist als Gemeinschaftsmarke in der Europäischen Union geschützt. Alle Rechte, einschließlich des Copyrights ©, liegen bei Götz Renartz.