Der Hypnotist
Der Hypnotist

In wöchentlichen Fortsetzungen kostenlos lesen

Der Hypnotist

             

 

Der Hase im Café

 

 

Der erfahrene Hypnotherapeut Otto Renansen ordnet nach seiner Scheidung sein Leben neu und gründet eine Firma für Erfolgs- und Selbstmanagement. Dazu nutzt er hocheffektive, selbstorganisato-rische Hypnosestrategien.

 

Die verwirrenden ersten Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Sogar mit dem Wahnsinn einer Kundin muss er sich auseinandersetzen.

 

 Um den Herausforderungen seiner Tätigkeit gewachsen zu sein, reflektiert er sein Leben und seine berufliche Entwicklung und sucht Hilfe bei seinem eigenen Unbewussten. Ein neuer Freund und eine selbstbewusste Frau öffnen ihm den Weg in ein neues Leben.

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Gesunde und krankhafte Halluzinationen

 

Frau Herr fragte ihn, als er ihr von seiner neuen Kundin erzählte, ob er glaube, daß diese noch verrückt sei. 

„Ich glaube nicht“, erwiderte er. „Aber ich denke, daß sie damals, als sie die Spinne sah, eine akute Psychose hatte. 

Wie lange die angehalten hat, weiß ich nicht. Auf jeden Fall längere Zeit, denn sonst hätte man sie nicht berentet.“

Aber das mache nichts, hatte er erklärt. Er sei ja nicht nur ein Erfolgscoach für den Beruf, sondern auch ein Coach für Selbstindividuation und Selbstentwicklung. Wenn jemand sich aus sich heraus zu sich selbst entwickeln wolle, sei er der richtige Mann. Wo man dabei starte, sei egal. Wenn es eine Schizophrenie oder eine andere Psychose sei, spiele das keine Rolle. Derjenige dürfe nur nicht akut psychotisch sein und müsse ein funktionierendes Ich besitzen.

Als Psychiater und Psychotherapeut, auch als Hypnotherapeut habe er, als er noch eine Praxis gehabt hatte, gerne und erfolgreich mit Psychotikern gearbeitet. Sie hätten jeweils nur psychotherapiefähig sein müssen. Manchmal hätten sie dazu erst in eine psychiatrische Klinik gemusst oder hätten Psychopharmaka einnehmen müssen.

„Psychopharmaka heilen keine Psychose“, erklärte er seiner Sekretärin. „Psychopharmaka sind wertvoll, sie können helfen. Sie beruhigen und können die gestörten Neurotransmitter, die Botenstoffe im Gehirn, wieder in ein halbwegs normales Funktionsgleichgewicht bringen. 

Aber sie beseitigen nicht die Ursachen der Probleme. Und die sind zum Beispiel bei der Schizophrenie überwiegend psychischer Natur. Der Betreffende hat entweder massive Probleme mit sich selbst oder mit seiner Familie.

Natürlich gibt es auch genetische Probleme. Das hat die Zwillingsforschung erwiesen. Aber genetische Probleme sind nur eine der Grundlagen der Erkrankung. Und sie sind für die Behandlung nicht relevant, weil man an ihnen derzeit nichts ändern kann.“

Otto Renansen überlegte eine Weile und fuhr dann fort: „Die Psychose von Frau Kammerer ist ganz akut ausgebrochen. Aber wir wissen heute aus der Forschung, daß schizophrene Psychosen einen Vorlauf von mindesten ein bis eineinhalb Jahren haben. Oft auch noch viel länger.

Meist beginnt die eigentliche psychodynamisch Entwicklung zu einer Schizophrenie nach meiner Erfahrung als Hypnotherapeut schon in den ersten fünf Lebensjahren. 

Schwere Traumen und ungünstige Lebensumstände standen bei fast allen Fällen, die ich behandelt habe, im Vordergrund. Oft lagen auch massive akute familiäre Probleme vor. 

Die Kinder können das lange kompensieren. Dann passiert in ihrem späteren Leben etwas Negatives, was eine problematische Psychodynamik in Gang setzt, bis dann ein akutes, psychisch belastendes Ereignis die Psychose auslöst.

Insofern bin ich sicher, daß das Erscheinen der Spinne in der Psychose eine Vorgeschichte hat. Wenn diese nicht erkannt und von der Kundin nicht verarbeitet wird, bleibt sie anfällig und wird ihre beruflichen Ziele vermutlich nicht erreichen. 

Deshalb werde ich ihr helfen, die Ursachen ihres Zusammenbruchs zu verstehen und, wenn möglich, zu lösen oder sich zumindest psychisch in Sicherheit zu bringen. 

Denn viele Familienprobleme kann man ja alleine nicht lösen, weil da zu viele andere Familienmitglieder mit drin hängen. Oft auch die Ahnen. 

Ahnen nennen wir die toten Familienmitglieder. Sie spielen bei vielen Problemen in den Familien eine wesentliche Rolle. Denken sie nur an die abnormen Trauerreaktionen. Das hat die Familientherapie herausgefunden und die Hypnotherapeuten haben das bestätigt.

Die Schizophrenie ist die schlimmste aller Angstkrankheiten. Die Psychose dient dem Kranken dazu, diese furchtbare existentielle Angst unter Kontrolle zu bringen. Deshalb muss man in der Psychotherapie der Schizophrenie vorsichtig vorgehen. Denn wenn man diese Angst zu stark berührt oder anfacht, reagiert der Patient zu seinem Schutz mit mehr Psychose. Das ist auch der Grund für die vielen Rückfälle in die Psychose. Immer, wenn der Patient sich bedroht oder emotional überlastet fühlt, greift er zu seiner psychotischen Sicherheit. Die Psychiater sprechen dann von einem neuen Schub der Psychose.

Die Belastung kann aus seinem persönlichen Leben, der Familie oder der Außenwelt kommen. 

Wenn Sie sich, Frau Herr, vorstellen wollen, wie ein Psychotiker sich in seiner Psychose fühlt, erinnern sie sich einfach an einen schlimmen Albtraum.

Albträume sind nicht anderes als physiologische, also normale Psychosen im Traum. Sie entstehen, wenn das Ich die schützende Distanz gegenüber den unbewussten Prozessen im Traum verliert. Dann träumen Sie nicht mehr, sondern werden geträumt. Das löst die Angst aus, die Sie dann aber als Gesunde kontrollieren, indem Sie reaktiv Angst im Traum entwickeln, die Sie dann aufwachen lässt.

Wenn Sie sich vorstellen, daß die unbewussten Prozesse in den Alltag durchbrechen, zum Beispiel, wenn Sie eine Riesenspinne verfolgt, dann sind Sie psychotisch.  

Und Sie können dann nicht einfach aufwachen und dadurch die Kontrolle wiedererlangen. Das ist das Problem des Psychotikers. Er ist seinem Alltagsalbtraum ausgeliefert. 

Irgendwo weiß er, daß es ein Albtraum ist, aber er ist für ihn auch real. Denn er sieht die Spinne in seiner Halluzination so real, als wenn sie wirklich vor ihm stünde. Deshalb hält er sie auch für wirklich und fürchtet sich dementsprechend vor ihr.

Wenn Ihnen das gleiche in Ihrer hypnotischen Trance geschieht, halluzinieren Sie genauso intensiv, wie ein Schizophrener oder ein Religiöser, der eine Maria oder den Teufel sieht. 

Aber beide wissen sich geschützt: Der Eine, weil er weiß, daß er in Hypnose ist und seine Erlebnisse damit zusammengehören, der Andere, daß er sich im Rahmen seiner Religion bewegt, die ihm Hilfe anbietet oder ihn für seine Halluzination bewundert und sozial belohnt. 

Das ist der Unterschied! Der Psychotiker kann nicht aussteigen, zumindest nicht sofort. Er hat die Kontrolle verloren und erlebt sich als Opfer. Während der Hypnotisierte weiß, daß er oder der Hypnotiseur die Kontrolle hat. 

Der religiös Halluzinierende denkt dabei wie der Schizophrene. Er hält seine Halluzination von religiösem Inhalt für eine Realität. Zum Beispiel wenn er eine Marienerscheinung erlebt. Und deshalb fühlt er sich auch nicht bedroht, sondern beglückt und in seinem Glauben bestärkt. 

Insofern kommt er aus seiner Halluzination persönlich gestärkt hervor und fühlt sich mit allen verbunden, die an ähnliche Halluzinationen als eine Sicht der Realität glauben. 

Nur wenn er den Teufel oder Dämonen halluziniert, fühlt er sich bedroht. Aber gegen die gibt es die Heilsmittel seiner Religion, so daß er dennoch einen Trost hat, der ihm zumindest eine Kontrolle von außen verspricht.

Während der Schizophrene geistig und emotional zerrüttet und krank wird. Wenn er schließlich aus seiner Psychose herauskommen kann, ist er zusätzlich gesellschaftlich als abnorm gebrandmarkt und stets in seiner existenziellen Einsamkeit durch eine neue Psychose bedroht. 

Allerdings machen es sich die Schizophrenen meistens leicht, indem sie denken und es häufig auch sagen, daß die Normalen verrückt seien und nur sie selbst geistig gesund. 

Denn sie haben die bösen Chinesen oder die Agenten des CIA hinter dem Zaun wirklich gesehen, während die andern das leugnen. Deshalb könne diese entweder nur mit den Verfolgern unter einer Decke stecken oder sie sind schlichtweg verrückt, weil sie diese offensichtliche Realität leugnen.

„Und was kann mich sicher machen, daß ich Sie zum Beispiel wirklich sehe und ich nicht halluziniere?“ fragte Susanne Herr.

„Wir konstruieren unsere Wirklichkeit auf neurologischer und damit genetischer Grundlage nicht nur höchstpersönlich, sondern zugleich auch gesellschaftlich und vor allem kulturell. Realität ist von daher immer auch eine Gemeinschaftskonstruktion. 

Wenn ich oder andere Ihnen bestätigen, daß ich wirklich ich bin, wissen Sie es. Das kann ich ausdrücklich tun oder durch mein konventionelles Verhalten. Wenn ich plötzlich eine zwei Meter lange Zunge zeigen würde, könnten Sie nicht mehr sicher sein, daß ich wirklich Otto Renansen bin. Dann müssten Sie sich fragen, ob ich nicht ein Dämon bin!“

„Unterstehen Sie sich!“ lachte Susanne Herr.

 

 

Eine schlimme Hochzeitsnacht

 

Frau Kammerer war diesmal etwas weniger formal gekleidet. Aber nervös schien sie dennoch zu sein. Otto Renansen hatte sich vorgenommen, erst einmal über die Verstandesebene vorzugehen. Zum einen, um einen positiven kognitiven Rahmen aufzubauen, zum andern, um vorsichtig die Situation auf eventuelle psychische Gefährdungen zu überprüfen.

So begann er das Gespräch mit seiner Kundin, indem er die Symbolik der Spinne aufgriff. 

„Frau Kammerer, können wir einmal damit anfangen, daß wir uns über die Symbolik einer Spinne im psychischen Bereich unterhalten?“ 

„Ja, gerne! Aber ist eine Spinne nicht einfach eine Spinne? Ich hatte früher vor Spinnen keine Angst. Nur diese riesige Gestalt war für mich so furchtbar und ihr plötzliches Auftauchen.“

„Auf der einen Ebene sind Spinnen einfach nur Spinnen. Da haben Sie ganz Recht! Aber Menschen können darüber hinaus bewusst und unbewusst Tiere als Symbole nutzen. 

Denken Sie an die Adeligen, die Löwen und Adler als Wappentiere verwenden, die Kraft und Macht symbolisieren sollen! Oder den deutschen Staat, der einen Adler als Staatssymbol und Hoheitszeichen verwendet!

Andere Menschen fürchten sich auch vor kleinen Spinnen, Mäusen und Schlangen, obwohl die alle harmlos sind. 

Erlauben Sie mir die beiden Bedeutungen an Ihrem Unbewussten abzufragen, die erfahrungsweise häufig im Unbewussten wirksam sind? 

Unbewusst wird die Spinne in den meisten Fällen als ein Symbol der bösen Mutter gesehen. 

Einer Mutter, die ihre Kinder durch Liebe und Verwöhnung umgarnt. Ihre klebrigen Fäden sind die Gefühle, an denen die Kinder festkleben. 

Die sie damit fesselt und lebensuntüchtig macht, um sie mit falschen Gefühlen zu vergiften und dann lebenslang für ihre neurotischen Interessen auszusaugen und damit zu missbrauchen.

Die zweithäufigste unbewusste Bedeutung ist die eines Mandalas. 

Das Unbewusste der Menschen sieht Mandalas als Symbole der Integration des erwachsen gewordenen Ich’s in das größere System der Familie oder der Welt.“

Otto Renansen erklärte Frau Kammerer wie ideomotorische Hypnose funktioniert und half ihr in Hypnose zu gehen. 

Er bat sie zu den Fragen an das Unbewusste die Hände in Vorhalte vor die Brust zu nehmen und ihr Unbewusstes danach zu fragen, ob die Spinne für eine negative Muttersymbolik stünde.

Die Antwort über die hypnotische Ideomotorik war ein klares „Ja!“.

Nachdem die Hypnose wieder aufgelöst war, bat er Frau Kammerer, ihm über die Beziehung zur Mutter zu berichten.

Sie erzählte, daß sie in einer streng evangelischen Familie aufgewachsen sei. Die Eltern seien religiös so streng gewesen, daß sie keine anderen Bücher außer der Bibel und den Schulbüchern der Kinder im Haus duldeten. Es habe auch außer dem ‚Gemeindeboten’ keine Zeitschrift und kein Radio im Hause gegeben. Fernsehen schon gar nicht. Das sei alles Teufelszeug gewesen.

Dementsprechend streng sei sie auch im Hinblick auf das andere Geschlecht gehalten worden. 

Sie habe keine Tanzschule besuchen dürfen. Ausgehen, ohne daß jemanden aus der Familie sie begleitete, sei auch nicht erlaubt gewesen.

Sie habe schon lange ihre Lehre als Kauffrau hinter sich gebracht gehabt, als sie zum ersten Mal mit neunzehn Jahren einen Jungen geküsst habe.

Dabei sei sie von einer Freundin, die eifersüchtig gewesen sei, bei der Mutter verpetzt worden. Daraufhin habe sie ein Jahr Stubenarrest erhalten.

Sie habe immer sofort nach der Arbeit noch Hause gehen müssen. Auch wenn die Familie am Wochenende Ausflüge gemacht hätte, habe sie zu Hause gesessen. Danach habe sie sich nichts mehr getraut, alleine zu unternehmen.

Die Eltern hätten nach dem Jahr Stubenarrest beschlossen, daß sie, um vor der Sünde gerettet zu werden, heiraten müsse. 

Man habe einen jungen Mann aus der gleichen Gemeinde für sie ausgesucht. Der hielt schon einen guten Posten in seiner Firma inne, habe nett und adrett ausgesehen und einen guten Eindruck auf sie gemacht. 

Als sie ihm vorgestellt wurde, sei sie sehr unsicher gewesen. Aber als sie mit ihm ins Kino gehen durfte und er sie bei dieser Gelegenheit geküsste, habe sie sich in ihn verliebt. 

Die Eltern hätten jedoch auf einer traditionellen Verlobungszeit von einem Jahr und einer Verlobungsfeier bestanden. 

Nach der Feier sei mit Hilfe der beiden Elternpaare und beider Familien eine Wohnung gesucht und auch fertig eingerichtet worden. Sexuell habe bis auf Küsse nichts stattgefunden.

Auf die Hochzeit und den Beginn eines eigenen Lebens habe sie sich wahnsinnig gefreut und sich ausgemalt, wie sie in der neuen Freiheit der Ehe leben würde. Auch habe sie, verliebt wie sie gewesen sei, dem Geschlechtsverkehr entgegengefiebert.

Nach einer sehr schönen Hochzeitsfeier hätten ihr Mann und sie dann die eheliche Wohnung alleine bezogen. 

Eigentlich sei es ihre Erwartung gewesen, daß er sie über die Türschwelle tragen und mit ihr ins Bett gehen würde. 

Er aber habe sich auf einen Stuhl in der Küche gesetzt und gefordert: „Hol’ mir ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank!“ 

Natürlich habe sie das gerne für ihn geholt. Dann aber habe er verlangt: „Putze die Küche!“

Zuerst habe sie gemeint, sie hätte sich verhört. Er aber habe sie angefahren, sie solle endlich die Küche putzen! Eine christliche Frau habe zu lernen, daß sie ihrem Mann gehorchen müsse. 

Sie sei schrecklich enttäuscht gewesen, daß sie in ihrer Hochzeitsnacht die Küche putzen musste. Habe aber gehofft, daß es danach zur eigentlichen Hochzeitsnacht kommen werde. 

Als sie mit dem Putzen fertig geworden sei, habe ihr Mann eine weitere Flasche Bier verlangt und gebrüllt: „Und jetzt fängst Du noch einmal von vorne an und putzt die Küche noch einmal, damit Du lernst, zu gehorchen!“

Da sei sie wütend geworden, habe sich aber nicht getraut zu widersprechen. 

Weinend habe sie die saubere Küche noch einmal geputzt. Danach sei ihr Mann ins Bett gegangen, ohne sich um sie zu kümmern. 

Sie habe neben ihm gelegen und geweint. Schließlich sei sie kreuzunglücklich eingeschlafen.

Zwei Nächte später sei sie von ihrem Mann nachts geweckt worden und er habe die Ehe vollzogen ohne sich weiter um sie zu kümmern. Sie sei wie vernichtet gewesen.

Als sie bei ihrer Mutter klagte und geweinte, habe diese nur gesagt, sie solle sich nicht so anstellen. Sex sei für eine Frau nicht wichtig. Sie solle ihre christlichen Pflichten erfüllen und ihrem Mann gesunde Kinder schenken.

In der Sexualität mit ihrem Mann sei das so weitergegangen. Sie habe allerdings gelernt, gelegentlich einen Orgasmus zu be-kommen.

Glücklich sei sie dann gewesen, als sie schwanger wurde. 

Sie habe gehofft, daß ihr Mann sich jetzt seiner Familie mehr zuwenden werde. Der habe sich jedoch wenig um sie geschert. 

Nach der Geburt wollte er mit seinem Kind angegeben, sich jedoch nicht um das Kind kümmern. „Das ist Weiberkram!“ habe er immer gesagt.

Nach dem Mutterschutz habe sie wieder arbeiten müssen. Das sei sehr schwer für sie gewesen. Das Kind sei tagsüber in einen Hort gekommen, denn ihrer Mutter und der Schwiegermutter habe sie ihr Kind nicht anvertrauen mögen.

Mit der Zeit seien jedoch berufliche Erfolge eingetreten. Sie sei befördert worden und habe mehr Geld nach Hause gebracht. Daß sie mehr Geld verdiente, habe sie ihrem Mann jedoch verschwiegen und es heimlich angespart.

In dieser Zeit hätte sie begonnen, ihm mehr zu widersprechen und auf eigene Rechte zu beharrt. Da habe er sie immer wieder arg verprügelt. 

Da sie von ihren Eltern und ihren drei Geschwistern keine Unterstützung erhielt, habe sie begonnen, den Gedanken an eine Scheidung zu erwägen. Und als sie ihr Mann wieder einmal übel schlug, habe sie die Polizei gerufen, die daraufhin ihrem Mann Wohnungsverbot erteilte.

Am nächsten Tag sei sie zu einer Rechtsanwältin gegangen und habe die Scheidung eingereicht. 

Die Eltern hätten sie beschimpft und behauptet, der Teufel werde sie nach dem Tod holen. Wenn sie sich scheiden lasse, sei sie verdammt. Sie habe sich jedoch nicht beirren lassen.

Da sie Angst vor ihrem Mann hatte, sei ihr klar gewesen, sie müsse von Kassel wegziehen. So sei es ihr sehr zu Pass gekommen, als ihre Firma ihr die regionale Geschäftsführerschaft in Frankfurt angeboten habe. Sie habe sofort zugestimmt und sei noch in Kassel befördert worden.

Jedoch je näher der Scheidungstermin gekommen sei, so unsicherer wäre sie geworden. Schließlich habe sie regelrechte Depressionen gehabt und viel geweint. Aber ihr sei auch klar gewesen, wenn sie wolle, daß ihr Sohn normal aufwachsen könne, müsse sie die Scheidung durchziehen.

So habe sie am Scheidungstag alle ihre Kraft zusammenge-nommen und sei mit der Rechtsanwältin trotz aller Angst zum Gericht gegangen. Dort sei innerhalb von wenigen Minuten alles erledigt gewesen. Vor der Richterin habe ihr Mann sich nicht getraut, irgendetwas zu sagen. 

Zu ihr habe er nur gesagt: „Du gehst unter! Das schaffst Du nicht!“ Und dann habe er sich abgewandt und sei gegangen. 

Da sei eine furchtbare Wut in ihr aufgestiegen und sie habe sich geschworen: „Dir werde ich es zeigen!“ Diese Wut habe ihr geholfen, alles zu überwinden, was noch auf sie zugekommen sei.

Seit damals habe sie ihren Mann nicht mehr gesehen. Um seinen Sohn habe der sich nicht einmal gekümmert. Sie habe von ihm auch keine finanzielle Unterstützung gewollt.

Die Schwiegereltern und die eigenen Eltern hätten sich von ihr abgewandt und den Kontakt mit ihr als einer Sünderin abgebrochen. 

Ihre Geschwister hätten ihr die Scheidung ebenfalls übel genommen und sich auch zurückgezogen. 

Als erst der Vater und später die Mutter gestorben seien, sei sie von den Geschwistern benachrichtigt worden. Auf dem Friedhof sei sie nur kühl gegrüßt worden. Das sei alles gewesen. Sie lebe, als ob es keine Familie gäbe.

„Ich und mein Sohn sind jetzt die Familie!“ sagte sie trotzig.

Otto Renansen war doch etwas erschüttert, als er ihre Geschichte erfuhr, obwohl er als Psychiater ähnliche schon oft gehört hatte. Er sagte es ihr.

 

Liebe Leserin, lieber Leser, 

 

der Auszug aus der Sammlung meiner Psychotherapien  "Mit und ohne Hypnose - Psychotherapien aus 50 Jahren" ist zu seinem guten Ende gekommt.

 

Heute beginnt die Reihe der Romane über die Abenteuer des "Hypnoti-sten"die Sie kostenlos in wöchenlichen Fortsetzungen lesen können. Mit dem ersten der Romane "Der Hase im Café".

 

Vielen Dank für Ihr Interesse!

 

Ihr Götz Renartz

 

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