Der Hypnotist
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 Begriffserläuterungen

 



Analytische Psychologie und Psychotherapie. „Analytische Psychotherapie“ hat sich zum einen als Überbegriff für alle problemaufdeckenden, psychody-namisch und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapieformen etabliert.

 

Zum anderen bezeichnet sie die Analytische Psychotherapie auf der Grundlage der Analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung (siehe dort!).

 

Die Analytische Psychotherapie zählt zu den Einsichtstherapien. Sie versucht, dem Kranken eine Einsicht in die psychosozialen und emotionalen Gründe für sein psychisches und psychosomatisches Leiden zu vermitteln und ihm durch diese Einsicht Veränderungen im Denken, Handeln und Erleben zu erleichtern.

 

Die psychotherapeutische Analyse setzt hauptsächlich in der Kindheit und Jugend an. Aber auch in der Mitte des Lebens, wo es im Zuge des fortschreitenden Individuationsprozesses der Menschen, infolge neuer Lebensziele und existenzieller Krisen, häufig zu psychosozialen, emotionalen und religiösen Konflikten kommt.

 

Das Besondere einer Analytischen Psychotherapie ist im Vergleich zur Psycho-analyse Freuds ihre Sicht auf die Symptome einer psychischen Krankheit: Sie sieht sie nicht nur als schädliche Warnzeichen und Ausdruck unbewusster und ungelöster psychischer Konflikte und Probleme im Individuationsprozess, sondern auch als ein Streben des Unbewussten hin auf etwas Positives im Leben der Menschen. Denn Jung hatte die prospektive, die Zukunft des Menschen und seine Individuation steuernde Funktion des Unbewussten entdeckt.

 

Der Therapeut gewährt deshalb dem Patienten Raum für eine individuelle Entwicklung und unterstützt ihn durch Traumanalyse, die Auseinandersetzung mit den Phänomenen von Übertragung und Gegenübertragung, wie in der Psychoanalyse üblich. Einen besonderen Ansatz bieten darüberhinaus aktive Imaginationen, um mit ihrer Hilfe unbewusste Persönlichkeitsanteile bewusst zu machen.

Dazu zählen auch die unbewussten archetypischen Muster aus dem Kollektiven Unbewussten (siehe dort!). Das Ziel dabei ist es, den Patienten zu helfen, ihre bis dahin verdrängten und oder abgewehrten Persönlichkeitsaspekte in einer die Selbstindividuation fördernden Weise in ihre Persönlichkeit zu integrieren.

 

Die Beziehung zwischen Patient und Analytiker ist vor allem durch Dialektik geprägt. Die A. P. versteht darunter die aktive Beteiligung des Patienten im Prozess der Analyse durch These (Problemdynamik) und die ideale Antithese zu einer lösenden, dialektische Lösung zu kommen: Diese dialektische Funktion war von Jung als transzendente Funktion bezeichnet worden und ermöglicht einen kreativen, realitätsgerichteten Lösungsprozess, mit dem der Patient bes-ser leben und seine Selbstindividuation verwirklichen kann.

 

Analytische Psychotherapie wird in der Regel als Langzeittherapie von 80 bis 300 Stunden durchgeführt und als eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie in der Kassenmedizin auf Antrag hin vergütet.

 

Animalischer (tierischer) Magnetismus. Der Begriff wurde von dem Arzt und Hypnotiseur Franz Anton Mesmer (siehe dort!) im Sinne eines biologischen Magnetismus in Abgrenzung zum elektromagnetischen Magnetismus eingeführt.

 

Eine unter den christlichen Ärzten des siebzehnten Jahrhunderts und allgemein weit verbreitete Theorie wollte erklären, wie Krankheit entstehe und geheilt werden könne: Von dem christlichen Gott ginge ein Fluidum aus, das die Welt erfülle. Menschen, als das Ebenbild Gottes, seien ebenfalls von die-sem Fluidum erfüllt. Wenn der Mensch gottesfürchtig lebe, stehe er im Einklang mit seinem Gott und es herrsche fluidale Harmonie. Fehlverhalten (Sünde) führe zur fluidalen Disharmonie. Diese Disharmonie sei die Ursache der menschlichen Erkrankungen.

Aus dieser Sicht heraus wurde die Harmonisierung des Fluidums und damit die Besserung und Heilung der Krankheiten angestrebt.

Isaac Newton, der sehr fromm war, ersetzte den Begriff des Fluidums mit dem mehr physikalisch verstandenen Begriff des „Äthers“, der die Welt erfüllen sollte. Die Äthertheorie hielt sich bis zur Physik Albert Einsteins (1911). Seitdem gilt sie als obsolet.

Aus der mesopotamischen Religion heraus hatte sich die Astrologie entwickelt. Deren Grundgedanke war es, daß die Gestirne Götter seien und das Leben und das Schicksal der Menschen bestimmten.

Dieser Sicht folgten christliche Horuskopgläubige nicht in dieser Form, da sie sich auf einen einzigen Gott bezogen, sondern nahmen seit dem Mittelalter bis in die Gegenwart hinein an, daß ihr Gott den Menschen über die Stellung der Gestirne Hinweise über ihr Schicksal vermittle. Und die sie von daher vom Himmel ablesen könnten.

Nach den physikalischen Erkenntnissen Issac Newtons versuchte man nun in der Astrologie, den Einfluss der Sterne auf die Menschen elektromagnetisch zu erklären. Mesmer hatte seine Doktorarbeit an der Universität Wien über diesen angeblichen Einfluss der Sterne auf die Gesundheit auf der Grundlage der neuesten elektromagnetischen Kenntnisse geschrieben. Er hatte dabei die These vertreten, daß es möglich sei, das disharmonische und krankmachende Fluidum mittels Magneten harmonisierend zu beeinflussen und damit Krankheiten zu heilen. Denn man ging jetzt, die Religion schon hinten ansetzend, davon aus, daß der Einfluss der Sterne und des Mondes elektromagnetisch über das Fluidum im Menschen stattfinde.

 

Nachdem er in Zusammenarbeit mit einem Physikprofessor der Wiener Universität spezielle Magneten konstruierte hatte, gelangen ihm spektakuläre Heilungen. Er sah damit seine wissenschaftliche Theorie bestätigt.

 

Bei seinen Behandlungen entdeckte er jedoch, daß nicht der elektromagne-tische Magnetismus das wirksame Prinzip sein konnte. Da die Wissenschaft der Biologie noch nicht existierte, versuchte er seine Erfolge als Ausfluss der Wirkung der Magnete auf einen tierischen (lateinisch: animalischen) Magne-tismus zu erklären.

 

Der Animalische Magnetismus verbreitet sich, nachdem Mesmer in Paris ungeheure Heilungserfolge hatte und er damit der erfolgreichste Arzt aller Zeiten geworden war, in der ganzen Welt. Er wurde auch Heilmagnetismus und Mesmerismus genannt.

 

1841 nannte der englische Augenarzt James Braid (siehe dort) mit einer neuen naturalistischen Theorie das Verfahren um. Er gab ihm den Namen „Hypnose“.

 

Braid nutzte zum Hypnotisieren keine Magnete mehr, sondern leitete die Hypnose mittels Fixationsmethoden (siehe dort!) ein. Dazu ließ er die Hypnoti-sanden auf Kristalle und andere glitzernde Dinge fixieren.

 

Archetypen.(Siehe unter „Kollektivem Unbewussten“!)

 

Autogenes Training ist eine mit Autosuggestionen arbeitende Form der Selbsthypnose. Es wird von den Hypnotisanden strukturiert in festgelegten Suggestionen eingeübt. Wenn der hypnotische Zustand zu einer Tiefenent-spannung (Trance) geführt hat, werden autosuggestiv „formelhafte Vorsatzbil-dungen“ appliziert. Diese formelhaften Vorsatzbildungen (differenzierte Autosuggestionen) werden zuvor mit dem Hypnotiseur zusammen gezielt auf den Patienten und seine Probleme oder Ziele hin entwickelt.

 

Das Verfahren ist Teil der „Psychosomatischen Grundversorgung“ der Kassenmedizin und weit verbreitet. Es wird sowohl in der Medizin, als auch in der Psychotherapie verwendet. Entwickelt wurde es 1926 von dem Berliner Psychiatrieprofessor und Hypnotiseur Johannes Heinrich Schulz (1884 – 1970).

 

AUTOSYSTEMHYPNOSE ®. Sie ist eine Behandlungsstrategie und ein Behandlungsverfahren der Selbstorganisatorischen Hypnotherapie und wurde 1996 von Götz Renartz (siehe dort!) entwickelt.

 

Mit Ausnahme der akuten Psychosen, lassen sich alle geistigen, psychischen und psychosomatischen Störungen, sowie die Verhaltensstörungen mit dieser Methode ab etwa dem 10. Lebensjahr behandeln. Das Verfahren ist in der Lage, als Behandlungsstrategie alle anderen Hypnotherapiemethoden und alle Psychotherapieverfahren zu integrieren. Es wird in Deutschland von über  4500 Hypnotherapeuten angewandt. (Stand 2016).

 

Das Verfahren ist durch das Deutsche Patent- und Markenamt und als Europäische Gemeinschaftsmarke markenrechtlich geschützt.

 

Berne, Eric (1910 – 1970), wurde als Eric Lennard Bernstein in Kanada (Montreal) als Sohn eines Arztes und einer Journalistin geboren und studierte dort Medizin. 1943 änderte er seinen Namen in Eric Berne.

Er wurde an der Yale Universität in den USA als Psychiater ausgebildet und lernte bei Paul Federn Psychoanalyse.

 

Als Berne entdeckte, daß in jedem Menschen ein ego images steckt, das mit Gefühlen und Assoziationen verknüpft ist, entwickelte er das Konzept eines ego states (Ichzustand - z. B. „Kind-Ich“). Es folgten die Entdeckungen des ego states von Erwachsenen in zwei Formen: als „Erwachsenen-Ich“ und als „Eltern-Ich“.

Auch entdeckte er, daß Menschen in den Interaktionen mit sich selbst und anderen unbewussten Lebens- und Verhaltensskripten folgten. Er entwickelt deshalb die Technik der Skriptanalyse.

Vor diesem Hintergrund löste er sich langsam von der Psychoanalyse und schrieb 1964 mit dem Buch „Spiele der Erwachsenen“, einem Weltbestseller. Dies führte zu seinem Durchbruch als Begründer der Transaktionsanalyse (siehe dort!).

 

Deutsche Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. Sie ist eine gemein-nützige Fachgesellschaft für Selbstorganisatorische Hypnose und Hypnotherapie (siehe dort!) mit Sitz in Mainz.

 

Sie unterhält die Akademie für Autosystemhypnose und Didaktik und 12 Regionalgruppen für die kostenlose Fortbildung von selbstorganisatorischen Hypnotherapeuten/innen in Deutschland (Stand 2015).

 

Ihre Aufgabe ist die Förderung und Verbreitung von Selbstorganisatorischer Hypnose und Hypnotherapie (siehe dort!) durch Ausbildung, Jahrestagungen, Kongresse und Weiterbildung ihrer Mitglieder und Referenten in Deutschland.

 

Elisabeth Kübler-Ross (1926 – 2004) war eine schweizerisch-amerika-nische Psychiaterin, die durch ihre bahnbrechenden Forschung mit Sterben-den berühmt wurde, die sie gegen den Widerstand von Ärzten, aber mit 99 % iger Zustimmung der Sterbenden durchführte.

 

Mit diesen Forschungen begründete sie die Sterbeforschung.

 

Sie war Professorin an der Universität von Virginia, USA, und wurde weltweit vielfältig geehrt (23 Ehrendoktortitel).

 

Faszinationshypnose. Fachbezeichnung in der Medizin für eine Sonder-form der Fixationshypnose (siehe dort!), bei der der Hypnotiseur oder der Hyp-notisand (siehe dort!) auf die Augen des Gegenüber fixiert und somit eine Fixationshypnose einleitet.

Showhypnotiseure dramatisieren das natürliche Geschehen gelegentlich dadurch, daß sie sich mittels eines Spiegels hypnotisieren, in dem sie ihre eigenen Augen fixieren.

 

In der medizinischen und psychotherapeutischen Hypnose wird die Fas-zinationsmethode in neuerer Zeit nur selten und ungern angewandt, um die falschen Vorstellungen, daß Hypnose etwas mit Macht zu tun habe, nicht zu fördern. In der Notfallmedizin ist die Faszinationsmethode bei Krisen und Unfällen jedoch oft das Induktionsverfahren der Wahl.

 

Fixationshypnose. Fachbezeichnung in der Medizin für eine Hypnose, die durch eine Augenfixation eingeleitet wurde.

Sie wurde Anfang des neunzehnten Jahrhunderts erstmals durch den englischen Augenarzt James Braid angewandt, der seine Patienten vor der Operation blinkende Gegenstände fixieren ließ, während er hypnotische Suggestionen für die Hypnose und die hypnotische Schmerzkontrolle gab.

 

Fixiert werden ein Finger des Hypnotiseurs, seine Augen (Pupillen), Kristalle, Lampenlicht, Kugelschreiber usw., Pendel, Metronome und neuerdings in der Hypnoseforschung kreisende Spiralen auf dem Computer.

 

Freud, Sigmund Schlomo (1856 - 1939), war ein östreichischer Neurologe, Psychologe und Forscher, der als Begründer der Psychoanalyse (siehe dort!) weltweite Berühmtheit erlangte. Freud gilt als einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts.

 

Geboren in der heutigen Tschechoslowakei, lebte und wirkte er in Wien, von wo er 1938 vor der Drangsalierung durch die Nationalsozialisten mit Unterstützung der englischen und amerikanischen Regierung und Zahlung einer „Reichsfluchtsteuer“ nach London emigrierte. (Vier der fünf Schwestern Freuds wurden die Ausreise verweigert. Sie wurden in Konzentrationslagern ermordet.)

 

Gestalttherapie. 

Sie gehört zu den erlebnisaktivierenden Psychotherapieverfahren der humanistischen Psychologie (siehe dort!). Als Begründer dieser Schule der Psychothera-pie gelten Fritz PerlsLaura Perls sowie Paul Goodman (siehe unter Perls, Fritz!).

Die Gestalttherapie entwickelte sich aus der Psychoanalyse und der Gestalt-psychologie, dem Zen, sowie dem existenziellen Denken (Extenzialismus) des 20. Jahrhundert

Gestalttherapeuten sehen sich als partnerschaftliche Begleiter ihrer Patienten. Sie machen transparent, was sie mit einer bestimmten Technik erreichen wol-len und verändern ihre Techniken situativ und persönlichkeitsorientiert. Sie sehen den Menschen in einem kontinuierlichen Prozess mit der Umwelt in Form einer ständigen wechselseitigen und dynamischen Anpassung.

Gestalttherapeutische Techniken haben die Aufgabe, den Klienten dabei zu unterstützen, seine Anpassungsprozesse zu überprüfen und notfalls zu verändern. Dazu fördern sie die Bewusstwerdung unbewusster Denk- und Verhaltensmuster. Dies geschieht durch die Orientierung an sich selbst und das eigene (gefühlmäßige) Erleben im „Hier und Jetzt“.

Gestalttherapie operiert in einem existenzialistischem Rahmen, in dem von der Annahme ausgegangen wird, daß gesunde erwachsene Menschen für ihr Leben, ihr Denken, ihre Gefühle und ihr Verhalten selbst verantwortlich sind und nicht andere Menschen.

 

Humanistisch Psychologie. Neben der Tiefenpsychologie und dem Behaviorismus ist die Humanistische Psychologie die dritte bedeutende psycho-logische Schule.

 

1962 gründeten Psychologen und Psychotherapeuten die American Association for Humanistic Psychology (AHP). Die Humanistische Psychologie gründet philosophisch im Humanismus und im Existentialismus.

 

Wikipedia definiert Humanismus so: „Humanismus ist eine Weltanschauung, die auf die abendländische Philosophie der Antike zurückgreift und sich an den Interessen, den Werten und der Würde des einzelnen Menschen orientiert. Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit gelten als wichtige humanistische Prinzipien menschlichen Zusammen-lebens.

Die eigentlichen Fragen des Humanismus sind aber: „Was ist der Mensch? Was ist sein wahres Wesen? Wie kann der Mensch dem Menschen ein Mensch sein?“

 

Humanismus bezeichnet die Gesamtheit der Ideen von Menschlichkeit und des Strebens danach, das menschliche Dasein zu verbessern.

Der Begriff leitet sich ab von den lateinischen Begriffen humanus (menschlich) und huma-nitas (Menschlichkeit).

 

Der Humanismus beruht auf folgenden Grundüberzeugungen:

 

Das Glück und Wohlergehen des einzelnen Menschen und der Gesellschaft bilden den höchsten Wert, an dem sich jedes Handeln orientieren soll.

Die Würde des Menschen, seine Persönlichkeit und sein Leben müssen respektiert werden.

Der Mensch hat die Fähigkeit, sich zu bilden und weiterzuentwickeln.

Die schöpferischen Kräfte des Menschen sollen sich entfalten können.

Die menschliche Gesellschaft soll in einer fortschreitenden Höherentwicklung die Würde und Freiheit des einzelnen Menschen gewährleisten.

Die Humanität ist die praktische Umsetzung der Ideen des Humanismus. Dazu gehören die Güte, die Freundlichkeit und das Mitgefühl für die Schwächen der Menschen, seiner selbst inne und mächtig zu werden und sich im Mitmenschen selbst wiederzufinden."

 

Die erste ausgearbeitete humanistische Psychologie geht auf den amerikani-schen Psychologen Abraham Maslow (1908 – 1970) zurück. Sein Konzept wurde später insbesondere von Carl Rogers (1902 -1987) in seiner Nichtdirek-tiven Gesprächstherapie (GT) umgesetzt: Das Individuum verfügt über die Mög-lichkeiten, sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte, seine Einstel-lungen und sein Verhalten zu verändern. 

 

Psychische Störungen entstehen nach Meinung der Humanisten, wenn äußere Umwelteinflüsse die Selbstindividuation der Person hemmen oder blockieren.

Zu den humanistischen Psychotherapieverfahren zählt man u. a. die Logo-therapie Viktor E. Frankls, die Neopsychoanalyse Erich Fromms, die Gestaltherapie von Fritz Perls (siehe dort!) und die Psychodramatherapie von Jacob Levy Moreno (1884 - 1974).

 

Hypnose. Hypnose wird benutzt, um die Bedürfnisse von Menschen durch die Aktivierung unbewusster geistiger, körperlicher und psychischer Möglich-keiten und Ressourcen des Trancezustandes zu befriedigen (siehe unter Trance!). So wird sie in der Medizin, Zahnmedizin, Psychotherapie, Selbstindividuation, Religion, Coaching, Sport, Kunst und zum Vergnügen (Showhypnose) angewandt.

 

Im Altertum wurde die Hypnose „Heilschlaf“ genannt. Sie wird nachweislich seit 7000 Jahren in der Medizin verwendet.

 

Die wissenschaftliche Hypnose wurde 1875 von dem deutschen Arzt Franz Anton Mesmer (siehe dort!) begründet. Er nannte sie Animalischen Magnetismus (siehe dort!), da er sie fälschlicher Weise für eine biologische Form des gerade entdeckten elektromagnetischen Magnetismus hielt. Sie wurde auch nach Mesmer "Mesmerismus" und "Heilmagnetismus" genannt!

 

1841 bekam sie durch den englischen Augenarzt James Braid (siehe dort!), der als erster auch die hypnotische Schmerzkontrolle bei Operationen anwandte, den Namen „Hypnose“, nach dem Gott des Schlafes, Hypnos.

 

 Der französische Psychologieprofessor Pierre Janet erkannt als erster ihre psychophysiologische Natur und definierte sie 1925 als Folge einer geistigen, funktionellen Dissoziation des Denkens.

 

 Hypnose ist nicht nur ein psychologisches Phänomen, sondern geht immer auch mit körperlichen, psychischen, psychovegetativen, hormo-nellen und immunologischen Veränderungen einher, sowie Verände-rungen der Durchblutung und des Denkens (Trancelogik und kreatives (primärprozeßhaftes) (analoges) Denken.) In Hypnose werden alle körperlichen und psychischen Funktionen optimiert - in tiefer (Ruhe)Hypnose ist nur noch Wohlbefinden.

 

Hypnose ist ein metaphorischer Begriff für eine Kommunikationskunst, mit der ein hypnotischer Trancezustand hergestellt, vertieft, genutzt und wieder aufgelöst wird.

 

 Die Fähigkeit, eine hypnotische Trance zu entwickeln, ist angeboren. Die körperlichen und psychischen Phänomene eines Trancezustandes sind eben-falls angeboren und objektiv nachzuweisen. Insofern kann jeder Mensch hypnotische Trancen erleben.

 

Am häufigste treten hypnotische Trancen im Alltag spontan und unbewusst auf. Sie werden dann mit Begriffen der Alltagsprache, wie „Entspannung“, "Tiefenentspannung", „geistige Abwesenheit“, „Verträumtheit“ oder „höchste Konzentration“ usw. bezeichnet.

 

Im Grundprinzip ist Hypnose eine gesteigerte Konzentration und Aufmerksamkeit, die von der äußeren Welt abgezogen und in den Kör-per, das eigene Denken, Fühlen und Erleben verschoben wurde und dort gehalten wird. Je mehr das gelingt, desto stärker ist die hypnotische Trance, weil sich eine zunehmend stärkere geistige Dissoziation zwischen digitalem, auf die äußere Welt gerichtetem (Alltags)Denken und einem analogen, bildhaften und stärker prozesshaftem Denken mit seinem Erleben des Körpers, der Gefühle, der Erinnerungen und des Erlebens entwickelt.

 

Jeder Mensch ist fähig, einen hypnotischen Zustand bewusst zu ent-wickeln: Indem er selbst die Einführung und Leitung der Hypnose über-nimmt (Selbst- oder Autohypnose) oder das einem anderen Menschen überlässt (Fremd- oder Heterohypnose).

Aber nicht jeder Mensch kann jeden Menschen hypnotisieren, denn dazu muß ein guter hypnotischer Rapport (eine vertrauensvolle und kooperative Be-ziehung) zwischen dem Hypnotiseur (siehe dort!) und dem Hypnotisanden (siehe dort!) bestehen. Gegen ihren bewussten Willen sind Menschen leicht zu hypnotisieren, nicht jedoch, wenn das Unbewusste nicht will und Widerstand leistet.

 

In Hypnose kann man – da das Unbewusste immer die Kontrolle behält – nicht zu etwas veranlasst werden, das nicht dem eigenen Wesen und der eigenen Moral entspricht. Verbrechen usw. in Hypnose werden vor Gericht deshalb auch als Ausreden angesehen.

 

Hypnotherapie (Hypnosetherapie). Hypnose wird in Medizin, Zahn-medizin und Psychotherapie in vielfältiger Weise als ein suggestives oder psychotherapeutisches Verfahren eingesetzt.

Eine Vielzahl von körperlichen und funktionellen, geistigen, psychischen, neurologischen, vegetativen, hormonellen und immunologischen Fähigkeiten können genutzt oder beeinflusst werden.

 

Durch die Technik der Indirekten Hypnose können Kinder ab der Geburt behandelt werden. Dazu wird Selbstorganisatorischen Hypnose eingesetzt: Wenn die Mutter (die Bezugsperson) in Hypnose geht, folgt das Kind auto-matisch. Sodann wird das Unbewusste der Mutter im Rahmen der Mutter-Kind-Dyade beauftragt, das Kind zu heilen. Das geschieht meist auf völlig unbewusste Weise.

 

Hypnopsychotherapie. In der Psychotherapie der Kinder und Erwachse-nen wird Hypnose in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Weisen eingesetzt. Einmal wird Hypnose als ein technisches Behandlungsverfahren in die ver-schiedenen Formen der Psychotherapie integriert, um deren Wirksamkeit zu steigern.

Zum anderen wird sie als selbständige Psychotherapieform genutzt, in die Behandlungstechniken der anderen Psychotherapieverfahren integriert werden können. Dies ist die effektivste Form der Hypnopsychotherapie. (Siehe auch Selbstorganisatorische Hypnose und Autosystemhypnose!).

 

 Die Hypnopsychotherapie ist seit 2006 in der Bundesrepublik Deutschland wissenschaftlich in Theorie und Wirksamkeit im Bereich der Psychosomatik und der Sucht als Indikationsverfahren anerkannt. In Österreich und anderen Staaten wird Hypnopsychotherapie der Psychoanalyse und Verhaltenstherapie gleichgestellt.

 

Hypnotisand (weiblich: Hypnotisandin). Fachausdruck in der Medizin für den zu Hypnotisierenden.

 

Hypnotische Schmerzkontrolle. Da das Gehirn mittels der Sinnes- und Repräsentationssysteme (siehe dort!) das Erlebnis erzeugt, das dann dem Indi-viduum als Realität der Welt und seiner selbst erscheint, kann grundsätzlich in diesen Konstruktionsprozess des Erlebens, der Bilder, der Töne, der Gerüche, der Geschmäcker und der Gefühle eingegriffen werden.

In der Medizin geschieht das z. B. durch chirurgische und neurochirurgische Operationen, durch chemische Mittel (Medikamente), den Einsatz von Apparaten oder durch psychologische Mittel: z. B. Tiefenpsychologische Psychotherapie und Verhaltenstherapie -  Hypnose ist dabei besonders wirksam und hilfreich.

 

Es war der englische Augenarzt James Braid (siehe dort!), der als erster syste-matisch Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts Hypnose zur Schmerzaus-schaltung (hypnotische Anästhesie) oder Schmerzreduzierung (hypnotische Analgesie) anwandte.

 

Möglich wird die hypnotische Schmerzkontrolle, weil es in Hypnose sehr gut möglich ist, sich in die Konstruktion (Erzeugung) von Gefühlen durch das Gehirn einzumischen. Denn Schmerzen sind durch eine Mischung von körperlichen, psychischen, seelischen, emotionalen und kulturellen Aspekten gekennzeichnet, aus der das Gehirn die jeweiligen Schmerzen gestaltet, die mit Hypnose beeinflusst werden können.

Dabei können die einzelnen Aspekte, aber auch der gesamte Schmerzerzeu-gungsprozess positiv verändert werden.

 

In hypnotischer Schmerzkontrolle können kleine und mittlere Operationen schmerzfrei durchgeführt werden und Zähne gezogen werden. Besonders wirksam ist sie auch bei chronischen Schmerzen, die psychisch ausgelöst oder verstärkt werden.

 

Hypnotiseur (weiblich: Hypnotiseurin). Fachausdruck in der Medizin für den die Fremdhypnose (Heterohypnose) induzierenden und dann leitenden Arzt oder Psychotherapeuten.

 

Ideomotorik ist die Bezeichnung für ein angeborenes menschliches Verhalten. Es ist durch unwillkürliche, vom Unbewussten gesteuerte, muskuläre Bewegungen aufgrund emotionaler, geistiger und psychischer Reaktionen und Zustände gekennzeichnet.

 

Sie wurde 1852 von dem englischen Naturforscher William Benjamin Carpenter entdeckt und beschrieben. Nach ihm wird diese Reaktionsform auch als Carpenter-Effekt bezeichnet.

 

Neuere Untersuchungen haben den Effekt in vielfältiger Form bestätigt. Er wird in Biofeedback-Verfahren und der Hypnose bewusst genutzt.

Mit ihm lässt sich sowohl ein hypnotischer Trancezustand induzieren (Ideomotorische Hypnose), als auch eine psychomotorische Kommunikationsebene mit dem Unbewussten der Person in der Hypnose aufbauen. Dabei erfolgt die Kommunikation mit dem Unbewussten der Person über unbewusste Bewegungen des Körpers, des Kopfes, der Augenlider, der Finger, der Hände oder der Beine und der Füße, für die vorher eine spezielle Bedeutung mit dem Unbewussten verabredet wurde.

 

 Ideomotorischen Reaktionen reichen vom unbewussten Kopfnicken, spon-tanen Regungen des Körpers und der Gliedmaßen und der muskulösen Anteile der inneren Organe (z. B. Darmkrämpfe), den ideomotorischen Bewegungen des Kopfes, der Finger, der Hände und der Beine in der Hypnose, dem Zungenreden in der Religion, dem „Pendeln“ der Esoterik, bis zu tödlichen Verkrampfungen der Herzkranzgefäße.

 

Imagination (imaginativ) / Imaginationshypnose. Die allgemeine menschliche Fähigkeit, sich Dinge, Abläufe, Szenen oder Bilder lebhaft und lebendig vorzustellen. Sie ist abhängig von der persönlichen Phantasiebereit-schaft und -fähigkeit, der geistigen Differenziertheit und Intelligenz, sowie der aufgebrachten Konzentration.

 

 Die Grenze zwischen einer Imagination und einer (z. B. hypnotischen) Halluzination ist fließend. Deshalb ist es eine beliebte Induktionstechnik in der Fremd- und Selbsthypnose, eine hypnotische Trance durch Imaginationen einzuleiten und zu hypnotischen Halluzinationen hinzuführen.

 

 Auch in der Hypnotherapie der Kinder und Erwachsenen werden imagi-native Techniken eingesetzt oder die Therapie insgesamt imaginativ durchge-führt. (Siehe auch die Zauberwiesen-Strategie ® von Götz Renartz)

 

Jung, Carl Gustav (1875 – 1961), war ein schweizerischer Psychiater und Psychologe und begründete nach seinem Bruch 1912 mit Sigmund Freud (siehe dort!) die Analytische Psychologie (siehe dort).

 

Er wirkte zunächst als Oberarzt unter Eugen Bleuler an der Universitätsklinik Zürich, dem berühmten „Burghölzli“.

Selbst berühmt wurde Jung 1905 mit umfangreichen diagnostischen Assozia-tionsstudien mit denen er sich habilitierte. Mit ihnen konnte er erstmals neuro-tische Komplexe wissenschaftlich nachweisen. 

 

 1907 lernte er Sigmund Freud (siehe dort!) kennen. Jung engagierte sich in der psychoanalytischen Bewegung Freuds. Von 1910 bis 1914 war er Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. 1912 kam es zum Bruch mit Freud, da er in seinem Buch Wandlungen und Symbole der Libido Freuds Libidotheorie kritisierte.

 

1909 hatte sich Jung als Psychiater und Psychotherapeut in Zürich nieder-gelassen, gab aber 1913 seine Lehrtätigkeit als Privatdozent an der Universität Zürich auf, um seine Analytische Psychologie zu entwickeln. Erst 1935 nahm er wieder eine Professur für Psychologie an, diesmal an der Technischen Universität Zürich.

 

 Ebenfalls ab 1913, initiiert durch das Zerwürfnis mit Freud, vor allem jedoch wegen ihn quälender und ängstigender Tagträume, begann Jung eine systematische Selbstanalyse. Nachdem sich seine krisenhaften Tagträume als ein unbewusstes Erahnen des heraufziehenden Weltkrieges erwiesen hatten, wurden die Erkenntnisse über das Kollektive Unbewusste (siehe dort!), die er zunächst in „Schwarzen Büchern“ (Tagebüchern) dokumentiert hatte, in seinem berühmten „Roten Buch“ systematisch ausgewertet.

Aus dem Material seiner Aufzeichnungen, der wissenschaftlichen Analyse des Systems der Alchemie und einem  intensiven Literaturstudium heraus ent-wickelte er schrittweise die Analytische Psychotherapie (siehe dort!) auf tiefenpsychologischer Grundlage.

 

Katalepsie. Der Begriff beschreibt einen Zustand, in dem unbewusst eine Körperhaltung unbeweglich eingehalten wird.

Sie wurde zuerst als Krankheitssymptom bei neurologischen Erkrankungen beschrieben.

Auch bei psychischen und neurologischen Störungen, wie einem Stupor (psychomtorische Verlangsamung bis Stillstand von Bewegungen) oder bei einer Schizophrenie ist Katalepsie ein Symptom.

 

Katalepsie kann auch bei starken Gemütsbewegungen spontan eintreten, wie bei jemanden, der vor Schreck, Überraschung, Staunen, Freude usw. erstarrt.

 

Nicht krankhaft ist die hypnotische Katalepsie. Sie ist eines der wesentlichen Phänomene, die in Hypnose spontan auftreten, aber auch induziert oder bis zu einer völligen Unbeweglichkeit der Gliedmaßen oder einer brettharten Körperversteifung verstärkt werden kann.

Spätestens mit der Auflösung der Hypnose löst sich die hypnotische Katalepsie auf, wenn nicht schon vorher der Hypnotiseur dazu den Auftrag gibt.

 

Kollektives Unbewusstes. Der Schweizer Psychologe, Psychiater und Psychoanalytiker Carl Gustav Jung (siehe dort!) übernahm bei der Entwicklung der Analytischen Psychologie und Psychotherapie (siehe dort!) den Begriff des „Unbe-wussten“. Er differierte ihn jedoch in den des „Persönlichen Unbewussten“ und des „Kollektiven Unbewussten“.

 

Das Kollektive Unbewusste postulierte Jung als das genetische, psychische Erbe aus der Menschheitsgeschichte. Es habe sich, ähnlich wie der Körper, durch die Evolution hindurch entwickelt und psychisch ausgeprägt.

 

Das Kollektive Unbewusste ist nach Jung überindividuell und kulturun-abhängig und stellt die psychische Grundlage des persönlichen Unbewussten auf genetischer Grundlage dar.

Es wird dem Bewusstsein in Mythen, Magie, Märchen, Träumen, Psychosen und psychischen Symptomen bewusst. Es entspricht dem Kollektivbewusstsein Emile Durkheims (1858-1917). Nach Durkheim ist es zu seiner Objektivierung in den individuellen Psychen verankert.

 

Die psychischen Muster des Kollektiven Unbewussten äußern  sich nach Jung in Grundmotiven und psychischen Grundstrukturen, den Archetypen, die strukturierend auf die kollektive und individuelle Psyche wirkten und persönlich gefärbt vom jeweiligen Individuum verwirklicht würden. Sie ent-wickelten eine starke, unbewusst wirksame Kraft auf das persönliche Unbe-wusste und das bewusste Denken. Nach Jung kann sich keine individuelle Psyche auf Dauer dem Einfluss der Archetypen entziehen.

 

 Dem Bewusstsein erschienen Archetypen sowohl als einfache Strukturen, die mit psychischen Bedeutungen aufgeladen seien. So zum Bespiel Kreise, Dreiecke, Vierecke, Zahlen usw. Aber auch komplexe Verhaltensmotive wie Mutterschaft (Mutterarchetyp), Frausein (Anima), Mannsein (Animus), Hexe (Archetyp der bösen Mutter), Götter (als unbewusst auf den Himmel proji-zierte Selbstsymbole) usw.

 

Hinweis: In der neueren neurologischen Forschung wurden die „Spiegelneu-rone“ als mögliche neurologische Grundlage von Archetypen vermutet.

 

Konnotierung (konnotieren). Fachausdruck in der Psychologie und Psy-chotherapie für eine wertende und festlegende (subjektive) Zuschreibung von Eigenschaften und Realitäten.

 

Legas-Strategie ®. Diese neue Erfolgs- und Selbstmanagementstrategie von Götz Renartz (siehe dort!) arbeitet mit Selbstorganisatorischer Hypnose und ermöglicht einen erfolgsorientierten Selbstmanagementprozess im Bereich der persönlichen Selbstindividuation, wie in der beruflichen Entwicklung.

 

Das Verfahren ist markenrechtlich durch das Deutsche Patent- und Mar-kenamt und die Europäische Union international geschützt und kann nur am Zentrum für Angewandte Hypnose (siehe dort!) erlernt werden.

 

Levitation. Der Begriff bezeichnet in der Hypnose das ideomotorische Phänomen (siehe bei Ideomotorik!) der spontanen oder suggerierten, schweben-den Bewegung der Finger, Arme, Hände und Beine.

 

Die hypnotische Levitation wird u. a. zur Kommunikation mit dem Unbewussten genutzt, das zum Beispiel Ja-Nein-Signale über eine Levitation der Gliedmaße geben kann.

 

Mesmer, Franz Anton (1734 – 1815), war ein deutscher Arzt und Hypno-tiseur. Er studierte zuerst die Rechte und Theologie und danach Medizin in Wien.

 

Als Arzt in Wien niedergelassen, entwickelte er die hypnotische Behand-lungsmethode des Animalischen Magnetismus (siehe dort!). Mit dieser Methode gelangen ihm aufsehenerregende Erfolge. Später wechselte er nach Paris, wo er und seine Methode weltberühmt wurden.

 

Wegen des enormen Andrangs der Patienten aus Adel und Bevölkerung richtete er Massenbehandlungen ein, wo er die Patienten mit Magneten "magnetisierte" (= hypnotisierte) - einschließlich seiner selbst!

 

Der Animalische Magnetismus, eine frühe Form der Hypnose (mit einer falschen Theorie), breitete sich in der gesamten westlichen Welt aus und wurde auch „Mesmerismus“ oder „Heilmagnetisierung“ genannt.

 

In einem Gutachten für die Bayerische Staatsregierung wies Mesmer 1775 nach, das die Teufelsaustreibungen des berühmten Exorzisten Pater Gasner den Merkmalen des animalischen Magnetismus, also der Hypnose folgten. Dies gilt heute als der Beginn der wissenschaftlichen Hypnose, die damit aus dem Bereich der Religion in die wissenschaftliche Medizin gelangte.

 

 Zugleich, da Hypnose auch die älteste Form einer Psychotherapie war, gilt dieser Zeitpunkt als der Beginn auch der wissenschaftlich orientierten Psy-chotherapie. (Psychotherapie wurde bis dahin im Sinne einer Seelsorge nur im Rahmen der Religion durchgeführt.)

 

Der unerhörte Erfolg - Mesmer soll 50 000 Patienten behandelt haben - führte zu neidischen Rektionen von Ärzten. Auch wurde die seiner Methode zugrundeliegende Fluidumtheorie von Robert Fludd (siehe unter Animalischer Magnetismus!) infrage gestellt.

Schließlich setzte der französische König eine wissenschaftliche Kommission unter Leitung Benjamin Franklins, der zu dieser Zeit Botschafter der USA in Paris war und als ein renommierter Wissenschaftler galt, ein.

Gleichzeitig tagte eine weitere geheime Kommission, da der Fall Mesmer ein Politikum war, da er zahlreiche Adelige geheilt hatte.

Diese Kommission riet zu einem vorsichtigen Vorgehen.

 

Die offizielle Kommission stellte fest, daß das Verfahren Mesners zwar wirksam sei, man aber keinen Anhalt für ein „Fluidum“ gefunden habe. Das Verfahren beruhe auf „Einbildung“, mithin einem psychologischem Effekt. Damit lag die Kommission weitgehend richtig.

 

 In der bald folgenden französischen Revolution wurde Mesmer verschont, da er tausende arme Leuten kostenlos behandelt hatte. Er wurde jedoch zunehmend diffamiert.

Als er deshalb nach Wien zurückkehren wollte, wurde er dort als angeblicher Jakobiner verhaftet und in die Schweiz abgeschoben. Er kaufte sich nahe des Bodensees in Frauenfeld ein Haus und zog sich aus der medizinischen Behandlung zurück. Stattdessen kämpfte er um die wissenschaftliche Anerkennung seines Verfahrens.

 

Gegen Ende seines Lebens fand er die gewünschte Anerkennung trotz seiner falschen Hypnosetheorie durch die Preußische Akademie der Wissenschaft. So beschämt, setzte die französische Regierung ihm eine Ehrenrente aus.

Mesmer liegt in Meersburg am Bodensee begraben, wo auch sein Denkmal steht.

 

 Mesmer und sein Wirken hatten einen großen Einfluss nicht nur in der bald darauf entstehenden Psychologie, der Psychotherapie, der Medizin, der Kunst, ja der gesamten westlichen Kultur. Dieser Einfluss hält bis heute an.

 

Mesmerismus (Heilmagnetismus) ist eine der altertümlichen Bezeich-nungen für die hypnotische Behandlungsmethode des deutschen Arztes und Hypnotiseurs Franz Anton Mesmers (siehe unter Franz Anton Mesmer und Animalischer Magnetismus und Hypnose!).

 

Milton Hayland Erickson. (1901 – 1980). Ein berühmter amerikanischer Psychiater, Hypnoseforscher und Hypnotherapeut.

 

Er wirkte an verschiedenen amerikanischen Kliniken und Universitäten und ließ sich schließlich aus gesundheitlichen Gründen in Phoenix, Arizona, nieder. Psychotherapeuten und Hypnotherapeuten aus der ganzen westlichen Welt suchten ihn dort auf, um seine modernen Psychotherapie- und Hypnotherapiemethoden zu erlernen.

 

Er ist der Begründer der amerikanischen Gesellschaft für Klinische Hypnose und deren Zeitschrift. Nach dem Studium der Psychologie und der Medizin wurde er Psychiater und begann schon als Student mit bahnbrechenden Erforschungen der Hypnose, die er revolutionierte („Ericksonsche Hypnose“). Er löste die weltweit anhaltende Renaissance der Hypnose und Hypnotherapie aus.

 

 Erickson hatte großen Einfluss auf die Psychotherapie des vorigen Jahrhunderts, besonders auf die Hypnotherapie und die Familientherapie. Viele der Begründer der Familientherapie waren seine Schüler.

 

 Seine Vorgehensweise war durch die Entwicklung völlig neuer Hypnosein-duktionsverfahren („Indirekte Hypnose“) gekennzeichnet und durch das Utila-tionsprinzip (Siehe dort!), sowie von therapeutischen Paradoxien in der Psycho- und Hypnotherapie.

Außerdem forderte er die Abkehr von Standardtherapien zugunsten eines auf den Patienten maßgeschneidertes Vorgehen in der Psycho- und Hypno-therapie.

Er setze als erster Psychotherapeut systematisch die „Weisheit des Unbewussten“ im Sinne einer selbstorganisatorischen Heilung durch die hypnotische Aktivierung der menschlichen Selbstheilungssysteme ein.

 

Neurolinguistisches Programmieren ®, NLP. Es ist ein der Hypnothe-rapie verwandtes Verfahren für die Kurzzeitpsychotherapie und das Coaching.

 

Es wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts an der Universität von Kalifornien in Santa Cruz von dem Mathematiker und Psychologen Richard Bandler und dem Linguisten John Grinder entwickelt.

 

Die beiden beobachteten den Gestalttherapeuten Fritz Perls, die Familien-therapeutin Virginia Satir und vor allem den Hypnotherapeuten Milton Erickson im Hinblick auf in der Psychotherapie erfolgreiche Kommuni-kationsmuster. Diese systematisierten sie erfolgreich.

Weniger erfolgreich waren sie in ihrem Bestreben, über sprachliche Muster-bildungen hinaus die beobachteten Effekte neurologisch zu fundieren.

 

Das Verfahren ist weltweit verbreitet, verfügt jedoch über keine durchgängige Theorie. Am besten kann man es als eine pragmatische Sammlung erfolg-reicher Kommunikationstechniken - mit und ohne Hypnose - zur Umstruk-turierung problematischer Denk- und Verhaltensweisen verstehen.

 

Das Verfahren ist weltweit verbreitet und international markenrechtlich geschützt.

 

Perls, Friedrich Salomon „Fritz“ (auch Frederick) Perls (1893 – 1970), war ein Psychiater und Psychotherapeut deutsch-jüdischer Herkunft und ist zusammen mit seiner geschiedenen Frau Laura Perls und dem Amerikaner Paul Godmann der Begründer der Gestalttherapie (siehe dort!).

 

1934 floh die Familie Perls nach der Machtergreifung durch die National-sozialisten von Deutschland nach Südafrika. Perls gründeten dort als Psycho-analytiker das South African Institute for Psychoanalysis.

 

1936 begann Fritz Perls jedoch theoretische Kritik an der Psychoanalyse zu entwickeln. 1941 verfasste er zusammen mit seiner Frau sein erstes Buch „Das Ich, der Hunger und die Aggression“, in der er die ersten Grundlagen der Gestalt-therapie legte.

 

Ab 1960 studierte Perls in Japan Zen. 1964 ging er ans Esalen-Institut in Big Sur, Kalifornien, und führte dort seine berühmten Gestalt-Workshops mit (angehenden) Psychotherapeuten durch.

Er ist gemeinsam mit seiner Frau auf dem jüdischen Friedhof von Pforz-heim begraben.

 

Pfadfinder-Methode. Sie ist eine selbstorganisatorische Hypnotherapie-methode von Götz Renartz (siehe dort!), die ursprünglich zur Präzisierung der Hypnotherapie mit der Zauberwiesen-Strategie ®  (siehe dort!) entwickelt worden ist.

 

Das Verfahren nutzt die Ideomotorische Hypnose (siehe dort!) sowohl zum Schutz der Patienten vor psychische Überlastung, als auch zu deren Anleitung in der Hypnotherapie.

 

Erreicht wird das dadurch, daß das Unbewusste der Patienten beauftragt wird, die ablaufenden hypnotherapeutischen Behandlungsprozesse kontrol-lierend und leitend zu begleiten.

Patient und Hypnotherapeut überlassen sich dabei der Wertung und Leitung des Unbewussten der Patienten zu deren Wohl und zum Wohl der Therapie. So wird eine besonders präzise und effektive Behandlungsführung möglich und zugleich die Patienten optimal vor unnötigen psychischen oder emotionalen Belastungen geschützt.

 

Psychoanalyse. Die Psychoanalyse ist eine psychologische Theorie und Psychotherapiemethode, die um 1890 von dem Wiener Neurologen und Psychologen Sigmund Freud (siehe dort!) begründet wurde.

 

Aus der Psychoanalyse heraus haben sich später die verschiedenen Schulen der Tiefenpsychologie (siehe dort!) entwickelt.

 

 Die moderne Psychoanalyse ist durch eine theoretische, methodische und therapeutische Vielfalt charakterisiert.

Neben den klassischen Formen der Langzeitanalyse von 150 bis 300 Stunden und mehr, die im Liegen durchgeführt wird, gibt es kürzer gefasste und auf spezielle Probleme und Störungen fokussierte Behandlungsmethoden. Die meisten Psychoanalysen finden heutzutage im Sitzen statt.

 

 Psychoanalytiker nach Freud haben die Psychoanalyse in vielfältige Weise weiterentwickelt, teils mit Freud übereinstimmend, teils von ihm abweichend. Dazu zählen z. B. die Ichpsychologie, die Objektpsychologie, die Selbstpsychologie, die intersubjektive Schule der Psychoanalyse, die Strukturale Psychoanalyse, die Psychoanalytische Familientherapie und die verschiedenen Formen der Neopsy-choanalyse usw.

 

Im Unterschied zu den übenden und Verhalten trainierenden Verfahren der Psychotherapie (siehe unter „Verhaltenstherapie“!) ist die Psychoanalyse eine Probleme und ihre (oft unbewusste ) Psychodynamik aufdeckende Therapie.

 

Dabei ist die Bewusstmachung jedoch nicht das eigentliche Ziel, sondern ein Mittel, der Person zu helfen, ihr Gefühlsleben und ihr problemerzeugendes und krankmachendes Denken und Verhalten so umzustrukturieren, daß sie ihre psychosozialen Probleme lösen und ihre psychischen und psychosoma-tischen Symptome und Verhaltensstörungen aufgeben kann. Denn der Psychoanlytiker ist bestrebt, gegenüber den Reaktionen seines Patienten so objektiv und neutral wie möglich zu bleiben (Neuralitätsprinzip).

 

In der klassischen Psychoanalyse liegt der Patient auf einer Couch und sagt möglichst unzensiert alles, was ihn gerade bewegt bzw. ihm durch den Sinn geht (sogenanntes freies Assoziieren). Der hinter ihm sitzende Analytiker hört mit einer Haltung freischwebender Aufmerksamkeit“ zu und teilt dem Analysanden seine, während des psychoanalytischen Prozesses gewonnenen Hypothesen mit (die sogenannten „Deutungen“).

Dabei werden Probleme und Ereignisse der Vergangenheit, aber auch der Gegenwart besprochen.

Große Achtsamkeit legt der Analytiker auf das gegenwärtige Verhalten des Probanden in der Analyse, denn er geht davon aus, daß nach einiger Zeit der Patient seine erworbenen und meist unbewussten Verhaltensweisen auch auf die Beziehung zum Therapeuten überträgt (Übertragung). Das versucht er dem Patienten bewusst zu machen; dies ist die sogenannte Übertragungsdeutung.

Ebenso meldet der Psychoanalytiker dem Patienten zurück, was er bei den Aussagen und dem Verhalten des Patienten empfindet (Gegenübertragung). Aber der Analytiker bemüht sich auch, typische emotionale Muster oder un-bewusste Motive des Analysanden zu entdecken.

Wichtige Träume (Traumanalyse) und Phantasien des Patienten werden analysiert und seine Widerstände gegen eine Veränderung und Heilung oder gegen die Behandlungsmethode werden einer Analyse unterzogen, der sogenannten Widerstandanalyse

 

 Die Psychoanalyse findet Anwendung bei Erwachsenen sowie bei Kindern (dort häufig in Form der Spieltherapie) und Jugendlichen. Zudem gibt es psychoanalytische Paar- und Familientherapie sowie Gruppenanalysen.

 

Die Psychoanalyse ist Teil der Kassenmedizin und kann auf Antrag im Rahmen eines Gutachterverfahrens genehmigt werden.

 

Renartz, Götz (geb. 1942), ist ein deutscher Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut, Psychosomatiker, Sexualtherapeut, Familientherapeut und Hypnotherapeut.

 

Nach seiner klinischen Zeit als Oberarzt einer psychotherapeutischen Klinik ließ er sich 1980 in Mainz als Kassenarzt nieder, gründete jedoch 1989 eine auf Hypnotherapie spezialisierte Privatpraxis und wurde im gleichen Jahr von der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zur Ausbildung von Ärzten in Hypnose ermächtigt.

 

Seit 1985 bildet er als Lehrtherapeut und Lehrhypnotherapeut und Super-visor Ärzte, Zahnärzte, Psychologen und Kinderpsychotherapeuten in Psy-chotherapie, Hypnose und Hypnotherapie aus.

 

Er hat eine Reihe international geschützter Hypnotherapieverfahren für die Selbstorganisatorische Hypnose und Hypnotherapie (siehe dort!) entwickelt, die weite Verbreitung und Verwendung gefunden haben.

 

1997 gründete er das Zentrum für Angewandte Hypnose (siehe dort!) in Mainz, das bundesweite Fortbildungen in Selbstorganisatorischer Hypnose und Hypnotherapie in Deutschland durchführt und dessen wissenschaftlicher Leiter er ist.

 

Er war Gründungspräsident der Deutschen Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. (siehe dort!) und ist auch derzeit Präsident dieser Fachgesellschaft, sowie der Direktor von deren Akademie für Autosystemhypnose und Didaktik.

 

Seit 2011 ist er schriftstellerisch tätig.

 

Repräsentationssysteme. Das Gehirn konstruiert mittels der Sinnessys-teme neurologisch eine Sicht und Ansicht (Vorstellung) von der externen Welt – ein Weltbild.

Im Rahmen dieses Weltbildes und mittels dieses Weltbildes orientiert sich das Individuum und handelt in ihm – nicht in der realen Welt (philosophisch: Die Welt an sich), denn dazu ist es grundsätzlich nicht fähig!

 

Mittels der gleichen Sinnessysteme konstruiert (erschafft) das Gehirn auch innere Bilder (Imaginationen – siehe dort!) und Halluzinationen. Wenn die Sinnessysteme zu Erzeugung von inneren Vorstellungen und Bildern, Klängen, Gerüchen und Gefühlen usw. genutzt werden, werden sie neurologisch als Repräsentationssysteme bezeichnet.

 

 In Hypnose ist es möglich, sich in den Konstruktionsprozess der inneren und äußeren Bilder, Gefühle, Gerüche, Geschmäcker usw. einzumischen und sie situativ zu verändern.

So kann in einem tiefen hypnotischen Zustand das Farbsehen oder das dreidimensionale Sehen aufgehoben werden oder sogar eine funktionelle Blindheit erzeugt werden. (Entsprechendes kann mit den anderen Sinnen, wie dem Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen (siehe hypnotische Schmerzkontrolle!) usw. erfolgen.)

Aber der neurologische Konstruktionsapparat des Gehirns kann auch ver-anlasst werden, Dinge, Szenen oder Erlebnisse zu konstruieren, die in der realen Welt nicht existieren – die sogenannten Halluzinationen. (Siehe auch die Bilder und Szenen der Imaginativen Hypnose und Hypnotherapie, wie die Zauberwiesen-Strategie ®!)

 

Selbstorganisation ist ein wissenschaftlicher Aspekt der Systemtheorie.

 

Physikalische und chemische Systeme ebenso wie biologische oder soziale, organisieren sich aus ihren Elementen und Subsystemen aus sich selbst heraus nach den Gesetzen der Synergetik (Siehe auch dort!).

 

Das Weltall selbst ist nach der derzeit wissenschaftlich gültigen Theorie selbstorganisatorisch – siehe Urknalltheorie! In der Biologie wird der selbst-organisatorische Prozess Evolution genannt.

 

Selbstorganisatorische Systeme haben in der Regel vier Eigenschaften:

 

 Sie sind komplex vernetzt. Ihre Komplexität bedingt, daß sie in ihren Reaktionen nicht genau beschrieben und vorhergesagt werden können.

 Sie sind selbstreferentiell (rückbezüglich auf sich selbst) und weisen von daher eine operationale Geschlossenheit auf.

  Deshalb werden ihre Reaktionen nicht durch äußere Reize und Umwelt-faktoren bestimmt, sondern durch ihre eigene systemische Struktur und Dynamik.

 Sie sind redundant. Das heißt, sie bilden durch Wiederholung aus sich selbst heraus Strukturen und Ordnung aus.

 Sie sind infolge ihrer funktionellen Geschlossenheit und Rückbezüg-lichkeit autonom.

 

Selbstorganisatorische Hypnose und Hypnotherapie. Man unterschei-det die Klassische Hypnose von der Neuen Hypnose.

 

In der Klassischen Hypnose wurde seit Franz Anton Mesmer (siehe dort!) mit direkten Suggestionen gearbeitet, sowohl um einen hypnotischen Trancezu-stand zu induzieren, als auch um die Hypnose therapeutisch anzuwenden.

Dazu machte sich der Hypnotherapeut eine Vorstellung davon, was dem Patienten fehlen und was ihm dabei helfen könnte, wieder gesund zu werden. Letzteres suggerierte er dem hypnotisierten Patienten. Wenn er richtig lag, und der Patient keinen der häufigen Heilungswiderstände zur Verteidigung seines Krankheitsgewinns entwickelte, war die Hypnotherapie erfolgreich; sofern die Heilung oder Besserung im Realitätsraum lag.

 

 Die Neue Hypnose setzte mit dem Wirken des amerikanischen Hypnothe-rapeuten Milton H. Erickson (siehe dort!) ein.

Zum einen entwickelte er seine indirekte und verdeckte Form der Hypnose, die es den Patienten erschwerte, bewusste Widerstände gegen die Heilung zu entwickeln, da er weder die Hypnoseinduktion, noch die Hypnotherapie, noch die vorgeschlagene oder entwickelte Lösung der symptomerzeugenden Konflikte selbst erkannte.

Oder sein Ich wurde während der therapeutischen Interaktion hypnotisch eingeschläfert oder mit es interessierenden Dingen, wie hypnotischen Sport- oder Urlaubserlebnisse usw., beschäftigt.

 

Während Milton Erickson auf diese Weise die therapeutische Situation in der Hypnotherapie zugunsten einer hypnotischen Heilung manipulierte, ging er im Kern seiner Hypnotherapie völlig neue Wege: Er sprach das Unbewusste direkt an, kommunizierte mit ihm und veranlasste es, heilende Lösungen anzuneh-men oder selbstorganisatorisch zu entwickeln.

 

Die Schüler Milton Ericksons entwickelten seine selbstorganisatorischen Methoden weiter.

In Deutschland verwendete der Heidelberger Arzt und Hypnotherapeut Gunther Schmidt erste selbstorganisatorische Ansätze in der Hypnotherapie.

Der Mainzer Neurologe, Psychiater, Psychotherapeut und Hypnotherapeut Götz Renartz (siehe dort!) entwickelte dann 1988 mit der Zauberwiesenstrategie (siehe dort!) die erste in sich geschlossene, vollkommen selbstorganisatorisch vorgehende Hypnotherapiemethode. Es folgte eine ganze Reihe weiterer selbstorganisatorischer Hypnotherapieverfahren.

 

Die Selbstorganisatorische  Hypnose und Hypnotherapie wird durch die Deutsche Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. in Deutschland vertreten. (Siehe dort!).

 

In Deutschland sind über 4000 Ärzte/innen und Psychotherapeuten/innen in Selbstorganisatorischer Hypnose ausgebildet. (Stand 2014).

 

SILERLEK-Methode ®. Sie ist eine Behandlungsmethode von Götz Renartz (siehe dort!) in der Selbstorganisatorischen Hypnotherapie. Sie ist durch das Deutsche Patent- und Markenamt und die Europäische Union interna-tional geschützt.

 

Das Verfahren wird schwerpunktmäßig im Bereich der Selbstorganisation und der Selbstindividuation, sowie der Lebensgestaltung eingesetzt. Es hat sich im auch Management- und Coaching-Bereich bewährt. Ebenso in der Sporthypnose.

Erfolgreich ist es auch in der Hypnotherapie, sofern keine unbewussten Widerstände gegen Erfolg und Heilung vorliegen: So bei Allergien, Heu-schnupfen, Gewichtskontrolle, Raucherentwöhnung  und einer Vielfalt weiterer psychischer und psychosomatischer Störungen, sowie bei chronischen Schmerzzuständen.

 

Sowohl-als-auch-Denken. Es ist das gleichzeitige Denken auf zwei Ebe-nen, das für jede hypnotische Trance typisch ist: ‚Ich bin mir sowohl bewusst, als auch in meinem Tranceerleben.’ Je stärker das Erleben dabei in Richtung auf das innere Tranceerleben hin verschoben wird, desto stärker wird die hypnotische Trance.

 

Sublimierung (sublimieren). Der Begriff bedeutet in verschiedenen Be-zügen unterschiedliches (siehe Wikipedia!). Er wurde vonSigmund Freud (siehe dort!) in diePsychoanalyse (siehe dort!) eingeführt.

Er kommt von dem lateinischen Wort "sublimis" (in die Höhe). 

 

In der Psychoanalyse wird darunter ein Abwehrmechanismus des Ich gegen triebhafte Forderungen des Unbewussten verstanden: So zum Beispiel, wenn jemand seine sexuelle Triebhaftigkeit nicht aktiv auslebt, sondern stattdessen nackte Körper malt oder sich den "Schönen Künsten" zuwendet.

 

Die Psychoanalyse geht davon aus, daß alle Kultur Ausdruck einer Subli-mation ist.

 

Synergetik. Sie ist die Wissenschaft vom Zusammenwirken von Elementen und Subsystemen in komplexen und dynamischen, selbstorganisatorischen Systemen.

Sie wurde in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts aus der Chaos-theorie von dem deutschen Physiker Hermann Haken (siehe in Wikipedia!) bei der Entwicklung der Theorie des Lasers mathematisch begründet herausgearbeitet.

 

Die Synergetik erforscht und beschreibt mathematisch die Prinzipien des Zusammenwirkens der Elemente und Subsysteme in der Physik, der Chemie, der Biologie, der Psychologie und Soziologie und anderen Wissenschaften.

 

Die spontane Entstehung von synergetischen Strukturen in organischen, biologischen und sozialen Systemen wird als Selbstorganisation (siehe auch dort!) beschrieben.

 

Die Synergetik ist eine der theoretischen Grundlagen der Selbstorganisatorischen Hypnose und Hypnotherapie. (Siehe dort!)

 

Tiefenpsychologie. Der Begriff „Tiefenpsychologie“ bezeichnet psycholo-gische und psychotherapeutische Ansätze der Psychologie und Psychothe-rapie, die unbewusste psychische Vorgänge berücksichtigen.

 

 Sigmund Freud (siehe dort!) war der erste, der das unbewusste Denken syste-matisch untersuchte und dann aus seinen Erkenntnissen die Psychoanalyse begründete. Den von dem Psychiater Eugen Bleuler eingeführten Begriff Tiefenpsychologie verwandte Freud ab 1913.

 

 Bekannte weitere tiefenpsychologische Schulen sind neben der Psychoanalyse die von Carl Gustav Jung begründete Analytische Pschologie und Psychotherapie, die von Alfred Adler begründete Individualpsychologie und Psychotherapie und die Neopsychoanalyse von Harald Schulz-Henke.

 

 Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie kann auf Antrag im Rahmen eines Gutachterverfahrens in der Kassenmedizin genehmigt und sowohl in Einzeltherapie als auch in Gruppentherapie durchgeführt werden. Auch Ehe- und Familientherapie wir angeboten.

 

Trance. Sie ist einer der angeborenen Bewusstseinszustände des Menschen, wie Schlaf, Traum und Wachsein.

 

Der Trancezustand ist gekennzeichnet durch eine nach innen gewandte, höchst konzentrierte Bewusstheit, wobei alles dabei Störende zunehmend ausgeblendet wird, so daß es scheint, als ob ein schlafähnlicher Zustand vorliege.

Erreicht wird das durch eine funktionelle Dissoziation der Geistestätigkeit. Diese bewirkt das typischen Sowohl-als-auch-Denken (siehe dort!) des Trancezu-standes.

 

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen von dem Wort ‚transire’, was hinübergehen, überschreiten bedeutet.

 

Die meisten Trancezustände werden jedoch keineswegs in Ruhe erzeugt, sondern durch Aktivitäten: Die Aktivtrancen des Alltags, des Sports, der Musik, des Tanzes, der Religion usw.

 Trancezustände werden von Menschen häufig spontan und unbewusst er-zeugt oder treten im Zusammenhang mit speziellen Situationen und Erleb-nissen auf. Sie können aber auch bewusst erzeugt werden, wie in der Hypnose oder in der Religion durch intensives Beten, Tanzen und Singen und Meditieren.

 

Es folgt eine Aufzählung einiger Entstehungen von Trancen:

 

 Spontan tritt Trance bei Schmerz auf, zum Beispiel, wenn ein Dauerläufer durch seinen Schmerz hindurchläuft; oder bei Verletzten im Schock, unter der Geburt oder bei starken Dauerschmerzen.

 

Großer Schreck, große Ängste und alle Formen seelischer Traumatisierung und starker Erschütterung lösen Trancen aus.

 

Auch andere starke seelische oder emotionale Belastungen lösen Trancezu-stände aus, siehe auch den Hospitalismus der Kinder.

 

Starke Konzentration im Sport und bei geistigen und körperlichen Tätigkei-ten ist trancefördernd.

 

Ebenso rhythmischen Tätigkeiten jeder Art, wie zum Beispiel Tanzen und Singen oder monotone Tätigkeiten. (Schaukeln und Wiegen der Kinder!)

 

Viele pflanzliche und chemische Drogen lösen Trancezustände aus.

 

Religionen erzeugen und verwenden Trancezustände durch Meditieren, Beten, Singen, Musik, Trommeln, Gongs und Tanzen usw.

 

 Hypnose erzeugt bewusst und systematisch Trancezustände, um sie für die Selbstentwicklung, für das Coaching, den Sport, geistige und körperliche Leistungssteigerung, hypnotische Schmerzkontrolle, die Medizin, Zahnmedizin und Psychotherapie zu nutzen.

 

Transaktionsanalyse. Die Transaktionsanalyse ist eine psychologische Theorie und Psychotherapie, die von dem amerikanischen Psychiater Eric Berne (1910 - 1970) (siehe dort!) begründet wurde.

Sie stellt dazu eine Theorie und Struktur der Persönlichkeit zur Verfügung, abgeleitet aus der Psychoanalyse: „Kind-Ich“, „Erwachsenen-Ich“ und Eltern-Ich“.

 

Die Transaktionsanalyse hat eine Vielzahl von analytischen und therapeu-tischen Ansätzen entwickelt. Ziel einer transaktionsanalytischen Behandlung  ist eine integrierte, autonome Persönlichkeit mit der Fähigkeit, sich in ihr soziales Umfeld konstruktiv und aktiv zu integrieren, um dort Verantwortung zu übernehmen.  

 

Grundannahmen der Transaktionsanalyse sind, daß jeder gesunde und er-wachsene Mensch in seiner Ganzheit in Ordnung ist, und die Verantwortung für sein Leben und dessen Gestaltung übernehmen kann („Ich bin ok, du bist ok!“). Denn er verfügt über die angeborene Fähigkeit zur Steuerung seiner mentalen, emotionalen und sensorischen Prozesse.

Zudem geht sie davon aus, daß es jedem Menschen möglich ist, durch Nut-zung seiner persönlichen Ressourcen autonome Entscheidungen zu fällen und einen angemessenen sozialen und emotionalen Kontakt zu anderen Menschen herzustellen.

Für Transaktionsanalytiker hat die persönliche Autonomie als Grundlage von Selbstbestimmung und Beziehungsfähigkeit einen besonderen Stellenwert.

 

Trauerprozess. Das menschliche Gehirn konstruiert mit seinem Denken jederzeit mittels seiner Sinnes- und Repräsentationssysteme (siehe dort!) ein Bild vom Körper (Körperschema), von der Situation des Körpers in der Umwelt und auf geistig höherer Ebene ein Weltbild (kognitiver Rahmen) und versucht es stabil zu erhalten.

(Der Biologe und Nobelpreisträger Konrad Lorenz (siehe Wikipedia) hat von einem Weltbildapparat des Menschen gesprochen.)

 

Das Weltbild gibt zugleich persönliche Sicherheit, da es bis auf kleine situative Veränderungen stabil gehalten wird. Auch dient es als kognitiver Rahmen für die Interaktionen des Individuums mit sich, der sozialen und physikalischen Umwelt.

Veränderungen oder Gefährdungen dieses Rahmens und des Sicherheit gebenden Weltbildes wirken daher stark verunsichernd und lösen heftige Gefühle (z. B. Wut und Angst) aus.

 

Der Verlust von positiver Zuwendung, Vorteilen, Lust und sozialer und emotionaler Sicherheit wird als Schmerz (Verlustschmerz) empfunden. Auf ihn ist das Individuum gezwungen zu reagieren, um ein neues körperliches, seelisches, soziales und emotionales Gleichgewicht wieder aufbauen zu können. Auf diese Tatsache hatte insbesonders Sigmund Freud hingewiesen und den dazu notwendigen psychodynamischen Prozess „Trauerarbeit“ genannt.

 

Wie Elisabeth Kübler-Ross (siehe dort!) in ihren Forschungen an Sterbenden, die mit dem Verlust des Lebens einen existenziellen Verlust erleiden, nachgewiesen hat, erfolgt dieser Trauerprozess bei allen Menschen in gleicher Weise und zwar strukturiert. (Das gilt auch bei ideellen Verlusten, wie dem einer Hoffnung oder dem Scheitern eines Planes usw.)

 

·     1. Phase: Nicht wahr haben wollen – bis hin zur Realitätsleugnung und Psychose.

·     2. Phase: Wut wird aktiviert, um die Veränderung der Realität abzu-wehren oder zu bekämpfen.

·     3. Phase: Versuche von Verhandlungen mit der Realität und den Göttern.

·     4. Phase: Wenn aller Kampf nichts ändert, wird die Wut gegen die eigene Person in Form von Selbstvorwürfen und Depressionen gerichtet.

·     5. Langsame Versöhnung mit dem Schicksal und der Realität – seelischer und emotionaler Frieden stellt sich ein. Es kommt zu einer Persönlichkeitsreifung.

 

·     Wichtig: Im Trauerprozess findet ein ständiges Schwanken und Oszillieren zwischen den einzelnen Phasen statt. Schwerpunktmäßig steht aber eine Phase situativ immer im Mittelpunkt des psychischen Prozesses!

 

 Es besteht jederzeit die Gefahr, das eine Person in einer Trauerphase steckenbleibt: Das wird in der Psychiatrie und Psychotherapie als eine Abnorme Trauerreaktion bezeichnet. Die psychopathlogische Symptomatik wird dann von der Art der Phase und der Schwere der Reaktion bestimmt.

 

 Trauerprozesse verbrauchen im Sinne Sigmund Freuds (siehe dort!) viel seelische und emotionale Energie und benötigen viel Zeit.

Das Maß der benötigten Zeit wird zum Teil kulturell vorgeschrieben und bestimmt von daher die Schwere und die Zeitdauer des Trau-erprozesses mit.

 

Utilationsprinzip. Das Denk- und Verhaltensprinzip wurde von dem amerikanischen Psychiater und Hypnoseforscher Milton Hayland Erickson (siehe dort!) in die Psychotherapie und Hypnotherapie eingeführt.

Es sagt aus, daß restlos alles – auch wenn es negativ oder schädlich ist! – in die Psycho- und Hypnotherapie zum Wohle des Patienten eingeführt und pragmatisch genutzt werden kann.

 

Zum Beispiel, daß auch der Wahn eines Schizophrenen dazu verwandt wer-den kann, ihn zu heilen, was Milton Erickson mehrfach vorexerziert hat. Z. B. wenn er einen Schizophrenen, der sich für Jesus Christus hielt, als Sohn eines Zimmermanns in die Schreinerei schickte, wo er, mit der Realität kofrontiert, gesund wurde.

Denn dieser Realität konnte er im Rahmen seines Wahnsystems nicht aus-weichen, ohne seine wahnhafte Identität aufzugeben. Die dabei entstehende Paradoxie hebelte seine realitätsverleugnende Schizophrenie aus.

Denn in der Schreinerei war er gezwungen, im Kontext seines realitätsver-leugnenden Wahns realitätsgerechte Dinge eines Handwerkers gut zu tun, wie der Schreiner Jesus von Nazareth. So wurde nach wenigen Wochen sein Wahn durch die Realität zerstört und dabei zum Heilmittel.

 

Verhaltenstherapie. Als Verhaltenstherapie (VT) wird ein weites Spektrum von Formen der Psychotherapie bezeichnet.

 

Ursprünglich verfolgte die Verhaltenstherapie im Gegensatz zu den tiefenpsycholgischen und den psychoanalytischen Verfahren ein Black-Box-Modell. 

Innere und emotionale Reaktionen sollten nicht berücksichtigt und nur Reiz-Reaktionsprozesse (Lernprozesse) beachtet werden. Diese Reduktion in der Betrachtung menschlichen Denkens und Verhaltens hat sich wissenschaftlich nicht halten können.

 

Inzwischen beachtet die Verhaltenstherapie vor allem kognitive und auch interaktive Vorgänge (Familiendynamik) zwischen Menschen. Ebenso wurden die Emotionen in die Betrachtung einbezogen.

 

 Verhaltenstherapie wird überwiegend von Psychologen durchgeführt, während Ärzte im Allgemeinen zu tiefenpsychologisch fundierten oder psychoanalytischen Psychotherapieverfahren neigen.

 

Charakteristisch für die VT ist die Konzentration auf gegenwärtige, statt auf vergangene Handlungsdeterminanten. Somit liegt der Schwerpunkt auf beobachtbarem Verhalten und dessen Veränderung.

 

Sie geht davon aus, dass Verhaltensweisen erlernt und daher auch wieder verlernt werden können. Das bedeutet allerdings nicht mehr, wie in der Frühzeit der VT, dass man genetische Unterschiede als Ursachen von Störungen verleugnet.

 

Problematisches oder krankheitserzeugendes Denken und Verhalten wird in der Verhaltenstherapie als Ergebnis von Lernprozessen gesehen und soll deshalb durch die Verwendung von Verhaltens- und Lernprinzipien verändert werden.

Nach einer Verhaltensanalyse werden auf die Person abgestimmte kognitive oder praktische Übungen durchgeführt, die problematisches Denken und Verhalten abschwächen und wenn möglich löschen sollen. Neues, effektiveres und problemlösendes Denken und Verhalten wird sodann eingeübt.

 

Um auf diese Weise Veränderungen zu bewirken, wird es im Allgemeinen als nicht notwendig erachtet, die Ursprünge eines psychologischen oder psycho-somatischen Problems zu ergründen.

 

Verhaltenstherapie wird neben der Tiefenpsychologie und der Psychoanalyse in der Kassenmedizin im Rahmen eines beantragten Guterachterverfahrens als psychotherapeutisches Behandlungsverfahren seit 1981 anerkannt.

 

Zauberwiesenstrategie von Götz Renartz ®. Sie ist die älteste, erfolg-reichste und beliebteste, in sich geschlossene Behandlungsmethode der Selbstorganisatorischen Hypnotherapie. (siehe dort!)

Sie wurde 1988 von dem Mainzer Neurologen, Psychiater, Psychotherapeut und Hypnotherapeuten Götz Renartz vom Zentrum für Angewandte Hypnose (siehe dort!) entwickelt.

Sie arbeitet mit Imaginativer Hypnose (siehe dort!) und wird von über 4 500 Hypnotherapeuten (Stand 2015) in der Behandlung der Erwachsenen und der Kinder ab 3 bis 4 Jahren angewandt.

Sie eignet sich auch sehr gut zur hypnotischen Selbstbehandlung.

 

Von Menschen mit Schizophrenie und allen Formen geistiger Verwirrung darf sie nicht angewandt werden, da diese nicht sicher zwischen hypnotischen und wahnhaften Halluzinationen unterscheiden können. Das gleiche gilt auch für Menschen unter akutem Drogeneinfluss.

 

 Bei der Zauberwiesenstrategie ® wird in Hypnose in Zusammenarbeit mit dem Unbewussten eine persönliche Zauberwiese als hypnotisches Symbol der unbegrenzten Möglichkeiten des Unbewussten installiert.

Auf diese werden archetypische Ressourcen, wie eine weise Instanz, ein in-nerer Freund und Helfer, eine kreative Instanz, sowie eine Reihe anderer psy-chischer Persönlichkeitsanteile hypnotisch imaginiert oder halluziniert.

 

Nach vorgegebenen Arbeitsregeln werden sodann mit deren Hilfe die unbewussten, symptomerzeugenden psychischen oder emotionalen Aspekte hypnotisch symbolisiert und in einer kommunikativen oder metaphorischen Weise mit Hilfe des Unbewussten emotional und geistig bis zur Heilung oder Problemlösung aufgearbeitet.

 

Die Leitung der Hypnotherapie übernimmt dabei nicht der Hypnotherapeut, sondern der Patient selbst. Respektive sein Unbewusstes: indem der Patient den Ratschlägen seiner weisen Instanz oder eines speziellen Problem-lösungsteils seiner Psyche folgt.

 

Auf diese Weise werden optimale Ergebnisse durch eine persönliche Selbst-organisation mittels des eigenen Unbewussten erreicht. Denn dieses weiß immer, was das Problem ist, denn es war immer dabei, gleich, was auch geschehen ist.

Darum kennt das Unbewusste in der Regel auch schon meistens bei Beginn der Hypnotherapie die heilende Lösung. Wenn nicht, kann sie der Patient mit seinem Unbewussten zusammen entwickeln.

 

Das Verfahren kann mit speziellen Anpassungen vom Alter von 3 – 4 Jahren bis hin zur Sterbebegleitung eingesetzt werden.

 

Zentrum für Angewandte Hypnose ®. Das Zentrum wurde 1997 von dem Mainzer Neurologen, Psychiater, Psychotherapeuten und Hypnothe-rapeuten Götz Renartz (siehe dort!) gegründet. Es steht heute unter der Leitung seiner Tochter, der Hypnotherapeutin und Diplompsychologin Eva Renartz.

Es ist das bei weitem größte deutsche Ausbildungsinstitut für Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und die medizinischen Assistenzberufe in Hypnose und Hypnotherapie (mit über 6000 Fortbildungsteilnehmer - Stand 2016).

Es bildet bundesweit in einer Vielzahl von Städten strukturiert in Selbstorga-nisatorischer Hypnose und Hypnotherapie (siehe dort!) aus.

Es ist von der Deutschen Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. (siehe dort!) für die Ausbildung zum Master Hypnotherapeuten/in lizenziert.

Außerdem vermittelt es Fachhypnosezertifikate in Medizinischer und Psychothe-rapeutischer Hypnose und Hypnotherapie, in Kinderhypnopsychotherapie, in Zahnärzt-icher Hypnotherapie, in Lösungsorientierter Hypnotherapie für Heilpraktiker und die medizinischen Assistenzberufe und in Hypnose für Geburtsvorbereitung und Geburtshilfe.

 

Im Managementbereich und im (Selbst)Coaching-Bereich wird die selbstor-ganisatorisch-hypnotische Legas-Strategie ® (siehe dort!) vermittelt.

Götz Renartz 

 

 

  

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Verfolgen Sie dabei auch die persönliche Entwicklung des Hypnotisten selbst. Wie er sich nach seiner Scheidung eine neue berufliche Existenz mit einer Firma für hypnotischem Erfolgs- und Selbstmanagement aufbaut und dabei modernste, selbstorganisatorische Hypnosemethoden benutzt. Auch für sich selbst.

So gelingt es ihm auch wieder, eine neue Partnerin und sein eigenes Glück zu finden.

 

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Anmeldung und Information:

Zentrum für Angewandte Hypnose

Dipl. Psych. Eva Renartz

info@renartz.de; Tel. 06131-363662

 

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Der Hypnotist -

 

Der Hase im Café

 

Roman von Götz Renartz

 

 

Dieser Roman ist der erste in der Schwarzen Reihe, der von den Abenteuern des Hypnotisten erzählt.

 

Nach der Scheidung von seiner Frau Aletta ordnet er sein Leben neu und gründet eine Firma für Erfolgs- und Selbstmanagement. Dazu nutzt er hocheffiziente selbstorganisatorische Hypnosemethoden.

 

Die verwirrenden ersten Aufträge konfrontieren ihn dabei mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Sogar mit dem Wahnsinn einer Kundin muss er sich auseinander-setzen.

Um den Herausforde-rungen seiner Tätigkeit gewachsen zu sein, reflek-tiert er sein Leben und seine fachliche Vergangenheit und sucht Hilfe bei seinem eigenen Unbewussten. Ein neuer Freund und eine selbstbewusste Frau öffnen ihm dabei den Weg in ein neues Leben.

 

 

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ISBN: 978-3-8442-5337-5

 

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als ebook: ISBN: 978-3-8442-5928-5

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Der Hypnotist –

 

Blumen für den

 

Säufer 

 

Roman von Götz Renartz

 

Neue Abenteuer führen den Hypnotisten und seine Sekretärin nach Berlin. Dort stellt ihn ein Unternehmer vor neue Herausforderungen, die ihn mit schon fast vergessenen Erlebnissen konfrontieren, die sein Leben für immer verändert haben.

 

Eine magersüchtige Stewardess und eine magersüchtige Unternehmerin fordern seinen Einsatz ebenso heraus wie ein perverser Vertreter. Die Probleme durch Gruppensex und Hochbegabung konfrontieren ihn mit dem Künstlermilieu und falsch verstandener Libertinität.

 

Auch die Enttäuschung über die verlorene Liebe kann er überwinden und ein neues Glück beginnt.

 

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ISBN 978-3-8442-5910-0

 

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Der Hypnotist –

 

Im Schatten der Vergangenheit 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der dritte Band der Schwarzen Reihe schildert das Schicksal seiner Familie und wie Otto Renansen zum Hypnotisten wurde. Aber auch das der Frauen und ihrer Familien, die sein Leben entscheidend beeinflusst haben.

 

Folgen sie ihm und seiner Familie durch die Zeit in die Welt der Hypnose und ins Reich des Unbewussten.

 

Weit greift der Roman in die Nachkreigszeit zurück und zeigt auf, wie sich die schicksalsentscheidenden Ereignisse in seiner Familie und den Familien der Menschen, die direkt oder indirekt sein Leben beeinflusst haben, durch die Generationen auswirken. 

 

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ISBN 978-3-8442-5922-3

 

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Der Hypnotist –

 

Der Junge im

 

Baum 

 

Roman von Götz Renartz

Ein magischer Ring der Angst hat sich für den erfahrenen Neuro-Chirurgen Dr. Günther Helmscheider um Frankfurt gelegt und hält ihn in der Stadt gefangen. In der Angst, wahnsinnig zu werden, sucht er einen Nervenarzt auf. Doch die Medikamente wirken nicht. In seiner Not wendet er sich an Otto Renansen, den Hypnotisten.

Der schlägt ihm vor, in Hypnose die Hilfe seines Unbewussten zu suchen. Und so beginnt für Dr. Günther Helmscheider eine Reise in die Tiefen seiner Person und in die Vergangenheit auf der Suche nach Heilung und Freiheit.

 

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ISBN 978-3-8442-5928-5

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Der Hypnotist –

 

Das zweite 

 

Abitur

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Diesmal scheint der Fall  für den Hypnotisten einfach zu sein. Der Psychiater Dr. Wilhelm Schenkmann möchte mit Hypnose seine Träume gedeutet haben, die ihm lästig sind. Aber dann spitzt sich die Situation zu, als ein Konflikt zwischen seinem Kunden und dessen Unbewussten aufbricht.

Schließlich stellt sich der Hypnotist die bange Frage, ob sein Kunde in den Wahnsinn abgleitet oder sich mit Hilfe seines Unbewussten retten kann.

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ISBN 978-3-8442-7450-9

 

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Der Hypnotist –

 

Spiegelsex

 

 

Roman von Götz Renartz

Kaum haben sie selbst ihre Bindungsscheu überwunden und geheiratet, werden Otto Renansen, der Hypnotist, und seine Frau Susanne Herr mit den sexuellen Problemen ihrer Kunden konfrontiert.

Einem Bereich, wo nichts so ist, wie es scheint. Und wo dunkle Geheimnisse und Kräfte Ehen und Karrieren bedrohen.

Als der Hypnotist sich auf die Suche nach den verborgenen Quellen der psychosexuellen Störungen eines Geschäftsmannes macht, wird er in ein Verbrechen hineingezogen.

 

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ISBN 978-3-8442-7925-2

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Der Hypnotist –

 

Das Spiel des

 

Lebens

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Es sieht nicht gut aus für Edmund Brasse, den Film- und Fernsehunternehmer. Er ist spielsüchtig, hoch verschuldet und hat Geld unterschlagen. Seine Frau hat sich scheiden lassen und die Kinder mitgenommen. Und er selbst steht unter der strengen Aufsicht seines Vaters.

Sein Leben droht zu scheitern. Verzweifelt sucht er Hilfe bei Otto Renansen, dem Hypnotisten. Der aber muss sich noch um einen Mannn mit grell-lila Irokesenfrisur kümmern, der sich von unheimlichen Kräften verfolgt fühlt.

Das Spiel des Lebens hat Gewinner und Verlierer. Und es wird anders gespielt als die Spieler denken.

 

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ISBN 978-3-8442-8039-5

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Der Hypnotist –

 

Lauf' um dein

 

Leben!

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Furchtbare Fratzen und drohende Stimmen haben Annelisa Hartmann in den Wahnsinn getrieben. Dreimal war sie schon in der Psychiatrischen Klink. Beim vierten Mal ist sie extrem abgemagert, weil sie alles erbricht. Nur Milch trinkt sie in großen Mengen. Die Schwiegermutter will sie loswerden, ihr Mann ist verzweifelt. Und niemand will mit ihr psychotherapeutisch arbeiten. Da nehmen Otto Renansen und seine Frau sie als Kundin für das hypnotische Selbstmanagement an.

Zum Erstaunen seiner Frau lässt sie der Hypnotist Eier kochen. Und das Unbewusste will, daß sie schwarze Pferde striegelt. Wird sie sich mit Hypnose und ihrem Unbewussten retten können?

 

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ISBN 978-3-8442-8491-1

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Der Hypnotist -

 

Ob es Liebe ist?

 

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Hypnothera-peut Otto Renansen hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement grün-det.

Verwirrende Aufträge kon-frontierten ihn mit den Sehn-süchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache.

Er ist erfolgreich geworden. Und der Erfolg konfrontiert ihn mit einer Vielzahl schwieriger Fälle, die ihn herausfordern. Was er dabei erlebt, erzählt dieses Buch.

Das Buch gibt Einblick, in das, was unter den Krank-heiten der Menschen liegt.

Und es führt tief in die Bereiche, die Menschen wirk-lich bewegen und ihr Leben bestimmen.

Im Guten, wie im Bösen.

Die Liebe.

 

 

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ISBN 978-3-7375-3721-6

 

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Der Hypnotist

 

und der tote

 

Afrikaner

 

 

 

Roman von Götz Renartz

 

Der ehemalige Psychiater und Hypnotherapeut Otto Renansen  hat nach seiner Scheidung sein Leben neu geordnet und eine Firma für hypnotisches Erfolgs- und Selbstmanagement gegründet.

Verwirrende Aufträge konfrontieren ihn mit den Sehnsüchten seiner Kunden nach Liebe, Tod und Rache. Doch was diesmal passiert, hat er noch nie erlebt.

 

"Ich bin tot, ich bewege mich nur!" Das sagt der Afrikaner. Und damit beginnt das Abenteuer für den Hypnotisten. Und bringt ihn an die Grenzen seines Verständnisses.

Zumal er auch mit schweren Fällen von Magersucht zu kämpfen hat - und seine Frau ein Kind bekommt.

 

Aber die Geister Afrikas sind wach geworden und fordern ihr Recht.

Mitten in Frankfurt.

 

 

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ISBN 978-3-7375-3721-6

Wichtige Hinweise

 

Alle Personen und ihre Handlungen in meinen Romanen sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit der Wirklichkeit sind rein zufällig.

 

Die in diesem Romanen geschilderten Hypnose-methoden sind so wirksam, wie sie dargestellt werden. Der Autor warnt ausdrück-lich davor, sie ohne Rat und Anleitung eines erfahrenen und gut ausgebildeten Hypnotherapeuten anzuwenden.

 

Psychisch labile oder kranke Menschen sollten ihren Arzt oder Psychiater oder Psychotherapeuten um Rat fragen, ob sie diese Romane lesen sollen.

 

Selbstorganisatorisch orientierte Hypnothera-peuten/ innen finden sich auf der Hypnotherapeuten-liste des Zentrum für Angewandte Hypnose.

 

www.hypnotherapeutenliste.de

 

Ärzte, Zahnärzte, Kindertherapeuten, Psychotherapeuten und die medizinischen Assistenz-berufe erhalten eine strukturierte und durch die Deutsche Gesellschaft für Autosystemhypnose e.V. zertifizierte Aus- und Fortbildung in Selbstorga-nisatorischer Hypnose und Hypnotherapie im Zentrum für Angewandte Hypnose in den Bereichen Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland.

 

www.renartz.de; info@renartz.de  

 

Die selbstorganisatorisch-hypnotische Erfolgs- und Selbstmanagementmethode der Legas-Strategie ® kann am Zentrum für Angewandte Hypnose, Bonifaziusstr. 2 in 55118 Mainz; Tel. 06131-363662;

info@renartz.de;

 

von jeder psychisch gesunden, volljährigen Person erlernt werden.

 

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